TVB will Punktekonto gegen Wetzlar aufbessern

Die SG Flensburg-Handewitt strebt mit Macht der Meisterschaft in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga entgegen. Auch der SC Magdeburg, der zuvor in 20 Pflichtspielen ungeschlagen geblieben war, musste sich der Klasse dieser Mannschaft beugen. Und das, obwohl der Spitzenreiter schon früh auf Spielmacher Jim Gottfridsson, der die rote Karte sah, verzichten musste. Was sich eigentlich zum Nachteil für den Tabellenführer entwickeln sollte, wurde aber zum Vorteil für den Meisterschaftsaspiranten. „Die rote Karte für Jim Gottfridsson hat uns total aus dem Konzept gebracht“, gestand Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert hinterher. So gewann die SG Flensburg-Handewitt am Ende mit 29:32 in der GETEC Arena.

Auch der Tabellenzweite THW Kiel gab sich am vergangenen Wochenende keine Blöße und siegte gegen die arg dezimierten WILD BOYS mit 33:28. Dennoch zeigte sich Trainer Jürgen Schweikardt mit der Leistung seines Teams an der Ostsee sehr zufrieden. Der Coach des TVB Stuttgart musste auf Nationaltorhüter Johannes „Jogi“ Bitter, der sich kurzfristig einer Meniskusoperation unterziehen musste und damit rund vier Wochen nicht zur Verfügung steht, verzichten. Länger fällt dagegen Rudolf Faluvégi aus, der sich im Heimspiel gegen den SC Magdeburg einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Er wird dem TVB damit definitiv nicht mehr zur Verfügung stehen. Wann Adam Lönn, Tim Wieling und der in Kiel ebenfalls nicht einsetzbare Sascha Pfattheicher wieder spielen können, steht noch nicht fest. Trotz dieser Hiobsbotschaften konnten die WILD BOYS in der Wunderino Arena hervorragend mithalten, hatten in der 26. Minute die Kieler Führung egalisiert und Sky-Kommentator Petrzika lobte: „Eklig, unangenehm, effektiv und leidenschaftlich.“ Zur Halbzeit war der klare Favorit nur mit 16:15 vorn. Als die Kieler nach Wiederanpfiff schnell auf 22:19 stellten, schien die Partie ihren erwarteten Weg zu gehen. Der TVB Stuttgart kämpfte sich aber mit beeindruckender Moral wieder auf 27:26 heran und so bedurfte es in der Schlussphase zweier Glanzparaden von weltklasse Torhüter Niklas Landin, um die WILD BOYS endgültig in die Schranken zu weisen.

Auch im Heimspiel gegen den SC Magdeburg war der Gastgeber nicht so viel schlechter, als es das 22:32 aussagt, was auch Handball-Ikone Heiner Brand als Sky-Co-Kommentator bestätigte. Aber ein in großer Form aufspielender SCM-Schlussmann Yannick Green vereitelte ein ums andere Mal die sehr gut herausgespielten Möglichkeiten der WILD BOYS. „Die Chancen sind da“, meinte auch Markus Götz am Sky-Mikrofon. Und auch Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert räumte hinterher ein: „Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen.“ Dennoch ärgerte sich TVB-Coach Jürgen Schweikardt: „Wir haben zehn freie Möglichkeiten nicht genutzt. Das muss definitiv besser werden.“

Und das möglichst im jetzigen Heimspiel am Sonntag, 11.04.2021, gegen die HSG Wetzlar, die nach ihrem 34:32-Erfolg gegen die viertplatzierten Rhein-Neckar Löwen mit ganz breiter Brust anreisen. Besonders beachten müssen die WILD BOYS dabei den ausgezeichneten Rückraum der Mannschaft des zum Saisonende scheidenden Trainers Kai Wandschneider. Stefan Cavor, Lenny Rubin, Magnus Frederiksen, Ivan Sršen und Olle Forsell stellten die Löwen-Abwehr im Zusammenspiel mit Kreisläufer Anton Lindskog immer wieder vor unlösbare Probleme. Dabei sind die HSG-Spieler besonders im „Eins-gegen-Eins“-Verhalten ausgezeichnet geschult. Auch auf der Torhüter-Position hat Torwarttrainer Jasmin Camdzic bei Till Klimpke ganze Arbeit geleistet. Der Schlussmann der HSG steht bei Bundestrainer Alfred Gislasson auf der Liste. Daneben glänzt Linksaußen Maximilian Holst von der Siebenmeter-Linie und bei Tempogegenstößen. Besonders gefährlich sind die Mittelhessen mit ihrer zweiten Welle und den Kreisanspielen.

„Gegen die HSG Wetzlar muss besonders unsere Abwehr gut stehen“, warnt daher auch TVB-Trainer Jürgen Schweikardt. Er hofft insbesondere auf das Mitwirken von Sascha Pfattheicher, der sich in Kiel beim Aufwärmen verletzte, und Rückraumspieler Adam Lönn. Ansonsten müssten eben die anderen im Rückraum eingesetzten Akteure, insbesondere der in Kiel gut auftrumpfende Dominik Weiß, Verantwortung übernehmen und für die nötigen Tore sorgen. Ein Erfolg der WILD BOYS wäre für deren Selbstvertrauen und das Punktekonto gut, zumal sich die auf den hinteren Rängen befindenden Teams kräftig punkten. TUSEM Essen bezwang GWD Minden mit einer beindruckenden Vorstellung mit 29:20, wobei besonders die Abwehr des Traditionsvereins aus dem Ruhrgebiet dominierte. Einen Kantersieg fuhr auch der HBW Balingen-Weilstetten ein, der sich gegen die HSG Nordhorn-Lingen mit 35:24 durchsetzte. Ganz spannend ging es hingegen im Spiel der Göppinger gegen die Füchse Berlin zu. FRISCH AUF! gewann mit 25:24, wobei der vermeintliche Berliner Ausgleich erst nach der Schlusssirene fiel. Wermutstropfen für das Team aus dem Filstal ist sicherlich die erneute Verletzung von Sebastian Heymann, der sich zuletzt in ausgezeichneter Verfassung präsentierte.

„Wir wollen noch Spiele gewinnen“, sagte TVB-Torhüter Johannes „Jogi“ Bitter nach der Niederlage gegen den SC Magdeburg. Am besten seine Mannschaftskameraden beginnen gleich am Sonntag gegen Wetzlar damit.

Freuen Sie sich auf ein spannendes und faires Handballspiel.

Quelle: Joachim Gröser, Bildquelle: Oliver Vogler 

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