„Wir müssen als Team richtig Gas geben“ – Patrick Zieker im Gespräch

Nach dem Trainingslager Anfang Juli sind die WILD BOYS zurück in Stuttgart und bereiten sich derzeit in der SCHARRena auf die Saison 2020/21 vor. Nationalspieler Patrick Zieker spricht im Interview über die anstehende Spielzeit, in der er sich mit Alexander Schulze die Position auf der linken Außenbahn teilen wird. Welche Ziele der letztjährige Toptorschütze des TVB hat und wie er den diesjährigen Kader des TVB einschätzt, erzählt er im Interview.

Hallo Patrick, welche Eindrücke hast du aus dem Trainingslager und den ersten Trainingseinheiten hier in Stuttgart gewonnen?

Alle Jungs waren in der freien Zeit sehr fleißig. Der Trainingsschwerpunkt konnte mal etwas anders gesetzt werden. Wir haben einige Spieler dabei, die, gerade was die Maximalkraft angeht, richtig Muskeln aufgebaut haben. Das ist während der Saison sonst relativ schwierig, weil es der Zeitplan da meist nicht zulässt, den Fokus darauf zu legen. Wir alle haben diese Zeit sehr gut genutzt und auch im Trainingslager mit vielen athletischen Einheiten eine ganz gute Basis geschaffen, um so jetzt optimal auch in die handballspezifische Vorbereitung zu gehen, ohne bei null anfangen zu müssen.

Wie schätzt du den diesjährigen Kader des TVB Stuttgart ein?

Wir hatten in diesem Jahr gar keine so großen Veränderungen als noch in der vergangenen Saison. Ich glaube bei Primoz wird es überhaupt keine Probleme geben, da er keine allzu lange Vorbereitungs- und Eingewöhnungszeit braucht. Er hat einfach schon so lange in der Liga gespielt und wird aufgrund seiner Erfahrung sicherlich auf den Punkt da sein. Bei den beiden im rechten Rückraum wird man sehen, wie es läuft. Wir haben mit David definitiv einen wichtigen Spieler verloren. Er hat wirklich sehr viele wichtige Akzente gesetzt. Ich glaube aber, dass Jerome bei den Eulen auch schon gezeigt hat, dass er eine wichtige Rolle einnehmen kann und auch Viggó hat schon gezeigt, was in ihm steckt. Daher glaube ich, dass wir da ein starkes Gespann auf dieser Position haben. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das sehr gut passen wird und wir da keine Probleme haben werden.

Nun zu dir persönlich – welches Ziel hast du dir für die nächste Saison gesteckt?

Für mich ist die neue Saison gefühlt immer noch ziemlich weit weg, vor allem auf der emotionalen Ebene. Gerade ist es einfach nur toll, dass es jetzt endlich losgegangen ist und dass man wieder trainieren kann. Ich denke mein persönliches Ziel ist es, immer meine eigene Leistung konstant abzurufen, effektiver zu werden und an die Leistung der letzten Saison anzuknüpfen. Ein ganz großes Ziel ist es für mich natürlich, vielleicht auch weiterhin ein Teil der Nationalmannschaft zu sein. Aber wie schon gesagt, ich freue mich, dass man jetzt erst einmal wieder etwas in den Alltag reinkommen kann. Wenn man wieder ein Gefühl für den Ball hat und die Saison näher rückt, dann beschäftigt man sich auch intensiver mit den Zielsetzungen.

Letztes Jahr bist du erstmals für die Nationalmannschaft aufgelaufen. Der neue Bundestrainer Alfred Gislason hat dich dann auch zum ersten Lehrgang nach der EM berufen. Inwiefern ist das Thema Nationalmannschaft für dich aktuell im Hinterkopf?

Gefühlt ist das auch noch ziemlich weit weg, weil die Corona-Pandemie alles durcheinander gewürfelt hat. Der Saisonstart ist jetzt auf den 1. Oktober angesetzt und wir hoffen auch, dass es dabei bleibt. Bei der Nationalmannschaft ist noch gar nicht sicher, wann es wieder weiter gehen kann. Daher ist für mich das Thema Nationalmannschaft im Moment noch relativ weit weg. Jeder versucht erst einmal die Konzentration auf den eigenen Verein zu legen, in der Hoffnung, dass es da dann bald wieder los geht – am besten natürlich auch mit Zuschauern. 

Du hast es eben erwähnt, in der Liga wird der Ball ab Anfang Oktober wieder fliegen. Auf Grund des Saisonabbruchs gab es keine Absteiger in der vergangenen Saison. Dafür wird es am Ende Spielzeit 20/21 gleich vier Absteiger geben. Inwiefern verändert das den Kampf gegen den Abstieg?

Wir hatten das ja bereits vor ein paar Jahren schon einmal, als auch 20 Mannschaften in der Liga waren. Man schon deutlich gemerkt, wie sehr sich das auf den Abstiegskampf auswirkt. Es sind dadurch natürlich auch ein paar mehr Teams im Abstiegskampf involviert. Mit Sicherheit wird das sehr hart und wir müssen als Team richtig Gas geben. Wichtig wird es sein, dass wir unsere Vorbereitung und auch das anschließende Training richtig durchziehen, damit wir dann als Team in eine sicherlich sehr interessante und lange Saison gehen können.

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