Personalsorgen kurz vor dem Ligastart

An diesem Donnerstag startet die Handball-Bundesliga-Saison 2019/2020 – allerdings ohne den TVB Stuttgart, dessen Spiel beim HC Erlangen um eine Woche verschoben worden ist. Damit bleibt dem neuformierten Team noch ein bisschen Zeit, um sich einzuspielen. Am Personalstand indes wird sich voraussichtlich nichts ändern, es klemmt vor allem im rechten Rückraum.

Durchschnaufen war angesagt beim TVB am Montag nach dem anstrengenden, aber erfolgreichen Wochenende in Aachen. In der vergangenen Saison war der Pflichtspiel-Auftakt mit der Erstrunden-Pokalniederlage gegen den Zweitligisten DJK Rimpar gründlich danebengegangen. Am Samstag hielt der TVB den Vorjahresdritten der 2. Liga, den HSC Coburg, mit 29:24 auf Distanz. Im Endspiel um den Einzug ins Achtelfinale tags darauf wackelte der TVB gegen den Drittligisten TSB Heilbronn-Horkheim ein paar Minuten, rettete sich aber mit 31:27-Erfolg über die Runden.

Ein glanzvoller Auftritt war’s nicht des TVB, doch der war auch nicht zu erwarten gewesen. „Die Spieler saßen nach dem Spiel fast ein bisschen bedröppelt in der Kabine“, sagt Jürgen Schweikardt. Für den Trainer indes gab’s dazu keinen Anlass. „Ich habe ihnen gesagt, es ist alles gut, wir haben unser Ziel erreicht.“

Tiefschürfende Erkenntnisse habe er nicht gewonnen, so Schweikardt. Wie auch, schließlich schleppt sich der TVB mehr oder weniger durch die Vorbereitung. Die anhaltenden Personalsorgen erleichtern die Einbindung der sechs neuen Spieler nicht gerade, Schweikardt muss sein Team ständig umkrempeln. Nachdem am Sonntag auch noch Max Häfner mit einer Erkältung ausfiel, blieben noch drei Rückraumspieler übrig: Dominik Weiß sowie die beiden Neuzugänge Adam Lönn und Elvar Asgeirsson.

Die Notlösung im rechten Rückraum funktionierte überhaupt nicht

Weil die Notlösung mit dem Rechtsaußen Sascha Pfattheicher im rechten Rückraum überhaupt nicht funktionierte, musste das Trio quasi durchspielen. Eine Formation, die so in der Liga wohl kaum mehr auf dem Feld stehen wird. Allen voran Lönn überzeugte in seiner Rolle, war torgefährlich und präsent. „Das hat er sehr gut gemacht“, sagt sein Trainer. Lönn habe Verantwortung übernommen und Selbstvertrauen getankt. „Das Wochenende hat ihn näher herangebracht an die Mannschaft.“

Trainer Schweikardt erwartet einen „schwierigen Herbst“

Die wird sich zum Punktspielstart des TVB am Donnerstag in einer Woche beim HC Erlangen voraussichtlich nicht ändern. Eigentlich sollten die Langzeitverletzten David Schmidt (Leiste) und Robert Markotic (Knie) bis dahin wieder einsatzfähig sein. Daraus wird allerdings nichts. Der Neuzugang Rudolf Faluvegi steigt erst in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining ein, auch für ihn dürfte ein Comeback zu früh kommen. Mit dem Nachwuchsmann Luis Foege (Schulter ausgekugelt) kann der TVB sowieso noch länger nicht rechnen. Wenigstens ist Samuel Röthlisberger wieder zurück.

„Wir erarbeiten uns Konzepte, dann fällt immer wieder ein Puzzlestein heraus“, sagt Schweikardt. „Wir müssen jetzt mit der Situation umgehen, sie wird uns noch eine Weile verfolgen.“ Der Trainer sieht einen „schwierigen Herbst“ auf den TVB zukommen. Einen kleinen Stimmungsaufheller könnte er da gut gebrauchen – beispielsweise ein gutes Los im Pokal-Achtelfinale. „Ich kann mich nicht erinnern, wann wir zuletzt ein Heimspiel hatten.“

Quelle: Thomas Wagner, ZVW

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