Wiedergutmachung ist angesagt im letzten Spiel

Das hat gesessen: Bei der 19:32-Pleite in Hannover am zweiten Weihnachtsfeiertag hat der Handball-Erstligist TVB Stuttgart nahezu alles vermissen lassen, was ihn zuletzt ausgezeichnet hatte: Kampfkraft, Körpersprache, Überzeugung und spielerische Klasse. Im finalen Spiel 2019 an diesem Sonntag (13.30 Uhr) gegen die Füchse Berlin möchte der TVB vor den 6211 Fans in der ausverkauften Porsche-Arena wieder ein anderes Gesicht zeigen. „Das darf uns nicht noch einmal passieren“, sagt der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt.

Zufrieden lehnte sich Sven-Sören Christophersen bei der Pressekonferenz nach dem 32:19-Sieg seiner TSV Hannover-Burgdorf gegen den TVB Stuttgart zurück – und fand doch ein Haar in der Suppe. „In der ersten Halbzeit hätte unser Vorsprung nach dem Spielverlauf viel höher sein müssen“, sagte der Sportliche Leiter.

Der Trainer des TVB Stuttgart – und die Statistik – zeichnen jedoch ein anderes Bild: „Zur Pause hätte es unentschieden stehen müssen“, sagt Jürgen Schweikardt am Tag nach der Pleite. Allein sechs vergebene freie Chancen zählte der Coach bis dahin. Hinzugekommen seien unzählige schlechte, unvorbereitete und mit zu wenig Wucht abgeschlossene Würfe. „Ich kann mich auch an kein Spiel erinnern, in dem ein Torhüter 25 Bälle gehalten hat.“ So viele entschärfte Urban Lesjak binnen 60 Minuten. Besonders verheerend war die Ausbeute des TVB aus dem Rückraum: Von 36 Würfen fanden lediglich zehn den Weg ins Tor, allein siebenmal war David Schmidt erfolgreich.

„Wir müssen uns vorwerfen lassen, dass wir nicht hundertprozentig da waren, da kann ich keinen Spieler ausnehmen“, so Schweikardt. „Außerdem haben wir hinten raus zu schnell resigniert. Das sind Eigenschaften, die wir in den vergangenen Wochen nicht gezeigt haben.“ Möglicherweise haben die Stuttgarter auch eine große Möglichkeit ausgelassen, die nächsten Bonuspunkte einzusammeln. Schließlich wirkte der Tabellenzweite lange Zeit nicht souverän. Darüber möchte sich Schweikardt aber keine Gedanken machen. „Das ist spekulativ, Hannover musste ja gar nicht alles zeigen.“

Außer Frage steht, dass sich der TVB im finalen Spiel in diesem Kalenderjahr anders präsentieren muss. Erstens, um die 6000 Fans nicht zu enttäuschen. Zweitens, weil das Team jeden Punkt dringend benötigt in dieser so engen Saison. Sollte der TVB gegen den Tabellensechsten aus Berlin verlieren, könnte sich der Abstand auf die Abstiegsränge auf zwei Punkte verringern. Der Vorletzte Eulen Ludwigshafen hat im Heimspiel gegen FA Göppingen gute Chancen auf den vierten Saisonsieg.

„Natürlich sind wir gegen die Füchse klarer Außenseiter“, sagt Schweikardt. „Aber wir haben nichts zu verschenken.“ Individuell seien die Füchse, die nur vier Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze haben, sehr gut besetzt. Im Rückraum beispielsweise mit den deutschen Nationalspielern Fabian Wiede und Paul Drux oder auch auf rechtsaußen mit dem dänischen Weltmeister Hans Lindberg. „Wie in den meisten Spielen müssen wir das übers Kollektiv regeln“, sagt Schweikardt.

Nicht mithelfen kann Adam Lönn (Schulterverletzung). Bei Sascha Pfattheicher (Sprunggelenksverletzung) dagegen besteht Hoffnung auf einen Einsatz.

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Das Spiel zwischen dem TVB und den Füchsen ist mit 6211 Zuschauern ausverkauft.

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