Im Gespräch mit Nico Bacani

Wir haben mit dem 20-jährigen Rechtsaußen der zweiten Mannschaft gesprochen. Wie er auf die anstehende Aufstiegsrunde blickt und vieles mehr erfahrt ihr in diesem Interview. Am heutigen Samstagabend empfängt die zweite Mannschaft um 19:30 Uhr den TV Plochingen in der Bittenfelder Gemeindehalle.

Hallo Nico, Anfang März beginnt die Aufstiegsrunde, wie bewertest du eure Chancen auf den Aufstieg in die dritte Liga?

Die beiden Spiele gegen Köndringen und Baden-Baden sind für uns richtungsweisend gewesen. Da wir beide Partien für uns entscheiden konnten, stehen wir sehr gut da in der Tabelle. Mit nur zwei Minuspunkten mehr als die ersten Beiden ist noch alles möglich. Wenn wir zusammen als Team unsere Leistung abrufen können, haben wir gute Chancen.

Man trifft auf die HG Oftersheim/Schwetzingen, TV Plochingen, HC Neuenbürg 2000 und die HSG Ostfildern. Wie schätzt du die Gegner ein?

Mit Plochingen und Neuenbürg treffen auf wir auf zwei Teams, die wir aus den letzten Jahren kennen und noch eine Rechnung offen haben. Gegen Oftersheim und Ostfildern haben wir in den letzten Jahren nicht gespielt. Die Spiele werden auf jeden Fall nicht leichter als die bisherigen in der Runde. Wir bleiben allerdings bei uns und schauen, dass alle fit bleiben. Dann müssen wir uns auch vor keiner Mannschaft verstecken.

Was würdest du als die größte Stärke der Mannschaft bezeichnen? 

So simpel es auch klingen mag, dass wir eine Mannschaft sind. Sowohl auf als auch neben dem Feld verstehen wir uns einfach gut und dadurch spielen wir auf der Platte füreinander. Wir sind noch eine sehr junge Mannschaft, wo jeder Einzelne noch Ziele hat und etwas erreichen möchte. Jeder in der Mannschaft kennt zudem sehr gut seine Rolle.

Du warst in dieser Saison mehrfach im Kader der Bundesligamannschaft. Was ist das für ein Gefühl in der stärksten Liga der Welt aufzulaufen?

Das ist einfach unglaublich und es wird auch von Mal zu Mal nicht weniger besonders für mich. Ich bin dem Verein dankbar, dass ich das erleben darf und natürlich auch ein Stück weit stolz. Als Kind habe ich nicht mal daran gedacht, dass das in meiner Karriere als Handballer passieren wird. Es macht mir Spaß und Lust auf mehr.

Betrachtet man den Trainingsalltag der ersten und der zweiten Mannschaft. Worin liegt für dich der größte Unterschied?

Die Körperlichkeit in den Zweikämpfen ist größer, auch wenn sie mich als Rechtsaußen nicht so arg betrifft. Zudem ist die Ernsthaftigkeit während dem Training bei den Profis höher, da merkt man, dass es deren Beruf ist. Ebenso wie diszipliniert die Ansprachen des Trainers umgesetzt werden. Bei der zweiten Mannschaft kommt es eher mal vor, dass einer mit dem Kopf durch die Wand geht und einen Fehler macht. Dafür ist eine zweite Mannschaft aber auch da, um sich entwickeln und aus den Fehlern lernen zu können.

Daniel Sdunek wird neuer Torwarttrainer der U20/21-Nationalmannschaft des DHB

Mit unserem Torwarttrainer Daniel Sdunek bekommt das Trainerteam der U20/21-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes ein neues Gesicht dazu. Daniel Sdunek ist künftig als Torwarttrainer für die nächste Torwart-Generation des Deutschen Handballbundes zuständig.

Der 44-Jährige Sdunek ist Torwarttrainer des Bundesligateams des TVB Stuttgart, betreut die Torhüter der Leistungsteams ab der U15 aufwärts und spielte früher selbst aktiv für die WILD BOYS. Beim DHB tritt er die Nachfolge von Carsten Lichtlein an. Dieser hatte beim WM-Gewinn der U21 im vergangenen Sommer die Torhüter David Späth und Lasse Ludwig auf Top-Niveau gecoacht, steht zeitlich vorerst aber nicht mehr für DHB-Einsätze zur Verfügung.

Bereits im Herbst und Anfang diesen Jahres begleitete der Wahl-Schwabe die ersten Trainingseinheiten des DHB-Nachwuchses. Der nächste Lehrgang führt ihn ganz in die Nähe seiner Heimat: In Großbottwar treffen die Spieler der Jahrgänge 2004 und jünger am 14. März auf die Schweiz. 

„Ich freue mich riesig auf die Aufgabe sowie die Zusammenarbeit mit Martin Heuberger und Alexander Koke“, sagt Sdunek.

„Daniel ist uns bei der Torwarttrainer-Ausbildung aufgefallen. Seine Arbeit und unsere Ziele passen zusammen, so dass er für uns ein sehr guter Multiplikator werden kann“, erklärt Mattias Andersson, leitender Torwarttrainer des Deutschen Handballbundes. 

TVB-Geschäftsführer Jürgen Schweikardt freut sich über die Nachricht: „Wir sind natürlich stolz, dass Daniel seine Expertise jetzt auch beim DHB unter Beweis stellen darf. Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass wir mit unserem Konzept im gesamten Verein auf dem richtigen Weg sind, sowohl die Profis als auch junge Talente optimal zu fördern.“

„Ich habe uns heute über weite Strecken als besseres Team gesehen“

Die Stimmen zum Spiel nach der 33:30-Auswärtsniederlage bei der TSV Hannover-Burgdorf.

Michael Schweikardt: „Ich bin bedient. Wir sind nach den Leistungen der letzten Wochen mit sehr viel Selbstbewusstsein hierher gereist. Und wollten hier heute nachlegen, auch wenn uns bewusst war, dass das hier in Hannover schwer wird. Aber ich habe uns heute über weite Strecken als besseres Team gesehen. Daher bin ich genervt, dass es am Ende nicht gereicht hat. Das müssen wir nun akzeptieren. Der Knackpunkt war mit Sicherheit, dass wir in der zweiten Halbzeit das Zentrum unserer Abwehr nichtmehr schließen konnten. Daher verlieren wir die zweite Halbzeit mit 19 Gegentoren auch deutlich. Wie immer gilt es, daraus die Lehren zu ziehen und zu versuchen bald wieder an Punkte zu kommen.“

Christian Prokop: „Natürlich verstehe ich die Enttäuschung bei Michael. Denn wir haben einen sehr schwachen Start hingelegt. Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, nicht hinbekommen. Und das war von Anfang an die richtige Härte, Mentalität zu zeigen. Die ersten Tore fallen durch das Zentrum, wir sind immer wieder zu spät. Kai Häfner kann sich mit Würfen und Pässen zu Marino Marić austoben. Können wir vorbereiten, wie wir wollen – bekommen wir nicht umgesetzt. Vorne tun wir uns sehr schwer, Stuttgart ist sehr athletisch und schnell am verschieben. Es ist Wahnsinn wie die Stuttgarter unsere Kreisläufer verteidigen und dann kommen natürlich vier technische Fehler unter Frust unter Druck zustande. Sodass das ein sehr schwacher Start in Halbzeit eins war. Was die Mannschaft aber in Halbzeit zwei macht würdigt mir sehr viel Respekt ab. Es ist das dritte Spiel innerhalb von sechs Tagen, wir sind hier so im Rückstand gegen eine Mannschaft, die um jeden Punkt fightet. In einer Liga in der man mit dreiviertel Gas nichts erreicht. Angeführt von einem ganz starken Kapitän über einen Mittelmann, Marian, der seine Torgefahr wiederentdeckt und Kulesh, der sehr gute Abschlüsse findet, über einen Simon Gade der in den Schlussminuten ein paar weltklasse Paraden zeigt. So können wir das Spiel in den letzten Minuten verdientermaßen gewinnen, und schaffen es die Halle zum kochen zu bringen.“

Jorge Serrano: „Wir spielen anfangs gut, stehen mit plus vier und machen unser Spiel. Wir glauben an den Sieg. Am Ende des Spiels konnten wir unser Spiel nichtmehr abliefern und verlieren dieses Spiel in den letzten Minuten.“

Die WILD BOYS müssen sich nach hartem Kampf geschlagen geben

Am Donnerstag, den 29.02.2024, stand in Hannover das dritte Auswärtsspiel der WILD BOYS im Jahr 2024 an. Zu Gast war der TVB an diesem Donnerstag bei den Recken des TSV Hannover-Burgdorf. Nach fulminantem Beginn konnten die Stuttgarter die Halbzeitführung nicht über die Zeit bringen und verloren die Auswärtspartie am Ende mit 33:30.

Die erste Aktion des Spiels sowie die gesamte Anfangsphase gehörte den Gästen. Kai Häfner brachte er seine Mannschaft mit 5:1 in Führung und zwang Christian Prokop früh zur ersten Auszeit. Nach 14 gespielten Minuten netzte er wiederum zum 4:10, die höchste Führung des Spiels. Erst in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit fanden die Hausherren in die Partie und verkürzten Tor um Tor. Uladzislau Kulesh erzielte in der 30. Spielminute per wunderbarem Unterarmwurf das 14:16 für die Recken. Mit dem Pausenpfiff konnte Jorge Serrano, der am Spielende auf insgesamt sechs Treffer aus sechs Versuchen kam, den Halbzeitstand von 14:17 markieren.

Der Auftakt der zweiten Halbzeit gestaltete sich zunächst ausgeglichen und der TVB konnte die Führung behaupten. In der 38. Spielminute verkürzte Marius Steinhauser dann auf 18:19 und traf kurz darauf zum 19:19-Ausgleich. Mit dem Ausgleich folgte wenig später auch die erste Führung der Partie für die Gastgeber. Nach dem 21:20 durch Marian Michalczik war Gästetrainer Michael Schweikardt gezwungen, seine zweite Auszeit des Spiels zu nehmen. Diese zeigte Wirkung, im Anschluss verwandelt Daniel Fernandez auch seinen dritten 7-Meter zum 21:21. Nachdem die Führung in der Folge hin und her wechselte, schaffte es der TVB, sich nach 51 gespielten Minuten durch den Treffer von Marino Maric auf 29:27 etwas abzusetzen. Durch einen 3:0-Lauf der TSV Hannover-Burgdorf war das Spiel anschließend wieder komplett offen mit besserer Ausgangslage für das Heimteam. Simon Gade verhinderte mehrfach, dass der TVB nochmal ausgleichen konnte und vernagelte sein Tor regelrecht. Am Ende gewannen die Recken eine sehr umkämpfte Partie in Hannover am Ende mit 33:30.

Am Donnerstag, den 07.03.24, geht es für die WILD BOYS in der heimischen Porsche-Arena weiter. Dann ist der SC DHfK Leipzig zu Gast. Der kommende Heimspieltag des TVB Stuttgart hält ein besonderes Angebot für Azubis, Studierende und Absolvierende bereit. Beim ersten TVB-Karrieretag präsentieren sich zahlreiche regionale Unternehmen aus dem Netzwerk der WILD BOYS. Tickets für die Partie findet ihr hier:https://www.tvbstuttgart.de/tagestickets/.

Mit Aufwind versuchen bei den Recken zu rocken!

Für das nächste Auswärtsspiel geht es für unsere WILD BOYS erneut Richtung Norden. Genau eine Woche nach dem letzten Sieg ist der TVB Stuttgart zu Gast bei der TSV Hannover-Burgdorf.

Vor knapp drei Monaten standen sich die beiden Teams noch in der Porsche-Arena gegenüber und lieferten sich einen harten Kampf. Obwohl die Recken noch mit zwei Toren Vorsprung in die Pause gingen, konnte die Mannschaft von Michael Schweikardt die Partie am Ende mit 32:28 für sich entscheiden.

Am gestrigen Dienstag Abend waren die Gastgeber noch in der European League gegen die Rhein-Neckar Löwen gefordert. Zwei Tage später müssen sie nun schon wieder gegen die hoch motivierten Stuttgarter ran, die den ersten Auswärtssieg im Kalenderjahr 2024 einfahren wollen. Der TVB startet, dank drei gewonnener Heimspiele, auf Platz 11 in den 24. Spieltag der LIQUI MOLY HBL. Mit Platz 6 ist die TSV aber ein absolut ernstzunehmender Gegner, nachdem sie unter anderem gegen den SC Magdeburg siegen konnten. Seit drei Ligaspielen ungeschlagen, wollen die Recken nun die Niederlage aus der Hinrunde wieder gutmachen und sich mit einem Sieg in heimischer Arena revanchieren.

Das Team aus dem Schwabenland konnte sich nach dem Sieg vergangene Woche gegen die MT Melsungen zwar vorerst Luft im Abstiegskampf verschaffen, muss aber nach der Verletzung von Max Häfner mit einem weiterem Ausfall die Partie bestreiten. Mit dem 27-Jährigen Spielmacher fehlt nach Jonas Truchanovičius und Lukas Laube der nächste wichtige Spieler langfristig. Trotz einem stark dezimierten Kader ist die Hoffnung aber groß, etwas zählbares aus der niedersächsischen Hauptstadt mitnehmen zu können.

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TVB Stuttgart verpflichtet Jens Bürkle als neuen Jugendkoordinator und Mitglied der sportlichen Leitung

Der Handball-Bundesligist TVB Stuttgart gibt eine bedeutende Verstärkung für den gesamten Verein bekannt: Jens Bürkle, aktuell Trainer beim HBW Balingen-Weilstetten, wird ab der kommenden Saison als neuer Jugendkoordinator und Mitglied der sportlichen Leitung zum TVB stoßen.

Der mittlerweile 43-Jährige spielte in den Jahren 2001 und 2002 selbst aktiv für den TV Bittenfeld. Danach wechselte er zum Zweitligisten TV Kornwestheim. Ab 2005 war er beim Erstligisten HBW Balingen-Weilstetten unter Vertrag.

Nach seiner aktiven Karriere übernahm Sportwissenschaftler Bürkle 2012 den damaligen Drittligisten DJK Rimpar und führte die Wölfe direkt in die 2. Handball-Bundesliga. Nach zwei Auszeichnungen zum Trainer des Jahres in der 2. Liga folgte er dem Ruf der TSV Hannover-Burgdorf in die Beletage des deutschen Handballs. 2017 kehrte er zurück nach Balingen und konnte mit den Galliern von der Alb zwei Aufstiege feiern. In seiner bisherigen Trainerkarriere entwickelte er zahlreiche junge Talente zu gestandenen Bundesligaspielern.

In seiner neuen Rolle als Jugendkoordinator soll Bürkle im Team mit der gesamten Nachwuchsabteilung die Jugendarbeit der WILD BOYS auf ein noch höheres Niveau heben. Der TVB möchte mit dieser Personalentscheidung seine Position als eine der Top-Anlaufstellen für junge Talente aus der Region festigen und ausbauen.

Neben seinen Aufgaben im Jugendbereich wird Jens Bürkle auch wesentlich an den zukünftigen Kaderplanungen des Bundesliga-Teams der Stuttgarter beteiligt sein.

Jürgen Schweikardt, Geschäftsführer des TVB Stuttgart, äußert sich erfreut über die Verpflichtung von Jens Bürkle: „Wir sind sehr glücklich, einen so renommierten Fachmann von der Vision des TVB überzeugt zu haben. Mit Jens haben wir einen gestanden Bundesligatrainer verpflichtet, der unseren Verein mit seinem Know-how, seiner Erfahrung und seinem Netzwerk in verschiedenen Bereichen entscheidend voranbringen kann. Dass Jens dazu eine TVB-Vergangenheit hat, macht die Verpflichtung um so wertvoller für uns.“

„Der TVB Stuttgart besitzt in meinen Augen großes Potential, welches wir gemeinsam versuchen wollen auszuschöpfen. Die verschiedenen Tätigkeitsfelder geben mir die Möglichkeit, dem TVB bei seinen Entwicklungsschritten zu helfen, Talente zu entwickeln und Zukunft mitzugestalten. Dies ist etwas, was mich schon immer angetrieben hat. Dass ich diese langfristige Aufgabe in meiner Heimat angehen kann, freut mich ganz besonders.“, so Bürkle.

Nächster Schock für die WILD BOYS

Im gestrigen Heimspiel gegen die MT Melsungen ging Max Häfner in der 40. Spielminute mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden. Der erste Verdacht bestätigte sich heute Vormittag – Riss des vorderen Kreuzbandes. Häfner wird somit vorerst auf unbestimmte Zeit ausfallen.

Max Häfner hatte in dieser Saison bis dato 74 Treffer und 56 Assists zum Angriffsspiel der WILD BOYS beigetragen und leitete die Offensive. Durch diese Verletzung ist der 27-Jährige nach Jonas Truchanovičius und Lukas Laube der dritte Langzeitverletzte der Stuttgarter.

„Diese Verletzung trifft uns sehr. Max ist der Kopf unseres Angriffspiels und hat sich diese Saison zu einem absoluten Führungsspieler entwickelt. Es ist extrem bitter, dass wir nun die dritte Langzeitverletzung in einer Saison einstecken müssen. Im Vordergrund steht jetzt aber die Gesundheit von Max und wir werden ihn so gut es geht unterstützen, dass er so schnell wie möglich wieder zu seiner starken Form zurückkehren kann.“, so Geschäftsführer Jürgen Schweikardt.

„Das ist eine extrem bittere Nachricht für uns. Max hat sich im letzten halben Jahr super weiterentwickelt und zählt für mich mit den gezeigten Leistungen zu den Top 5 Spielmachern in der Liga. Wir hoffen jetzt auf eine komplikationslose Operation und eine schnelle Genesungszeit.“, sagt der Trainer der WILD BOYS, Michael Schweikardt.

„Die Punkte sind wichtig für uns“

Die Stimmen zum Spiel nach dem 33:31-Heimsieg über die MT Melsungen.

Michael Schweikardt: „Die Zuschauer haben heute ein sehr intensives Spiel gesehen. Dann kommt es aber zu der Intensität, die es braucht, um einen so guten Gegner zu schlagen. Wir haben in der ersten Halbzeit ein paar Probleme, stehen daher verdient in der Halbzeit minus zwei. Wir haben dann in der Halbzeitpause gesagt, dass wir noch eine Schippe drauflegen müssen. Das haben wir dann auch geschafft. Der Knackpunkt war wahrscheinlich, dass wir den zwei-Tore-Rückstand innerhalb von kurzer Zeit aufholen. Da habe ich nur noch Lob für meine Mannschaft übrig. Sieben gegen sechs und die 5:1-Verteidigung von Melsungen haben uns dann noch vor schwierige Aufgaben gestellt. Da haben wir dann auch weniger verteidigt. Vorne werden wir aber durch eine weltklasse Leistung von Kai Häfner getragen. Die Punkte sind wichtig für uns. Die weitere Verletzung ist aber wieder eine traurige Nachricht. Wir haben mit Jonas Truchanovičius und Lukas Laube zwei wichtige Spieler langfristig verletzt. Die erste Diagnos bei Max sieht auch nicht gut aus. Das tut mir für den Spieler sehr leid. Er hat eine tolle Entwicklung diese Saison gemacht und war gemeinsam mit Kai der Kopf der Mannschaft. So bin ich nach dem Spiel nicht nur glücklich über die 2 Punkte, sondern auch sehr traurig über die Verletzung von Max.“

Roberto Parrondo: „Wir sind sehr enttäuscht, dass wir heute ohne Punkte nach Hause fahren. Wir wussten, dass es in Stuttgart schwer wird, denn Stuttgart ist eine gute Mannschaft, die mit viel Intensität spielt. Wir spielen eine gute erste Halbzeit. Unser Problem waren die ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit. Zu diesem Zeitpunkt waren wir mit plus zwei Toren vorne und stehen nach vier Minuten bei minus zwei. Das war ein schlechter Zeitpunkt für uns, denn Stuttgart spielte in dem Moment mit mehr Intensität und wir konnten nicht mithalten.“

Adam Lönn: „Nach einer bisschen enttäuschenden ersten Halbzeit kommen wir voller Emotionen aus der Kabine. So können wir das Spiel in der zweiten Halbzeit vor heimischer Kulisse drehen.“

WILD BOYS ringen Melsungen nieder

Am heutigen Donnerstagabend empfingen die WILD BOYS die MT Melsungen in der Porsche-Arena. Nach dem Auswärtsspiel am vergangenen Sonntag gegen den THW Kiel stand damit das zweite Heimspiel in diesem Kalenderjahr auf dem Programm. Für Silvio Heinevetter, Marino Marić und Kai Häfner war dies eine besondere Begegnung, alle drei trugen in der Vergangenheit das Trikot der MT Melsungen. Nach einer überragenden zweiten Halbzeit bezwangen die Schwaben die Hessen mit 33:31.

Den 23. Spieltag in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga eröffnete Elvar Örn Jonnson mit einem Treffer für die Gäste. Den Hausherren fehlte in den Anfangsminuten offensiv die Durchschlagskraft, bis Marino Marić in der 5. Spielminute einen 7-Meter zog. Daniel Fernández verwandelte sicher und erzielte das erste Tor der WILD BOYS am heutigen Abend. Adrian Sipos markierte nach schönem Zuspiel von MT-Spielmacher Erik Balenciaga seinen ersten Treffer – 1:4 in der 9. Spielminute. Nun fand auch der TVB Stuttgart nach anfänglichen Schwierigkeiten in diese Partie, Kai Häfner ließ mit einer Körperfinte die Melsunger Abwehr aussteigen und verkürzte. Die im letzten Auswärtsspiel so erfolgreiche Kombination zwischen Spielmacher Max Häfner und Kreisläufer Marino Marić trug heute in der 13. Spielminute erstmals ihre Früchte. In der Abwehr standen die Hausherren nun kompakter und ließen kaum noch freie Würfe zu. Danis Kristopans überwand die Abwehr der Stuttgarter in der 17. Spielminute – 6:8. Doch die WILD BOYS blieben weiter dran und so wusste Kai Häfner seinen Kreisläufer Marino Marić in Szene zu setzen. Dieser erzielte bereits seinen dritten Treffer in der heutigen Partie und brachte den TVB Stuttgart an diesem Abend somit erstmals in Führung. Nach einem guten Block sendete Kai Häfner seinen Rechtsaußen Jorge Serrano auf die Reise, der souverän vollendete. In den Schlussminuten der ersten Halbzeit gelang es den Gästen, das Ruder noch einmal herumzureißen. Mit einem 3-Tore-Lauf zogen sie nach Toren von Julius Kühn und Danis Kristopans an den WILD BOYS vorbei. Mit einem 12:14-Rückstand aus Stuttgarter Sicht ging es in die Kabinen der Stuttgarter Porsche-Arena.

Die Hausherren starteten furios in den zweiten Spielabschnitt. Nach zwei schnellen Toren von Adam Lönn und Max Häfner war die Begegnung an diesem Donnerstagabend wieder ausgeglichen. Der TVB Stuttgart nahm den Fuß in dieser Anfangsphase nicht vom Gaspedal. Max Häfner traf per Tempogegenstoß und brachte die Schwaben erstmals zwei Tore in Front. In der 35. Spielminute führten die WILD BOYS mit 17:15 gegen die MT Melsungen. Eine Leistung war an diesem Abend besonders hervorzuheben, Adam Lönn erwischte einen Sahnetag. Mit einem Wurf in den Knick erzielte er bereits seinen siebten Treffer – 20:17 in der 39. Spielminute. Max Häfner musste in der 40. Spielminute das Spielfeld verletzungsbedingt verlassen, eine genaue Diagnose steht noch aus. Die Gäste zeigten sich ein wenig beeindruckt von dem starken Abwehrspiel des TVB Stuttgart in der zweiten Halbzeit. Dimitri Ignatow überwand Silvio Heinevetter von der Siebenmeterlinie und brachte die Hessen in Schlagdistanz. Der ehemalige Melsunger Kai Häfner nahm in der Folge das Zepter in die Hand und war nicht mehr zu stoppen. Mit drei Toren erspielte er dem TVB Stuttgart ein erneutes Polster für die Schlussminuten dieser Begegnung – 26:22 in der 48. Spielminute. Mit großem Kampf und großer Leidenschaft hielten die Stuttgarter dem Druck der MT stand. Einmal mehr war es Kai Häfner, der mit einer sensationellen Einzelaktion das nächste Tor am Abend erzielte. Mit weiteren Treffern von Patrick Zieker und Marino Marić bog der TVB Stuttgart schlussendlich auf die Siegerstraße am heutigen Abend. Daniel Fernández erzielte, ebenfalls wie das erste Tor der Stuttgarter, auch das letzte von der Siebenmeterlinie und machte den Heimsieg perfekt. Somit stand ein 33:31-Heimsieg auf der Anzeigetafel in der Stuttgarter Porsche-Arena.

In zwei Wochen steht das nächste Heimspiel gegen den SC DHfK Leipzig auf dem Programm. Die WILD BOYS freuen sich auf eure lautstarke Unterstützung. Tickets für die Partie gibt es hier.

Ambitionierte Melsunger zu Gast in Stuttgart

Nach dem offensiven Feuerwerk gegen den THW Kiel empfängt der TVB zum zweiten Heimspiel des Monats die MT Melsungen. Die Mannschaft von Cheftrainer Roberto García Parrondo schloss die abgelaufene Spielzeit auf dem neunten Tabellenplatz ab. Die Stuttgarter hatten im Hinspiel in der Rothenbach-Halle keine Chance und verloren mit 27:35. Das Team aus Hessen zeigt sich in dieser Saison stark verbessert und viel konstanter zu vergangenen Saisons und kommt damit dem Ziel der europäischen Startplätze näher.

In das Kalenderjahr 2024 startete die MT Melsungen mit einer 15-Tore Auswärtsniederlage beim SC Magdeburg, während man sich im Hinspiel noch Unentschieden erkämpfte. Beim Heimspiel gegen den Bergischen HC konnten sich die Hessen erst ab der 50. Minute absetzen und 2 Punkte sichern. Das Team erreichte mit einem knappen Sieg über den Zweitligisten TuS N-Lübbecke das Final4 des DHB-Pokals. Im Halbfinale trifft die MT auf die Mannschaft  der  SG Flensburg-Handewitt, bei denen die Melsunger im Dezember noch deutlich unterlagen.

Mit Timo Kastening verfügt die MT Melsungen über einen treffsicheren Rechtsaußen und souveränen 7-Meter-Torschützen zugleich. Nach 21 absolvierten Spielen weist der deutsche Nationalspieler bereits 110 Tore auf und kann mit einer aktuellen Wurfquote von über 75% glänzen. Leider verletzte sich der Rückraumrechte Ivan Martinović bei der Europameisterschaft im Januar. Der 26-jährige Rückraumrechte stellte in dieser Saison schon häufiger unter Beweis, über welche Qualitäten er vor allem im Angriff verfügt. Mit Adrián Sipos und Rogerio Moraes Ferreira stellen die Hessen zudem eine sehr gute Abwehr. Torwart Nebojša Simić ließ den ein oder anderen Gegner in dieser Saison auch schon verzweifeln und hat massiven Anteil am guten Tabellenplatz der MT. Die Partie gegen die MT Melsungen wird donnerstags um 19 Uhr angepfiffen.

Tickets für die Partie gibt es unter www.tvbstuttgart.de/tagestickets.

Alle Spiele der LIQUI MOLY HBL gibt es live bei Dyn. Sicher dir hier dein Abo.