TVB mit nur drei Rückraumspielern

Außer Robert Markotic fallen im letzten Auswärtsspiel voraussichtlich auch Dominik Weiß und David Schmidt aus

Leiden müssen hat Jürgen Schweikardt oft in den vergangenen Wochen, denn trotz überwiegend guter Leistungen blieben die Punkte beim Gegner. Am Montagabend nun kamen beim Trainer und Geschäftsführer des TVB auch noch Phantomschmerzen hinzu: der Abstieg des VfB Stuttgart. „Natürlich hätte ich es gut gefunden, wenn der VfB drin geblieben wäre“, sagt Schweikardt. „Ich dachte bis zum Schluss, er würde es noch irgendwie ziehen.“ Wie beim Abstieg vor drei Jahren profitiere der TVB allerdings nicht davon, zusammen mit den Volleyballerinnen des MTV Allianz Stuttgart nun der einzige Erstligaclub der Landeshauptstadt zu sein. „Der VfB ist und bleibt der VfB, er hat treue Fans und ein großes Standing.“

Während die Saison bei den Stuttgarter Fußballern unrühmlich zu Ende gegangen ist, haben die Handballer noch zwei Spiele zu absolvieren. Dabei geht’s zwar lediglich um Tabellenkosmetik. Platz 15 hat der TVB längst sicher, allzu gerne jedoch würde er den einen oder anderen Konkurrenten noch hinter sich lassen. Theoretisch ist das möglich, schließlich liegen die Bittenfelder nur zwei Punkte hinter Rang elf zurück.

Die Aussichten indes, am vorletzten Spieltag Boden gutzumachen und mit dem Gegner HSG Wetzlar nach Punkten gleichzuziehen, sind nicht besonders gut: Personell pfeift der TVB aus dem letzten Loch. Außer auf Robert Markotic muss er wohl auch auf Dominik Weiß und David Schmidt verzichten. Weiß musste sich am Freitag einer Operation an einem vereiterten Zahn unterziehen. „Es reicht wohl nicht, so was geht schnell aufs Herz“, sagt Schweikardt. Schmidt hat Probleme mit der Leiste.

„Diese Ausfälle können wir eigentlich nicht kompensieren“, sagt der Trainer. Es bleiben mit Lukas von Deschwanden, Max Häfner und dem – zum Glück wieder genesenen – Michael Schweikardt nur noch drei gelernte Rückraumspieler übrig. Auch Florian Burmeister kann wegen einer hartnäckigen Oberschenkelverletzung nicht aushelfen. Zu Saisonbeginn standen nicht nur die oben genannten Verletzten und Kranken zur Verfügung, sondern auch Michael Kraus. Angesichts der Notlage dürfte der Rechtsaußen Bobby Schagen, zusammen mit Sascha Pfattheicher einziger verbliebener Linkshänder im Kader, wieder einmal im rechten Rückraum aushelfen. So oder so: Ohne Weiß und Schmidt fehlt dem TVB die Wurfkraft aus der Distanz. Vielleicht kann Martin Kienzle Aktente setzen, der aus der zweiten Mannschaft nachrückt.

Wie der TVB, so blickt auch der Gegner auf eine wechselvolle Saison zurück. Wetzlar habe sich die Spielzeit sicherlich etwas anders vorgestellt, so Schweikardt. Schließlich habe sich die HSG in den vergangenen Jahren ein bisschen weiter oben in der Tabelle bewegt. „Dass wir mit so einem Team in dieser Saison auf Augenhöhe sind, ist für uns ein Erfolg.“

Das Hinspiel gewann der TVB mit 30:28 – nach zuvor sieben Pleiten in sieben Spielen gegen Wetzlar. Die HSG ist in guter Form, zermürbte FA Göppingen in dessen Halle mit 24:22 und schlug sich gegen Magdeburg (25:30) und Kiel (23:27) achtbar. Der TVB ist angesichts der angespannten Personallage klarer Außenseiter. „Wer konnte, hat gut trainiert“, sagt Schweikardt. „Wir möchten unbedingt ein gutes Spiel machen.“

 

Quelle: Thomas Wagner / ZVW

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