Der TVB nimmt die ersten beiden Hürden

TVB – HSC Coburg 29:24 (15:13).

Die auf dem Papier schwierigere Aufgabe wartete auf den TVB im „Halbfinale“ gegen den Vorjahres-Dritten der 2. Liga, den HSC Coburg. Bevor das Team von Jürgen Schweikardt am Samstag auf die Platte ging, feierte der Bruder des TVB-Trainers sein Pflichtspiel-Debüt als Coach: Michael Schweikardt, seit dieser Saison beim Drittligisten TSB Heilbronn-Horkheim verantwortlich, musste heftig zittern: Erst in der Verlängerung zwang sein Team den Regionalligisten BTB Aachen mit 34:33 in die Knie. Die Vorlage zum Bruder-Duell am Sonntag war also geliefert.

Wenig Respekt vor dem Erstligisten zeigte der ambitionierte HSC Coburg. Der TVB musste improvisieren, trat die Reise nach Aachen mit nur vier Rückraumspielern an – alle drei Rechtshänder. Es dauerte elf Minuten bis zur ersten Stuttgarter Führung: Sascha Pfattheicher traf zum 8:7. Zu Beginn setzte Dominik Weiß die Akzente, Torhüter Johannes Bitter war schnell auf Betriebstemperatur und avancierte zum zuverlässigen Rückhalt seines Teams. Jürgen Schweikardt wechselte munter durch, im rechten Rückraum kam zunächst der Isländer Elvar Asgeirsson zum Einsatz. Erst gegen Ende der ersten 30 Minuten setzte sich Stuttgart leicht ab zum 15:12, zur Pause führte es mit 15:13. Erfreulich war, dass Samuel Röthlisberger sein Comeback feierte.

Im zweiten Spielabschnitt rückte Pfattheicher auf die rechte Rückraumposition und Tim Wieling auf die rechte Außenbahn. Der TVB gewann mit zunehmender Spieldauer an Sicherheit, wenngleich sich noch etliche Fehler einschlichen. Die Führung gab der TVB nicht mehr ab, bis zur 40. Minute blieb Coburg meist auf zwei Tore dran. Die Vorentscheidung war gefallen, nachdem der TVB vom 23:20 auf 26:20 davongezogen war (45.). Stuttgart hatte die Partie nun im Griff, nach Wielings Kontertor zum 27:21 (53.) war die Partie durch – zumal Bitter sein hohes Niveau hielt. Am Ende feierte der TVB den verdienten 29:24-Sieg.

TVB Stuttgart: Bitter, Lehmann, Häfner (4), Asgeirsson (1), Weiß (4), Späth, Lönn (3), Röthlisberger, Zieker (7/3), Pfattheicher (6), Pesevski (1), Wieling (3), Maier.

TVB – TSB Heilbronn-Horkheim 31:27 (14:11).

Im zweiten Spiel am Sonntag gegen den Drittligisten TSB Heilbronn-Horkheim musste der TVB auch noch auf seinen erkrankten Spielmacher Max Häfner verzichten. Diese Schwächung war dem Erstligisten deutlich anzumerken, es ruckelte über 60 Minuten hinweg gewaltig in der Spielsteuerung. Die Abwehr vor dem zunächst starken Jogi Bitter – er hielt in den ersten 30 Minuten acht Würfe der frech aufspielenden Horkheimer – und der treffsichere Linksaußen Patrick Zieker waren die Garanten für die 14:11-Pausenführung des TVB.

Nach dem schnellen 4:1 des TVB kämpfte sich der Außenseiter heran. Der junge Korber Nick Fröhlich sorgte beim 6:5 (15.) für die erste Führung der Horkheimer, die fortan munter mitspielten und TVB-Konzentrationsschwächen rigoros ausnutzten. Als sich aber auch der Drittligist den einen oder anderen Fehler zu viel erlaubte, holte sich der TVB den Vorteil zurück und lag nach 25 Minuten mit 11:8 vorne. Dieses Polster hielt er bis zum 14:11-Halbzeitstand.

Nach Wiederanpfiff sah es so aus, als ob der Favorit das Spiel nun dominieren würde. Mit seinem achten Treffer überlistete Patrick Zieker den guten Heilbronner Torhüter Yannick Hölzl zum 18:13 (35.). Nach dem Tor des im zweiten Spielabschnitt sehr starken Adam Lönn zum 20:15 (40.) stellte der Horkheimer Trainer Michael Schweikardt seine Abwehr offensiver ein.

Es dauerte ein bisschen, bis diese Maßnahme fruchtete – aber nach Lönns achtem Tor zum 26:20 (46.) kam der TVB gehörig ins Schwimmen. Die Abwehr wirkte unkonzentriert, Bitter kam kaum noch an den Ball. Und vorne fehlten die Struktur und das Tempo. Horkheim kämpfte sich sechs Minuten vor dem Ende mit einem Siebenmeter des Ex-Bittenfelders Pierre Freudl auf 27:28 heran, der Außenseiter witterte die Chance auf eine Überraschung.

Der TVB behielt aber die Nerven und konnte sich auf seine beiden besten Spieler, Zieker und Lönn, verlassen. Die Neuzugänge erzielten die letzten Tore zum letztlich verdienten 31:27-Sieg des TVB. Der hofft nun auf einen attraktiven Gegner und ein Heimspiel im Achtelfinale.

TVB Stuttgart: Bitter, Lehmann, Asgeirsson (1), Weiß (2), Späth (3), Lönn (9), Röthlisberger, Zieker (11/2), Pfattheicher, Pesevski (1), Wieling (4), Maier.

Quelle: Thomas Wagner / ZVW

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