Ein Lob von Heiner Brand

Es gibt Niederlagen, die nicht ganz so sehr schmerzen. Wie jene des Handball-ErstligistenTVB Stuttgart bei den Rhein-Neckar Löwen. Der Favorit mühte sich zum 34:29-Sieg, und das Lob für den Unterlegenen kam von höchster Stelle. „Der TVB ist eine Mannschaft, auf die man achten muss“, sagte Heiner Brand, Trainer des Weltmeisterteams von 2007, nach dem Spiel.

Wenig Zweifel hatte es vor dem Duell Baden gegen Württemberg gegeben, in welche Richtung es laufen würde. Der mit Weltklassespielern gespickte Kader der Rhein-Neckar Löwen war vollständig. Der TVB 1898 Stuttgart kam, wie es dessen Trainer Jürgen Schweikardt ausdrückte, „auf der letzten Rille daher“. Ohne Michael Kraus (Hand-Operation), Lukas von Deschwanden (Nackenprobleme), Tobias Schimmelbauer (Magen-Darm-Erkrankung) und Simon Baumgarten (Sprunggelenkverletzung) musste sich der TVB der Wucht der Löwen entgegenstemmen.

Und der Wut nach dem unglücklichen Aus im DHB-Pokal-Viertelfinale zwei Tage zuvor bei den Füchsen Berlin. „Auch mit komplettem Kader dürfte Stuttgart für die Löwen kein Stolperstein werden“, sagte der Sky-Experte Heiner Brand vor der Partie. Das war der TVB letztlich auch nicht, aber zumindest eine hohe Hürde. Der mutige Auftritt des Underdogs nötigte dem Ex-Bundestrainer hernach jedenfalls Respekt ab. „Was die gespielt haben, war keine wilde Sau“, sagte er.

Und das, obwohl der TVB aufgrund der Personalnot etliche Umstellungen vornehmen musste. So rückte der junge Max Häfner auf die Spielmacher-Position, der Routinier Michael Schweikardt durfte zunächst ein paar Kräfte schonen auf Linksaußen. „Es war klar, dass viele Spieler eine hohe Belastung haben würden“, sagte Jürgen Schweikardt. „Das mussten wir steuern.“ Außerdem habe Häfner gut trainiert. „Wir wollten ihm die Chance geben, über die Mitte ins Spiel zu kommen.“

Im Angriff machte der 23-Jährige seine Sache sehr gut (Brand: „Er hat ein gutes Handgelenk“), in der Deckung allerdings hatte er ein paar Probleme. Was nicht verwunderlich war, schließlich stand ihm mit Alexander Petersson einer des Besten seines Fachs gegenüber. Der schwedische Nationalspieler war in den ersten 30 Minuten der beste Löwe – wobei der TVB hier die Chance verpasste, vielleicht sogar mit einer Führung in die Pause zu gehen.

Dass der Drei-Tore-Rückstand nach der Halbzeit zwischenzeitlich auf fünf anwuchs, lag nicht am Wechsel auf der Torhüterposition. Jogi Bitter hatte muskuläre Probleme mit dem Oberschenkel, sicherheitshalber rückte Jonas Maier ins Tor. Und der Ex-Löwe zeigte ein klasse Leistung.

„Am Ende fehlten ein paar Prozent und auch die Alternativen von der Bank“, so Schweikardt. Und das Glück mit dem einen oder anderen Pfiff der Schiedsrichter. Fragwürdig beispielsweise war für den Trainer die Zeitstrafe gegen Max Oehler. Der Youngster musste zehn Minuten vor dem Ende – beim Spielstand von 28:25 – nach einem Zweikampf mit dem Löwen-Kreisläufer Jannik Kohlbacher vom Spielfeld.

„Ich denke, ein Siebemeter wäre genug gewesen. Es war ein Phase, in der wir die Löwen vielleicht hätten knacken können.“ Ob’s tatsächlich zu einer Sensation gereicht hätte, sei dahingestellt. „Wir hätten aber bis zum Schluss dranbleiben können.“

Auch wenn sein Team die Verunsicherung der Löwen „vielleicht einen Tick besser“ hätte ausnützen können: Schweikardt war zufrieden mit der Darbietung seines Teams. Das habe gegen Bietigheim und die Löwen zwei gute Spiele gemacht. „Jetzt gilt es, Kräfte zu sammeln bis zum wichtigen Spiel am Mittwoch gegen Gummersbach.“

Quelle: Thomas Wagner, ZVW

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