„Dieses Resultat geht am Ende viel zu hoch aus"

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2026
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Die Stimmen von Trainer Misha Kaufmann, Max Heydecke und Löwen-Trainer Maik Machulla zur 26:32-Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen.

Mischa Kaufmann:

„Ich bin dieses Mal tiefenentspannt. Wir schauen auf die Faktorenwerte – also die Chancen, die wir kreieren, und die Chancen, die der Gegner bekommt. Und dort sehe ich eine klare Chancenmehrheit auf unserer Seite: klare Winkel, gute Gegenstöße, Penalties, freie Durchbrüche. Dieses Spiel kann man zehnmal spielen – neunmal gewinnen wir es. Der einzige entscheidende Faktor heute waren 14 Paraden von David Späth in der zweiten Halbzeit. Er nimmt uns fünf Penalties weg, unsere rechten Flügel kommen auf eine Quote von 1:8 – das ist extrem ungewöhnlich für uns. Dieses Resultat können wir nicht kontrollieren, wohl aber das, was wir uns erarbeiten. Und das, was die Jungs heute mit den zur Verfügung stehenden Mitteln geleistet haben, war ein Riesenkampf. Für mich geht das Endergebnis deutlich zu hoch aus. Erfolg bedeutet nicht, das Resultat zu lesen. Erfolg bedeutet, die richtigen Erkenntnisse mitzunehmen, die helfen, Spiele so zu gestalten. Und darin hatten wir heute einen enormen Mehrwert. Wenn wir so auftreten, werden noch einige Punkte auf unser Konto kommen."

Maik Machulla:

„Wie man sich vorstellen kann, sind wir mit einem Auswärtssieg in Stuttgart extrem zufrieden. Es ist niemals einfach, hier zu spielen – aufgrund der Spielweise und der hohen Emotionalität. Wir haben dagegen eine sehr hohe Bereitschaft gezeigt. Wir sind gut ins Spiel gestartet, haben früh auf drei Tore weggezogen, doch dann haben wir im Angriff zu unstrukturiert gespielt und wollten zu viel mit der ersten Aktion lösen. Stuttgart hat das gut verteidigt, und so sind wir mit einem Rückstand in die Halbzeit gegangen – das war völlig unnötig. In der zweiten Halbzeit war es ein Kampf auf Augenhöhe. Dann haben wir uns auf vier, fünf, sechs Tore abgesetzt – maßgeblich dank David Späth. Wenn du einen Torhüter hast, der am Ende mit 19 Paraden vom Feld geht, kannst du dir in der zweiten Halbzeit auch einen Acht-Tore-Vorsprung erarbeiten. Man sieht, wie gut die Jungs Handball spielen können, wenn die Lockerheit da ist – aber es war ein harter Weg. David hat diesem Spiel am Ende seinen Stempel aufgedrückt."

Max Heydecke: "In der ersten Halbzeit haben wir am Anfang drei, vier Würfe, sind aber für mich die bessere Mannschaft und spielen es eigentlich klar und gut zu Ende. Wir kämpfen uns dann gut zurück und gehen in die Halbzeit mit plus eins. In der zweiten Hälfte schaffen wir es einfach nicht, an David Späth vorbeizukommen, der hat das Tor vernagelt. Uns hat dann manchmal auch die Ruhe ein bisschen gefehlt."

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