Saisonwechsel aus medizinischer Sicht

Nach dem Saisonende ist auch an der Zeit, aus medizinischer Sicht zurückzuschauen und ein Fazit zu ziehen. Es war eine durch die Coronapandemie geprägte besondere Saison. Dazu kam es durch die Regelung der abgebrochenen, letzten Saison eine um vier Spiele verlängerte Runde. Sprechen wir mit dem medizinischen Team der Sportklinik Stuttgart über die beendende Saison. 

Es war eine lange Saison, wie sieht der Rückblick aus medizinischer Sicht auf die auslaufende Saison aus? 

Priv.-Doz. Dr. med. Frieder Mauch: Es war und ist tatsächlich eine lange Saison. Leider blieben wir von schwereren Verletzungen und längeren Ausfallzeiten dieses Jahr nicht verschont. Umso mehr freut es, dass die meisten Spieler im Verlauf alle wieder fit wurden und wieder ins Spielgeschehen eingreifen konnten. Auch die Langzeitverletzten kamen wieder zurück ins Spiel oder sind auf einem sehr guten Weg zurück zur Einsatzfähigkeit.

Wie sieht so ein Rehaprozess nach einer Verletzung aus?

Markus Neumann: Im Verlauf des Rehabilitationsprozesses durchläuft der Spieler verschiedene Phasen: Begonnen wird mit einer Schonungs- und Ruhephase. Dann wird die Aktivität nach und nach gesteigert bis dann wieder sportartspezifisch trainiert werden kann. Die Rückkehr ins Mannschaftstraining und zur Spielfähigkeit steht dann am Ende dieses Prozesses. Die Dauer der einzelnen Phasen richtet sich nach Schwere und Art der Verletzung.

Wie werden die Spieler in diesem Prozess betreut?

Markus Neumann: Die Hauptarbeiten in dieser Phase liegen meist auf Seiten der physiotherapeutischen Abteilung. Bei Verletzungen mit hohem Betreuungsaufwand wird Frank Jakschitz dann durch die physiotherapeutische Abteilung der Sportklinik oder die Physiotherapiepraxis Primus unterstützt. Diese Arbeit der Physiotherapeuten wird durch regelmäßige Verlaufskontrollen und ggf. ergänzenden Maßnahmen durch uns begleitet und in Rücksprache mit den Kollegen koordiniert.

Wie sieht der Saisonabschluss für einen Teamarzt aus?

Priv.-Doz. Dr. med. Frieder Mauch: In dieser Saison gilt es erstmal „Danke“ zu sagen im Namen des gesamten medizinischen Teams. Mit Jürgen Schweikardt und Karsten Schäfer hatten wir die letzten Jahre ein Trainerteam, mit dem es stets eine super Zusammenarbeit gab. Es gab von Seiten der Trainer stets ein offenes Ohr bei Problemen und ein hohes Verständnis für medizinische Belange und Notwendigkeiten. Außerdem auffallend, die wenigen überlastungsbedingten Verletzungen durch eine gute Trainingssteuerung über die letzten Jahre. Außerdem verlässt uns Dr. Andreas Gild aus privaten Gründen zum Ende der Saison, auch ihm gilt von meiner Seite Dank für den Einsatz und das Engagement in den letzten Jahren. Dann geht es auch um die Aufarbeitung der Saison. Das heißt, es müssen alle kleineren und größeren Verletzungen und Wehwehchen auskuriert und therapiert werden. Dann werden wir uns als Team zusammensetzen und die Statistik der Verletzungen der letzten Saison anschauen und überprüfen, ob es bestimmte Verletzungen gehäuft gab und, ob es eine Möglichkeit gibt, diese in der kommenden Saison zu verhindern.

Geben Sie uns noch einen Ausblick auf die medizinische Saisonvorbereitung.

Markus Neumann: Nach einem ersten Austausch vor wenigen Wochen freuen wir uns jetzt darauf, das neue Trainerteam um Roi Sánchez näher kennenzulernen und die Arbeit mit dem neu formierten Team zu starten. Ansonsten beinhaltet die Saisonvorbereitung einen medizinischen Check für alle Spieler. Sowohl die Neuverpflichtungen als auch die etablierten Spieler müssen sich jedes Jahr vor Saisonbeginn einer gründlichen Untersuchung unterziehen. Danach steigt dann die Vorfreude auf die neue und hoffentlich verletzungsfreie Saison.

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