TVB 3 neues Schlusslicht der Landesliga

SV Remshalden 2 – TV Bittenfeld 1898 3 25:22 (11:12)

Vergangenen Samstag musste die Dritte des TVB zum bis dato Tabellenletzten, dem SV Remshalden. Bittenfeld erwischte keinen guten Start in die Partie, im Angriff wurden zu Beginn hochkarätige Chancen liegen gelassen. Kompensiert wurde die Angriffsleistung durch eine gute Abwehrreihe, welche in den vergangenen Spielen weit hinter ihrer Erwartung blieb und zu alter Stärke zurückfand. So entwickelte sich eine spannende erste Halbzeit. Die Hausherren konnten sich zu Beginn zwar etwas absetzen, was der TVB nach zehn Minuten beim Stand von 5:5 aber wieder egalisieren konnte. Der Angriff tat sich weiterhin schwer gegen die gut stehende Abwehr der Hausherren, dies nutzen die Hausherren und zogen nach zwanzig Minuten mit 3 Toren davon zum Stand von 10:7. In den letzten zehn Minuten der 1. Hälfte konnten in der Abwehr Bälle gewonnen werden, welche konsequent zum Gegenstoß genutzt wurden. In dieser Phase gelang es dem TVB, den Rückstand aufzuholen und mit einer 1-Tore-Führung in die Halbzeit zu gehen.

Die zweite Hälfte gestaltete sich ähnlich, die Abwehr stand, im Angriff hatte man weiterhin Probleme. Selbst Überzahl konnte der TVB nicht nutzen und scheiterte immer wieder am gut aufgelegten gegnerischen Torhüter. Nach 45 Minuten war beim Stand von 19:19 noch alles offen. Die Schlussphase gehörte dann den Hausherren, sie setzten sich schlussendlich mit 25:22 durch.

Am kommenden Samstag, den 23.11.2019, steht für Bittenfeld ein weiteres wichtiges Spiel gegen die NSU Neckarsulm an. Gespielt wird um 19:30 in der Gemeindehalle Bittenfeld.

Es spielten:

Anton Rothwein (Tor), Robin Wilms (Tor), Florian Kruck, Ioannis Savvidis, Leander Schnetzer, Silas Müller, Pascal Luithardt, Sebastian Luithardt, Jens Baumbach, Florian Federhofer, Axel Hambrecht, Felix Hoffmann, Sebastian Konrad und Fynn Fröschle

Rudi Faluvégi im Interview

Rudi, du bist Anfang der Saison mit deiner Familie nach Stuttgart gezogen, um dich dem TVB anzuschließen. Was ist dein Eindruck von deiner neuen Heimat und dem TVB?

Meine Familie und ich sind sehr glücklich darüber hier zu sein. Beim TVB läuft alles sehr gut! Die Leute sind offen und sympathisch, also fiel es mir leicht mich zu integrieren. Stuttgart und die Region sind schön und optimal für Familien wie uns. Wir genießen unser neues Leben hier.

Du bist ein Spieler mit internationaler Erfahrung, hast unter anderem schon in der Champions League und für die ungarische Nationalmannschaft gespielt. Du hast dich jetzt bewusst einem Verein angeschlossen, von dem du wusstest, dass er gerade zu Beginn der Saison eine schwere Phase nach dem Umbruch durchmachen wird. Was waren deine Beweggründe, diesen Schritt dennoch zu wagen?

Naja, viele stellen mir diese Frage. Auch wenn ich viel Erfahrung habe, wollte ich mich natürlich weiterentwickeln. Das Projekt des TVB fand ich von Anfang an sehr interessant und es war mir auch sehr wichtig, dass die Verantwortlichen großes Vertrauen in mich hatten. Es stört mich überhaupt nicht, dass wir noch an uns arbeiten müssen. Das ist eine neue Mannschaft und ich bin hier, um mich gemeinsam mit ihr zu entwickeln.

Deine Schwester spielt ebenfalls äußerst erfolgreich Handball. Wurde euch das Talent in die Wiege gelegt?

Vielen wissen überhaupt nicht, dass ich sogar noch eine weitere kleine Schwester habe. Sie ist Künstlerin und das eigentliche Megatalent der Familie. Meine Schwester Dorottya, die ebenfalls Handball spielt, und ich befinden uns beide aber da wo wir sind, weil wir hart dafür gearbeitet und unser Ziel nie aus den Augen verloren haben. Das ist unsere Mentalität und die haben wir von unserem Vater!

Während des Trainingslagers hast Du deine Mannschaftskollegen mit deinem außergewöhnlichen Gesangstalent überrascht. Woher kommt diese Gabe?

Wir sollten das nicht übertreiben! (lacht) Musik ist sehr wichtig für mich. Wer weiß, vielleicht wäre ich ohne Handball Musiker geworden. Das ist schon witzig, wenn ich mir das vorstelle: Hätte ich die Zeit, die ich mit Handball verbracht habe, in die Musik investiert… Wahrscheinlich hätten wir uns bei Rock am Ring getroffen. (lacht) Aber jetzt ist die Musik nur ein sehr wichtiges Hobby, mit dem ich meine Frau nerven kann.

Lange mussten die Fans auf dich warten, endlich stehst Du wieder für den TVB auf der Platte. Auf was darf sich Stuttgart freuen?

Ich freue mich, dass dieser Tag endlich gekommen ist. Stuttgart darf sich über noch einen Spieler, der mit Leidenschaft und viel Energie in die Mannschaft kommt, freuen. Mit der Zeit werden auch die guten Ergebnisse kommen. Ich werde alles dafür geben.

U19 JBLH: Starkes Spiel zum Abschluss der Vorrunde

TSV Allach gegen TV Bittenfeld 30:24 (12:10)

Im letzten Spiel der Vorrunde war der TVB beim TSV Allach in der Bayrischen Landeshauptstadt zu Gast. Obwohl das Ergebnis keine Auswirkung mehr auf die Tabelle haben würde, wollten beide Mannschaften den Zuschauern noch einmal eine starke Leistung bieten.

Der TVB ließ sich von der tollen Kulisse nicht beeindrucken und startete sehr gut in die Partie. Mit einer konsequenten Abwehr und guten Abschlüssen legten die Bittenfelder sofort vor und führten in der 10 Min. mit 4:6. Zu diesem Zeitpunkt hatte der TVB die komplette Kontrolle über das Spiel. Selbst wenn Allach ein Weg durch die Abwehr fand, erfolgte die Antwort sofort im Gegenzug.

Beim 6:9 in der 18 Min. hatte sich der TVB endgültig in der Allacher Halle eingespielt, als wieder ein altbekanntes Phänomen auftrat. „Es ist verrückt, das passiert uns schon die ganze Runde hindurch“, schüttelt Trainer Jörg Ebermann den Kopf. „Wir spielen das phasenweise hervorragend, und dann setzten aus heiterem Himmel unerklärliche Fehler im Angriffsspiel ein.“ Durch technische Fehler und schwache Abschlüsse brachten die Young Boys die Hausherren wieder zurück ins Spiel. Beim Stand von 10:9 warf Jörg Ebermann schließlich die grüne Karte.

Die zahlreichen Zuschauer sahen ein körperbetontes Spiel mit hoher Intensität, in dem der TSV Allach über sehr lang gespielte Angriffe zum Abschluss kam, während der TVB auf die 1. und 2. Welle setzte. Das Halbzeitergebnis lautete 12:10. Alles offen.

Die Young Boys kamen besser aus der Kabine und legen im zweiten Durchgang auch gleich richtig los. „Wir sind nach 3 Min. mit 14:13 wieder voll im Spiel, Allach bekommt die Zeitstrafe und wir den 7m. Dann belohnen wir uns aber leider nicht, sondern verwerfen den 7m und bekommen gleich im Anschluss noch 2 Tore verpasst!“ so der Trainer. Der TVB ließ sich trotzdem nicht mehr abschütteln und kämpfte sich wieder heran. Als Peer Wisst in der 47 Min. den Ball von außen im Bayrischen Tor versenkt, steht es 23:23.

„Dann machen wir wieder unnötige Fehler im Angriff“, hadert der Trainer. „Und das ist insofern ärgerlich, als dass wir in der 53 Min. beim Stand von 25:24 das Spiel noch drehen können. Klar, trifft uns noch eine unglückliche Zeitstrafe, aber wir müssen in so einer Situation ruhiger und sicherer agieren. Da war heute mehr drin“, zieht der Trainer Bilanz.

Zwar geht der TVB in der Schlussphase noch einmal volles Risiko, wird aber dafür nicht belohnt und so gewinnt der TSV Allach verdient, aber im Ergebnis zu hoch, mit 30:24.

Dennoch ist der Trainerstab zufrieden: „Mit der Leistung aus den beiden letzten Spielen, wären wir über die Runde gesehen, deutlich weiter vorn gelandet. Über weite Strecken haben wir das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Eine Entwicklung ist definitiv da. Das wir zwischendrin in entscheidenden Phasen mal den Faden verloren haben, müssen wir jetzt abstellen. Wir haben sehr gute Spieler in unseren Reihen und mit einer konstanteren Spielweise werden wir unsere Ziele für die Pokalrunde auch erreichen!“.

Viel Zeit für die Analyse bleibt allerdings nicht, da die Spieltage für die Pokalrunde bereits festgelegt sind. Laut aktuellen Spielplan des DHB findet die erste Partie bereits am 01.12. in Bittenfeld statt. Gegner wird voraussichtlich die HSG Konstanz sein.

Für den TVB am Ball: Hummel, Rothwein; Agner (4), Bosch, Foege (5), Fröschle, Hoffmann (3), Keim, Kusche (3), Maier (3/2), Nicolaus (4/1), Theurer, Wisst (2)

Unglückliche und unverdiente Niederlage!

JSG Neckar/Kocher – TV Bittenfeld 2                      23 – 21 (9 – 11)

Nach der deutlichen Niederlage in der Vorwoche wollte sich unser Team in Neckarsulm von seiner besseren Seite zeigen. Dieses Vorhaben konnten die Jungs sehr gut umsetzen. Doch leider mussten sie erkennen, dass nicht immer die bessere Mannschaft das Feld als Sieger verlässt.

Die Bittenfelder zeigten vom Anpfiff weg, dass man körperliche Überlegenheit durch spielerische Mittel wettmachen kann. Durch sehenswerte Spielhandlungen ging unser Team sofort mit 4-1 in Front. Die Gastgeber fanden in der erste Hälfte kaum Mittel, um diesen Rückstand zu verkürzen. Erst kurz vor der Pause kam die JSG auf zwei Tore heran.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel musste David nach einer Abwehraktion zum Entsetzen der Bittenfelder mit einer roten Karte das Feld verlassen. Da der TVB sonst überhaupt keine Zeitstrafe erhielt, fühlte sich diese Entscheidung etwas hart an. Bis zum 13-13 konnte der TVB diesen Rückschlag kompensieren, doch mit zunehmender Spieldauer machte sich die dünne Spielerdecke im Rückraum bemerkbar. Die Gastgeber setzten sich durch fünf Tore in Folge auf 13-18 ab und deren Fans begannen bereits den vermeintlichen Sieg zu bejubeln.

Die Blau-Weißen gaben getreu dem Motto „Play the game“ aber nicht auf und erzielten innerhalb von nur 75 Sekunden drei Tore (16-18). Die Schlussphase gehörte klar dem TVB und beim 20-21 kurz vor Schluss war ein Unentschieden zum Greifen nah. Doch die JSG rettete den knappen Sieg mit Glück doch noch ins Ziel.

Nach einer tollen spielerischen und kämpferischen Leistung musste an diesen Tag leider das bessere Team mit leeren Händen nach Hause fahren. Zum letzten Heimspiel 2019 empfängt unsere B2 am kommenden Sonntag die HSG Baar in der Gemeindehalle.

Das Team:

Dennis Stegemeyer (Tor), Noah Behling, David Martenka, Julian Stängle, Maximilian Zeisler, Rinor Haxhimehmeti, Robert Gierer, Roman Wildenauer, Luke Fritz, Liam Wilsdorf, Leon Fritz, Tim Metzger

U17 mit Problemen in Spitzenspielen!

SG Pforzheim/ Eutingen – TV Bittenfeld 1898 30:25

Die U17 des TV Bittenfeld unterliegt am vergangenen Sonntag verdient im Spitzenspiel gegen die SG Pforzheim/ Eutingen. Die Gäste müssen sich erneut in einem Spitzenspiel vorwerfen zu viele einfach Fehler produziert zu haben. Die Gastgeber spielten über 50 Minuten auf einem konstant hohen Niveau und zeigten den Young Boys vor allem in der Defensive welches Maß an Aggressivität in Spitzenspielen gefordert ist.

Zu Beginn der Partie fanden die Young Boys gut ins Spiel. Die Nervosität war auf beiden Seiten zu spüren. Die Führung wechselte zu Beginn immer wieder. Nach acht Minuten hatten die Gastgeber durch Silas Schneider auf 6:4 gestellt, fünf Minuten später stand es bereist 7:9 für die Young Boys. Bei den Gästen waren es zu Beginn oft noch individuelle Nachlässigkeiten, die der SG immer wieder zu guten Torchancen verhalf, überzeugte aus Seiten der Young Boys immer wieder Joe Traub durch Einzelaktionen. Zu selten kamen die Young Boys allerdings über schön herausgespielte Aktionen zum Torerfolg. Das Spiel blieb bis kurz vor der Halbzeit immer eng und keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen, bevor nach einem 4-1 Lauf der Hausherren beim 16:13 die Seiten gewechselt wurden.

Nach dem Seitenwechsel bekamen die Young Boys weiterhin keinen Zugriff auf den Gegner. Die SG überzeugte über sicher, diszipliniert und konsequent zu Ende getragene Angriffe. Die Young Boys konnten ihrerseits zu selten zu einfachen und gut herausgespielten Torgelegenheiten kommen, ließen sich jedoch nie hängen. Immer wieder verkürzten die Gäste auf zwei Tore, verpassten es aber immer wieder die Lücke weiter zu schließen um den Gegner weiter unter Druck zu setzen. Gegen Ende des Spiels konnte die SG sich dann weiter auf fünf Tore absetzen und diesen Vorsprung dann bis Ende des Spiels halten.

Die Young Boys müssen nun ihre Hausaufgaben gegen Konstanz und Echaz-Erms erledigen um dann frisch gestärkt in die Rückrunde starten zu können. Das Spiel zeigt wie eng und spannend die Liga dieses Jahr werden kann.

Es spielten: Joshua Scheiner (TW), Fabian Bauer (TW), Joe Traub (6), Dalio Uskok (4), Din Mekic, Nick Baumholz, Luca Mauch (4), Sören Winger, Paul Wennagel (2), Lasse Siebel (5), Finn Klein (2/2), Joey König (3) fffffff