Löwen-Trainer Schwalb im Interview

  1. Herr Schwalb, in der LIQUI MOLY HBL steht Ihre Mannschaft aktuell auf dem dritten Tabellenplatz. Wie zufrieden sind Sie bisher mit dem Saisonverlauf und wie schwer wird es, diesen Platz bis zum Ende gegen Magdeburg und Göppingen zu verteidigen? 

Unser Ziel ist es natürlich, den dritten Platz bis zum Saisonende zu verteidigen. Kiel und Flensburg sind diese Saison schon ein Stück weg, so ehrlich muss man sein. Es wird mit Sicherheit nicht einfach, wir kämpfen aktuell mit einigen Verletzungssorgen, dazu weiß man nie, wie sich die Pandemie vielleicht noch auf den Spielplan auswirkt. Es ist ohne Frage eine ganz besondere Spielzeit.

  1. Der Mai hat begonnen und Ihr Team hat noch zehn Liga-Spiele plus das Final Four der EHF Finals zu bewältigen. Mit welchen Sorgen aber auch mit welcher Vorfreude schauen Sie auf dieses Mammutprogramm in den kommenden zwei Monaten voraus?

Die Qualifikation für die Endrunde im Europapokal war unser großes Ziel. Jetzt wollen wir auch den Europapokal gewinnen, zumal das Final4-Turnier bei uns in Mannheim ausgetragen wird. Was die Liga angeht sind wir einer von wenigen Clubs, der bisher ohne Quarantäne oder Spielausfälle durch die Saison gekommen ist. Es wäre schön, wenn das bis zum Saisonende so bleibt.

  1. Die Rhein-Neckar Löwen sind der Gastgeber für die EHF Finals, was unter normalen Bedingungen mit Zuschauern einen echten Heimvorteil bedeuten würde. Welche Vorteile sehen Sie dennoch diese Spiele in der eigenen Halle zu bestreiten und was würde dieser Triumph für Sie bedeuten?

Die SAP Arena ist unser Wohnzimmer, hier ist es für jeden Gegner schwer zu bestehen. Natürlich fehlen uns unsere Fans unheimlich. Es wäre ein fantastisches Erlebnis geworden, das Final4 in Mannheim vor unseren Zuschauern zu spielen. Mit dem Europapokal haben wir noch eine Titelchance in dieser denkwürdigen Saison, diese wollen wir unbedingt nutzen.

  1. Die WILD BOYS haben sich in der Rückrunde unberechenbar gezeigt. Vor der Länderspielpause gelang dem Team von Jürgen Schweikardt nach vielen Negativerlebnissen ein Sieg gegen Göppingen, der Mannschaft der Rückrunde. Wie schätzen Sie das aktuelle Leistungsvermögen der Stuttgarter Mannschaft ein?

Stuttgart kann, besonders zu Hause, jede Mannschaft schlagen. Wenn sie einen guten Tag haben und die Leistungsträger zur Höchstform auflaufen, wird es für jede Mannschaft schwer den TVB zu besiegen.

  1. Im Tor der Stuttgarter hat mit Jogi Bitter zuletzt ein wichtiger Faktor für den TVB gefehlt. Gegen Göppingen hat Primož Prošt gezeigt, wie stark er Jogi vertreten kann. Wie wird Ihre Vorbereitung auf das Spiel durch das Fehlen oder die Präsenz von Jogi Bitter beeinflusst?

Wir wissen, dass Stuttgart mit Jogi Bitter und Primož Prošt zwei außergewöhnlich gute Torhüter hat. Wer dann am Ende zwischen den Pfosten steht, ist für unsere Vorbereitung nicht entscheidend. Wir schauen auf uns, wollen unser Spiel spielen. Dann sehe ich gute Chancen, in Stuttgart zu punkten.

  1. Mittlerweile hat die LIQUI MOLY Handball-Bundesliga viele Monate unter Corona-Bedingungen bewältigt. Alle Beteiligten mussten viele Herausforderungen meistern und Entbehrungen hinnehmen. Trotzdem ist das Happy End am Saisonende noch nicht erreicht. Auf was freuen Sie sich am Ende dieser Saison unter hoffentlich einigermaßen normalen Bedingungen am meisten?

Ich freue mich, dass durch die steigende Zahl an Impfungen so etwas wie Hoffnung auf Besserung eingetreten ist. Wir können wieder optimistisch in die Zukunft schauen, bald wieder vor Zuschauern zu spielen.

Bildquelle: Heinz Hartung

Facebook
Twitter
LinkedIn

Tvb 1898 Handball GmbH & Co. KG

Handball-Bundesliga in Stuttgart

Geschäftsführung:
Jürgen Schweikardt

Geschäftsstelle

Steinbeisstraße 13
71322 Waiblingen

Tel: +49(0)7151 - 5000170
Fax: +49(0)7151 - 50001769
info@tvbstuttgart.de

Informationen

HBL_Quer_CMYK
footer-jblh-logo_trans