Starker Auftritt des TVB trotz Niederlage

Handball, 1. Bundesliga, Männer: Rhein-Neckar Löwen – TVB 1898 Stuttgart 34:29 (17:14)

Außer auf Michael Kraus und Lukas von Deschwanden musste der TVB auch kurzfristig auf den erkrankten Tobias Schimmelbauer verzichten. Der angeschlagene Simon Baumgarten setzte sich nur für den Notfall auf die Bank. Eingreifen musste der Kapitän nicht, seine Mannschaftskollegen zeigten auch ohne ihn eine beeindruckende Leistung und brachten die hochfavorisierten Löwen gewaltig ins Schwitzen.

Der Gästetrainer Jürgen Schweikardt hatte sein Team glänzend eingestellt, erst sieben Minuten vor Schluss durften sich die Löwen der beiden Punkte sicher sein. Zuvor hatte sich der TVB nicht abschütteln lassen und die Mannschaft von Trainer Nicolaj Jacobsen wiederholt schlecht aussehen lassen.

Der TVB startete mit Max Häfner auf der Spielmacher-Position und Michael Schweikardt auf Linksaußen. Ein Schachzug, mit dem die Löwen wohl nicht gerechnet hatten. Die Bittenfelder spielten von Beginn an frech auf, der Torhüter Johannes Bitter klaute dem Heimteam gleich drei Würfe. Die Defensive stand kompakt, nach sieben Minuten führte der TVB überraschend mit 3:1. Sehr variabel agierte er im Angriff, vor allem das Kreisspiel über Dominik Weiß und Manuel Späth funktionierte sehr gut.

Dann nutzte der Favorit ein paar leichte Fehler des TVB und holte sich beim 6:5 durch Patrick Groetzki die erste Führung (13.). Fortan war das baden-württembergische Derby überraschenderweise ausgeglichen, auch wenn die Löwen meist ein Tor vorlegten. Die Antwort des TVB folgte umgehend. Auch durch den ersten Zwei-Tore-Rückstand beim 11:9 (20.) ließen sich die Gäste nicht aus dem Konzept bringen.

Manuel Späth, mit neun Treffern der erfolgreichste Spieler der Partie, traf zum 13:14-Anschluss (25.) ins verwaiste Tor der Mannheimer. In den letzten fünf Minuten vergab der TVB eine bessere Ausgangsposition für den zweiten Spielabschnitt. Die Löwen bestraften vier Fehlwürfe und einen Fehlpass des TVB und gingen mit der 17:14-Führung in die Pause. Sie profitierten dabei auch von ihrem Torhüter Andreas Palicka, der längst auf Bitters Niveau war.

Nach der Halbzeit sah es kurz danach aus, also ob die Löwen die Partie in den Griff bekommen würden. Gudjon Valur Sigurdsson versenkte den Ball zum 21:16 (36.), doch der TVB blieb weiterhin ein unangenehmer Gegner.

Großen Anteil daran, dass sich die Gäste wieder heranpirschten, hatte der für Bitter eingewechselte Jonas Maier. Der Keeper hielte gleich ein halbes Dutzend schwierige Bälle. Auf mehr als vier Tore enteilte der Gastgeber bis zur 43. Minute nicht. Still wurde es in der Arena, nachdem Späth zum 25:26 verkürzt hatte (47.). In der Schlussphase entschied letztlich die individuelle Klasse der Löwen die Partie. Mikael Appelgren war gleich mehrfach auf dem Posten, zudem spielten dem Favoriten die Zeitstrafen gegen den TVB in die Karten.

Nach dem Treffer von Mads Mensah Larsen ins leere TVB-Gehäuse zum 31:26 durften die Fans des Pokalsiegers sieben Minuten vor dem Ende durchschnaufen. Am Ende setzte sich der Tabellendritte mit 34:29 durch. Dass er für die beiden Punkte hart arbeiten musste, darf der TVB als Kompliment ansehen.

 

Rhein-Neckar Löwen: Appelgren; Palicka; Schmid (4), Lipovina (3), Sigurdsson (6/1), Radivojevic, Tollbring, Abutovic, Larsen (1), Fäth, Groetzki (3), Taleski (1), Guardiola (1), Petersson (6), Nielsen (2), Kohlbacher (7).

TVB 1898 Stuttgart: Bitter, Maier; Häfner (3), Weiß (6), Schagen (3/3), Schweikardt (2), Späth (9), Markotic (1), Röthlisberger (1), Pfattheicher, Oehler (1), Schmidt (3).

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