TVB im Final Four

Die Terminierung für das Final Four im HVW-Pokal ist erfolgt. Die Baden-Württemberg Oberliga Mannschaft TSG Söflingen trägt die Pokalendrunde in der heimischen Kuhberghalle in Ulm aus.

Der Verbandsausschuss Spieltechnik des Württembergischen Handballs hat den 04. April als Spieltag festgelegt. Während die TSG Söflingen auf den Tabellenletzten der Württembergliga-Süd, den TV Altenstadt, trifft (13.30 Uhr), spielt der TVB gegen den Tabellendritten der Württembergliga-Nord, dem TSV Alfdorf/Lorch (15:30 Uhr). Es kommt somit auch zu einem Aufeinandertreffen mit dem ehemaligen TVB-Torhüter Dragan Jerkovic. Das Endspiel findet am selben Tag um 18.00 Uhr statt.

Als Außenseiter überraschen

Tendenziell geht es aufwärts bei den Männern des TV Bittenfeld II. Doch es fehlen noch einige Zähler für den sicheren Klassenverbleib – und beim nächsten Gegner zu punkten wird ausgesprochen schwierig.

Eine deutlich konstantere Leistung als zuletzt hatte TVB-Trainer Roland Wissmann vor dem Heimspiel gegen den TSV Weinsberg gefordert. Und tatsächlich agierten die Bittenfelder bis auf einen „kleinen Durchhänger“ (Wissmann) diesmal wesentlich souveräner in der Gemeindehalle. Der gute Auftritt unter anderem von Keeper Daniel Sdunek wurde mit einem 32:27-Sieg belohnt.

In der Tabelle belegen die Bittenfelder den fünftletzten Platz, der je nach Ausgang in der 3. Liga vielleicht nicht zum Klassenverbleib reichen wird. Ein Vorteil für den TVB II ist, dass er zwei Partien weniger absolviert hat als die Konkurrenz. Am Faschingswochenende findet nun ein Nachholspiel statt, es geht nach Söflingen. In der Vorrunde verlor Bittenfeld II in eigener Halle sehr unglücklich mit 29:30. Im Heimspiel ist die TSG, Tabellenfünfter, am Sonntag klarer Favorit. Um vielleicht doch zu punkten, „brauchen wir hinten Stabilität“, sagt Roland Wissmann.

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung

Christian Zeitz zündet auch zu Hause

Beim Heimspiel-Debüt von Christian Zeitz hat sich der Handball-Erstligist TVB Stuttgart zwei wichtige und hochverdiente Punkte im Abstiegskampf gesichert – und der neue Mann spielte sich beim 30:24-Sieg (16:12) gegen den HC Erlangen gleich in die Herzen der Fans. Der TVB spielte klug im Angriff und nervte den Gegner mit einer kompromisslosen Deckung um die nimmermüden Manuel Späth und Adam Lönn.

Dabei hatte das Team von Trainer Jürgen Schweikardt nicht nur mit dem Gegner zu kämpfen, sondern auch mit Marcus Hurst und Mirko Krag. Die Regelauslegung der Schiedsrichter erschloss sich dem Betrachter über 60 Minuten hinweg nicht, am Ende standen neun Zeitstrafen gegen den TVB lediglich zwei gegen die Franken gegenüber.

Ein vogelwildes Treiben herrschte in der Anfangsphase auf dem Spielfeld, beide Mannschaften überboten sich im Auslassen klare Chancen. Sie verwechselten offensichtlich Tempospiel mit Hektik, nach sechs Minuten lag der TVB mit 2:3 im Hintertreffen. Für Christian Zeitz begann sein erstes Heimspiel äußerst ungünstig: Nach fünf Minuten schickten ihn Hurst/Krag zum ersten Mal für zwei Minuten auf die Strafbank. Der Routinier war keine Minute zurück auf dem Spielfeld, musste er schon wieder runter. Bei einer Abwehraktion hatte er den Hintern rausgestellt.

Der Wechsel zu Robert Markotic musste also schneller erfolgen als geplant – und der Kroate fügte sich mit einem Doppelpack zum 5:4 glänzend ein. Der Treffer von Dominik Weiß zum 7:4 (13.) war der vierte des TVB in Folge, die Stuttgarter bekamen das Spiel nun zusehends in den Griff. Der HCE-Keeper Nikolas Katsigiannis, der stark begonnen hatte, bekam kaum mehr einen Ball zu fassen. Und dem Gästeangriff fehlten die Ideen gegen die aufmerksame Stuttgarter Deckung, dahinter war auf Johannes Bitter Verlass. Dabei kamen die Erlanger selten zum Abschluss. Im Spiel hielten sie sich vornehmlich durch Strafwurftore von Florian von Gruchalla.

Der TVB spielte variabel. Anders als zuletzt, fanden Rudi Faluvégi und Max Häfner immer wieder ihren Kreisläufer Zarko Pesevski, den die Gästeabwehr nicht zu fassen bekam. Nach 22 Minuten, bei der 12:8-Führung des TVB, legte der Erlanger Trainer Rolf Brack erstmals die Grüne Karte. Das Heimteam hatte aber weiterhin die durchdachteren Aktionen in der Offensive und hielt sein Niveau in der Defensive. Beim HCE überzeugte der ehemalige Nationalspieler Michael Haaß. Patrick Zieker stellte mit dem 14:9 die erste Fünf-Tore-Führung her, das 16:12 zur Halbzeit war eigentlich um ein paar Tore zu niedrig.

Schlecht startete der TVB in die zweiten 30 Minuten. Erlangen verkürzte auf 15:16 (36.), zu diesem Zeitpunkt saß Faluvégi bereits die sechste Zeitstrafe ab. Das Schweikardt-Team kam aber rasch wieder in die Spur – auch dank Christian Zeitz. Mit einem seiner berüchtigten Unterarmwürfe knallte er den Ball zum 18:15 in die Maschen, davor hatte Bitter mit einer Doppelparade geglänzt. Der Rückraum mit Max Häfner, Adam Lönn und Zeitz harmonierte nun sehr gut. Zeitz legte mit einem frechen Dreher zum 21:17 nach (43.) und traf auch zum 22:18 (45.). Auch die siebte Zeitstrafe brachte den TVB nicht aus dem Tritt. Zeitz setzte den starken Sascha Pfattheicher in Szene – 23:19. Dann holte der 39-Jährige einen Strafwurf heraus, den Pfattheicher zum 24:20 (48.) verwandelte.

Erlangen deckte offensiver, Carsten Lichtlein ersetzte Katsigiannis im Tor. Alleine: Die Umstellungen waren nicht von Erfolg gekrönt, Stuttgart hatte stets die bessere Antwort und bestach durch seinen unbändigen Kampfgeist. Nach Zeitz’ fünften Treffer zum 28:21 waren acht Minuten vor dem Ende die letzten Zweifel beseitigt. Bitter hielt seinen zweiten Strafwurf, und auch die Zeitstrafe acht und neun gegen den TVB hatten keine schmerzhaften Auswirkungen mehr – im Gegenteil: Zieker schraubte das Polster beim 29:22 sogar auf sieben Tore. Am Ende stand der souveräne 30:24-Sieg nach einer großen kämpferischen Leistung. Und das eine oder andere spielerische Schmankerl streute der TVB auch noch ein. Nun gilt’s, Kräfte zu sammeln: Schon am Sonntag (13.30 Uhr) gastiert FA Göppingen in der Porsche-Arena.

TVB Stuttgart: Bitter, Lehmann; Häfner (1), Asgeirsson, Faluvégi (1), Weiß (3), Späth, Lönn (2), Markotic (3), Röthlisberger, Zeitz (5), Zieker (2), Pfattheicher (8/4), Pesevski (5), Wieling.

HC Erlangen: Lichtlein, Katsigiannis; Sellin (2), Overby, Haaß (6), Firnhaber (4), Ivic (3), Büdel (3), Bissel, Mosindi, Murawski, Schäffer, Metzner, Link (1), Minel, von Gruchalla (5/5).

Quek