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Handball-Bundesliga terminiert das Schwaben-Derby

Die Handball-Bundesliga hat die Partien bis Ende September terminiert. In Absprache mit dem Fernsehsender Sky wurde das Schwaben-Derby zwischen Frisch Auf Göppingen und dem TVB 1898 Stuttgart am Sonntag, 16. September, auf die frühe Anwurfzeit auf 13.30 Uhr gesetzt.

Am sechsten Spieltag erwartet der TVB am Sonntag, 23. September, um 16 Uhr den Aufsteiger Bergischer HC in der Scharrena. Noch nicht terminiert ist das Spitzenspiel zwischen THW Kiel und Rhein-Neckar Löwen, das im Oktober nachgeholt werden wird. Ebenfalls um 16 Uhr tritt der TVB am Sonntag, 30. September, beim TSV GWD Minden an.

 

Quelle: ZVW

Fanbus nach Göppingen

Am Sonntag, den 16.09. steht das Baden-Württemberg Derby gegen Frisch Auf! Göppingen an. Der TVB Stuttgart spielt um 13:30 Uhr in der EWS-Arena in Göppingen.

Hierzu bieten wir für alle Fans und Supporter zwei Fanbusse zum Spiel an. Neben einem Familienbus wird es einen „Party-Bus“ für alle jungen und junggebliebenen Fans geben. So ist für jeden das passende Angebot dabei!

Die Busse starten um 11:45 Uhr in Bittenfeld am Vereinsheim und fahren über Schorndorf. Die Kosten für die Fahrt belaufen sich momentan noch auf 10€ pro Person. Ebenso können Sitz- oder Stehplatztickets reserviert werden.

Sitzplatz 26€
Sitzplatz Schüler unter 16 Jahre 21€
Stehplatz 14€
Stehplatz ermäßigt 10€
Stehplatz Schüler unter 16 Jahre 7€

Rückmeldungen bei Interesse bitte per Mail an supporters@tvb1898.de. Seid dabei, mit eurer Unterstützung gelingt hoffentlich, wie letzte Saison, ein Sieg in Göppingen.

Thomas Randi im Interview

Hallo Thomas, am Ende war der Aufstieg in die BW-Oberliga eine ganze klare Sache für den TVB. Ab wann hast du gedacht: „Das müsste doch jetzt eigentlich reichen!“?

Wir haben eine sehr starke Vorrunde gespielt und hatten nur zwei Minuspunkte. Jedoch hatte zu diesem Zeitpunkt auch Schmiden nur vier Minuspunkte und das direkte Duell hatten wir deutlich verloren. Somit wären wir bei einer einzigen Niederlage sofort auf den zweiten Platz gerutscht. Zu Beginn der Rückrunde hatte Schmiden dann jedoch eine Schwächephase und unser Vorsprung vergrößerte sich. Als wir dann sechs bis acht Punkte Vorsprung hatten, war ich mir relativ schnell sicher, dass dies reichen müsste. Denn wenn es einmal läuft, ist das Team auch in diesem guten Rhythmus schwer zu stoppen.

Die BWOL ist eine ganz neue Herausforderung für Dein Team. Neue Gegner, weitere Fahrten und auch mehr Spiele bedeuten viele Veränderungen für die Mannschaft. Wie geht Ihr diese neuen Herausforderungen an?

Als erste Veränderung, haben wir den Kader breiter aufgestellt als im Vorjahr. Dies wird die Einsatzzeiten hoffentlich auf mehr Spieler verteilen, was uns auch ermöglicht die eine oder andere Verletzung wegzustecken. Natürlich gibt es immer Schlüsselspieler, jedoch sind wir insgesamt breiter besetzt. Alles andere müssen wir auf uns zukommen lassen. Ich denke, dass es kaum schwache Mannschaften geben wird und viele Mannschaften auf ähnlichem Niveau agieren werden. Um zu bestehen, müssen wir also wieder eine gute Konstanz in unsere Spiele bekommen und werden dann auch bestehen.

Welche Ziele habt Ihr als Aufsteiger für die kommende Saison und wie wollt Ihr in der neuen Liga auftreten?

Es gibt inklusive den bereits abgestiegenen Neuhausenern vier Absteiger. Dadurch finde ich es ziemlich schwer vom Nichtabstieg zu sprechen, denn dieser ist vielleicht schon ein gesicherter Mittelfeldplatz. Somit möchte ich anders herum heran gehen und den gesicherten Mittelfeldplatz als Ziel ausgeben. Außerdem wollen wir natürlich attraktiven Handball spielen und schnell möglichst viele Punkte sammeln um diesen gesicherten Platz anzustreben.

In welchen Mannschaftsteilen siehst du noch die größten Verbesserungspotentiale und auch die größte Notwendigkeit dazu?

In der letzten Saison konnten wir durch unsere individuelle Klasse viele Herausforderungen lösen. Durch das steigende Niveau wird nun die mannschaftliche Geschlossenheit mehr in den Vordergrund rücken. Daran müssen und wollen wir arbeiten, um in der neuen Liga zu bestehen. Auf den einzelnen Positionen sind wir gut besetzt und alle kennen ihre Aufgaben. Da mache ich mir keine Sorgen. Als Team können wir uns noch weiter verbessern. Ich sehe auch keinen Grund zu jammern: „Auf dieser Position bräuchte ich noch jemand.“ Sondern wir müssen mit den Spielern arbeiten, welche wir haben und so sind wir gut aufgestellt.

Der TVB 2 hat sich in den vergangenen Saisons als „Perspektivteam“ in der Bittenfelder Gemeindehalle wieder ein beachtliches Stammpublikum erarbeitet. Wie werdet Ihr in Bittenfeld und der Umgebung wahrgenommen? Welchen Zuschauerzuspruch erwartest du in der kommenden Saison?

Unsere Rolle sehe ich so, dass wir die erste Mannschaft in der Bittenfelder Gemeindehalle sind. Dort wollen wir hochklassigen Handball bieten, um möglichst viele Zuschauer anzuziehen. Der Zuschauerzuspruch hat zugenommen, was natürlich auch für die Mannschaft schön ist zu sehen. Ich kenne das aus meiner Vergangenheit. Die Gemeindehalle ist der Treffpunkt, wo man am Samstagabend hin geht, wo die Kinder auf dem Spielfeld rumrennen können und wo der Ort sich trifft. Diese Entwicklung wollen wir fortsetzen, damit dies wieder ein fester Bestandteil bei immer mehr Leuten wird.

Als TVB-Urgestein hast Du in Deinem Verein den direkten Übergang vom Spieler zum Trainer geschafft. Wie schwer ist Dir die Umstellung gefallen, oder wieviel Spaß bereitet Dir die neue Aufgabe als Trainer?

Ich würde bei mir schon eher von einem schleichenden Prozess sprechen. Ich habe selbst am Ende meiner Jugendzeit schon als Jugendtrainer begonnen. Zunächst nicht in der Verantwortung, aber dies hat sich während meiner aktiven Zeit immer durchgezogen. Nach meiner Karriere habe ich dann ein Jahr als Co-Trainer fungiert und im Anschluss bei der A- und B-Jugend trainiert. Dieses Jahr Abstand zum aktiven Bereich hat sehr gutgetan, auch weil es immer noch Spieler gibt, mit denen ich selbst gespielt habe, obwohl ich grundsätzlich kein Respektsproblem sehe. Die Spieler haben es mir sehr leicht gemacht. Meiner Meinung nach muss der Spaß immer im Vordergrund stehen und zwar für den Trainer und die Spieler. Um Erfolg zu haben muss es Spaß machen und umgekehrt kommt mit dem Erfolg natürlich auch immer automatisch der Spaß. Interessant wir es nun, wenn auch mal schwierigere Zeiten kommen, ich mache mir jedoch keine Sorgen und freue mich auch auf diese Aufgabe.

Der TVB ist weit weg von der Überraschung

Die Überraschung ist ausgeblieben im ersten Saisonheimspiel: Vor 5849 Zuschauern in der Porsche-Arena war der TVB 1898 Stuttgart bei der 20:26-Niederlage gestern Abend gegen den Deutschen Vizemeister Rhein-Neckar Löwen chancenlos. Der TVB biss sich an der starken Löwen-Defensive vor dem überragenden Torhüter Mikael Appelgren die Zähne aus.

Es hätte alles passen müssen für einen denkwürdigen Abend. Doch weder erreichte der TVB annähernd sein Top-Niveau, noch ließ es der große Favorit allzu locker angehen. Die Rhein-Neckar Löwen gingen von Beginn an konzentriert zur Sache und ließen keinen Zweifel aufkommen, wer die Porsche-Arena als Sieger verlassen würde.

Löwen waren jederzeit Herr der Lage

Die Mannschaft von Trainer Nicolaj Jacobson, der seine Spieler vor dem TVB gewarnt hatte, war jederzeit Herr der Lage. In prächtiger Spiellaune präsentierte sich dabei das Geburtstagskind: Andy Schmid zeigte wieder einmal, weshalb er als der wahrscheinlich weltbeste Spielmacher gilt. Er war selbst äußerst torgefährlich und setzte mit klugen Anspielen immer wieder seine Kollegen in Szene. Allen voran das Zusammenspiel mit dem neuen Kreisläufer Jannik Kohlbacher funktionierte bereits blendend.

Wenig Bewegung und halbherzige Würfe

Nach zwölf Minuten führten die Gäste mit 7:2. Der TVB tat sich ungemein schwer, Lücken zu finden in der sehr starken Löwen-Deckung um den Mittelblock Ilja Abutovic/Gedeon Guardiola. Es war zu wenig Bewegung im Spiel, die teilweise halbherzigen Würfe waren oft leichte Beute von Torhüter Mikael Appelgren. Der Schwede gewann das Torhüterduell mit Johannes Bitter klar. Das 5:9 durch Michael Schweikardt war nach 20 Minuten erst das dritte Feldtor für das Heimteam – viel zu wenig natürlich, um die Löwen ins Wanken zu bringen.

Siebter Feldspieler brachte Lücken

Der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt versuchte es fortan mit dem siebten Feldspieler, um die Deckung der Löwen auseinanderzuziehen. Tatsächlich fand der TVB nun die eine oder andere Lücke, wenngleich die Aktionen nach wie vor nicht mit voller Überzeugung zu Ende gebracht wurden. Lukas von Deschwanden und Dominik Weiß fanden überhaupt nicht ins Spiel, der angeschlagene Michael Kraus kam lediglich bei Siebenmetern aufs Spielfeld. Mutig dagegen agierte David Schmidt, dessen Doppelschlag nach 25 Minuten das 8:11 bedeutete. Näher kam der TVB jedoch nicht heran, weil sich die Fehlerquote anschließend wieder erhöhte. Mit einem 3:0-Lauf zum 14:8 hielten die Löwen ihren Gegner auf Distanz und gingen mit der verdienten 14:9-Führung in die Halbzeit.

TVB ließ doppelte Überzahl aus

In den zweiten 30 Minuten hielt der TVB den Rückstand zunächst bei fünf Treffern, Sascha Pfattheicher verkürzte per Nachwurf zum 13:17 (36.). Eine doppelte Überzahl ließen die Bittenfelder dann aus. Als auch noch der durchschlagskräftigste Bittenfelder, David Schmidt, reihenweise an Appelgren scheiterte, bewegte sich die Partie vollends in die erwartete Richtung. Andy Schmid stellte mit dem 22:14 (45.) die erste Acht-Tore-Führung her, der TVB steuerte geradewegs auf eine Schlappe zu.

Schönstes Tor von Baumgarten

Elf Minuten vor dem Ende machte Jogi Bitter für Jonas Maier Platz, beim tollen Kempa-Tor von Valur Sigurdsson zum 24:15 (51.) war aber auch er chancenlos. Dann war Maier bei einem Siebenmeter des Isländers und dessen Wurf aus der Nahdistanz auf dem Posten und verhinderte so den zweistelligen Rückstand. Schlimmer wurde es nimmer für den TVB – im Gegenteil: Lukas von Deschwanden deutete in der Schlussphase sein Potenzial mit zwei Toren zum 17:25 und 18:25 an, Robert Markotic traf zum 19:25. Kohlbacher erzielte den letzten Gästetreffer, das schönste Tor des Abends blieb jedoch dem Bittenfelder Kapitän vorbehalten: Simon Baumgarten bugsierte den Ball per Rückhandwurf zum 20:26-Endstand ins Netz.

Kommendes Heimspiel gegen Wetzlar

Am Ende war’s ein standesgemäßes Resultat. Auch wenn sich der TVB etwas mehr versprochen hatte: Die Punkte muss er gegen andere Gegner holen. Beispielsweise im kommenden Heimspiel gegen die HSG Wetzlar am 6. September in der Scharren.

 

TVB 1898 Stuttgart: Bitter, Maier; Schimmelbauer (2), Weiß (1), Schagen (2/2), Schweikardt (2), Kraus (2/2), Späth (1), Markotic (1), Baumgarten (2), Röthlisberger, Burmeister, von Deschwanden (2), Pfattheicher (1), Schmidt (4).

Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Palicka; Schmid (6/1), Lipovina, Sigurdsson (6/2), Radivojevic, Tollbring, Abutovic, Mensah Larsen (1), Fäth (3), Groetzki (3), Guardiola, Petersson (2), Kohlbacher (5).

Quelle: ZVW/Thomas Wagner