Jürgen Schweikardt im Interview zur Blauen Brücke

Kurz vor der Jahreswende hat der TVB nicht nur sportlich eine Schippe draufgelegt: Der Verein hat sich auch auf sozialer Ebene weiterentwickelt.

Inspiriert von der „Common Goal“-Bewegung, spendet jeder Angestellte des TVB Stuttgart geschlossen jeweils 1% seines Gehaltes. Wie seid ihr auf die Idee gekommen Teil dieser Bewegung zu werden?

Zunächst einmal möchte ich meine Hochachtung vor der Mannschaft aber auch vor unseren Mitarbeitern auf der Geschäftsstelle ausdrücken, die sich alle dazu bereiterklärt haben, auf einen Teil ihres Gehaltes der guten Sache wegen zu verzichten. Das ist alles andere als selbstverständlich. Schon immer fördern wir soziale Projekte in unserer Region und sind durch die Veröffentlichung der bekannten Common Goal-Mitglieder (u.a. Jürgen Klopp, Serge Gnabry, Mats Hummels) auf die Idee der 1%-Spende aufmerksam geworden. Wir haben uns dann in den letzten Monaten regelmäßig mit unseren Spielern und Mitarbeitern über die Idee ausgetauscht und haben es gemeinsam geschafft, dass ALLE zu 100% hinter der Idee stehen.

Der TVB engagiert sich auch abseits der Platte sehr stark. Welche Beweggründe hat der Verein, sich nicht ausschließlich auf Handball zu konzentrieren?

Wir haben als Verein ganz unten angefangen und sind mittlerweile seit einigen Jahren fester Bestandteil der besten Handball-Liga der Welt. Auch privat geht es uns sehr gut, deshalb empfinden wir es als ein Muss etwas an die Gesellschaft zurückzugeben. Mit der Blauen Brücke möchten wir in Zukunft soziale Projekte noch stärker unterstützen.

Alle sozialen Projekte des TVB laufen ab sofort unter dem Namen die Blaue Brücke. Weshalb sind diese Projekte so wichtig?

Wir wollen als Verein unserer sozialen Verantwortung gerecht werden und wollen den Menschen, denen es nicht so gut geht, eine Freude bereiten. Bereits in der Vergangenheit haben wir viele sozialen Projekte unterstützt. Die Jackensammel-Aktion, welche wir vergangenes Jahr in der Porsche-Arena hatten, ist nur ein Beispiel. Damals sind rund 200 Winterjacken für Obdachlose in Stuttgart zusammengekommen, die ein Spieler dann persönlich verteilt hat.

Welcher Gedanke steckte hinter der Idee, sich Share & Play anzuschließen?

Share & Play engagiert sich bereits seit Jahren im Bereich Handballförderung für Kinder und Jugendliche. Wir möchten gerne Teil daran haben, jungen heranwachsenden Menschen durch das Handballspielen ein Gefühl von „Miteinander“ zu vermitteln. Die Werte, die der Handball und auch der Sport allgemein vermitteln, sind essenziell für eine gute Persönlichkeitsentwicklung. Mit dem ehemaligen spanischen Nationalspieler Carlos Prieto, der Share & Play gegründet hat, haben wir einen absoluten Fachmann an der Seite, der bereits in einigen Schulen das Projekt erfolgreich durchgeführt hat.

Wir stehen kurz vor dem Jahreswechsel. Wie ist dein sportliches Fazit für das vergangene Jahr 2019?

Wir haben die zurückliegende Saison mit der erfolgreichsten Punktzahl der Vereinsgeschichte abgeschlossen. In der laufenden Spielzeit hatten wir Startschwierigkeiten, aufgrund des großen Umbruchs, aber auch den vielen Verletzten zu Saisonbeginn. Mittlerweile hat die Mannschaft in die Spur gefunden und harmoniert von Woche zu Woche immer besser. Der Prozess ist aber noch nicht am Ende, in der Mannschaft steckt noch mehr Potenzial, das es immer weiter zu entfalten gilt. Wir freuen uns bereits jetzt auf die Rückrunde. Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit unserer sportlichen und auch wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2019.

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