Trainerinterview mit Frank Carstens

Gästetrainer Frank Carstens hat sich vor der Partie gegen den GWD Minden am 02. Dezember 2021 unseren Fragen gestellt.

Herr Carstens, gewonnene Punkte entscheiden am Ende einer Saison über den Klassenerhalt oder den Abstieg. Abgesehen von den bisher nur zwei gewonnenen Punkten Ihres Teams, wie haben Sie die sportlichen Leistungen Ihrer Mannschaft in dieser Saison bisher gesehen?

Wir haben sehr lange gebraucht, um in der Bundesliga anzukommen und Bundesliga-Handball zu spielen. Erst mit dem Spiel in Kiel sind wir sozusagen aufgewacht und haben gemerkt, was wir tun müssen, um in dieser Liga an Bälle zu kommen und Tore zu erzielen. In der Folge wurden unsere Leistungen besser, wobei wir mit der Heimniederlage gegen Lübbecke noch einen herben Rückschlag hinnehmen mussten. Insgesamt ist unser Thema die Eingespieltheit, an der wir jeden Tag im Training hart arbeiten müssen und letztendlich brauchen wir Erfolgserlebnisse, um unsere Arbeit weiter zu befeuern.

Die hohe Anzahl eigener Fehler wurde nach den Niederlagen zuletzt als ein wichtiger Grund angeführt. Wie versuchen Sie die Fehleranzahl gemeinsam mit Ihrem Team zu reduzieren?

Dies gilt vor allem für die letzten beiden Spiele. Davor war die Anzahl leichter Fehler ganz in Ordnung. Wir versuchen zunächst die Gründe für diese unerzwungenen Fehler zu analysieren, um dann Maßnahmen im Training zu ergreifen. Insgesamt ist unser Thema die Eingespieltheit. Überall, wo Automatismen bei uns bereits greifen und unser Grundspiel funktioniert, sind wir konkurrenzfähig und an den Stellen, wo wir improvisieren müssen, da wird es schwierig für uns. Dadurch, dass wir unsere komplette Rückraumreihe des letzten Jahres ausgetauscht haben, brauchen wir einfach Zeit.

Auch die Spiele der WILD BOYS waren bisher teilweise durch viele eigene Fehler gekennzeichnet. Welcher Faktor wird gegen den TVB entscheidend sein – ist es der, weniger leichte Fehler als der Gegner zu machen?

Es ist im Handball häufig so, dass man weniger leichte Fehler als der Gegner machen muss. Denn wer leichte Fehler macht, bekommt in der Regel viele Gegenstoß-Gegentore und damit hat man es schwer zu gewinnen. In der Regel versuchen wir uns jedoch nicht zu viel mit Fehlern zu befassen, sondern uns auf das zu konzentrieren, was wir tun wollen. Hier geht es darum, unser Grundspiel durchzubringen und zu erweitern, damit wir für unterschiedliche Situationen in der Zukunft besser gewappnet sind. Wir hatten bereits gute Phasen, in die auch der Sieg in Melsungen gefallen ist. An diese Phasen müssen wir nun schnellstmöglich wieder anknüpfen.

Beide Aufsteiger, speziell Hamburg, haben bereits Ausrufezeichen gesetzt. Wie sehen Sie in dieser Saison den Kampf um den Klassenerhalt am Tabellenende mit Minden, Stuttgart, Balingen, Lübbecke und Hannover?

Für uns ist die Situation knallhart. Wir sind aktuell hinten dran und müssen sicher von allen Teams am meisten lernen. Lübbecke zum Beispiel hat den Vorteil von einigen Erfolgserlebnissen, die natürlich Kräfte frei setzen. Das ist der entscheidende Faktor und da müssen wir auch hinkommen. Dann bin ich davon überzeugt, dass wir vom Grundniveau die anderen Teams erreichen können, wobei es natürlich mit jedem Punktgewinn der anderen und mit der länger laufenden Saison schwieriger wird. Es ist ein harter Kampf am Tabellenende und es war mir vor der Saison klar, dass dies ein sehr schweres Jahr für uns werden wird.

Auf der GWD-Homepage ist zu lesen, dass Sie versuchen, den Kader noch zu verstärken. Wie schwer ist es in dieser Phase der Saison, eine sportliche Verstärkung auf dem Markt zu finden und für wie sinnvoll halten Sie Verpflichtungen innerhalb der Saison?

Die Schwierigkeit liegt exakt an diesem Punkt, jemanden zu finden, der einen wirklich weiter bringt. Wir haben da in der letzten Saison mit Maximilian Janke und Miro Schluroff Glück gehabt und unseren Kader gut ergänzt. In unserer Situation diese Saison brauchen wir richtige Verstärkungen, welche deutlich schwieriger zu finden sind, zumindest bis jetzt.

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