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Großer Kampf gegen den Vizemeister bleibt unbelohnt!

Sep 6, 2026
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Am Sonntagnachmittag empfing der TVB Stuttgart die Füchse Berlin in der Porsche-Arena. Die WILD BOYS verlangten dem deutschen Vizemeister über 60 Minuten alles ab und kämpften sich in einer spannenden Schlussphase bis auf einen Treffer heran. Am Ende mussten sie sich vor 4.895 Zuschauern denkbar knapp mit 33:34 geschlagen geben.

Kasper Lien eröffnete die Partie nach etwas mehr als einer Minute und brachte den TVB mit 1:0 in Führung. Direkt im Anschluss parierte Mo El-Tayar den ersten Berliner Abschluss, ehe sich Simone Mengon im Gegenzug im Eins-gegen-eins durchsetzte und auf 2:0 erhöhte. Der Stuttgarter Torhüter entschärfte wenig später zudem den ersten Siebenmeter der Gäste. Max Häfner nutzte den Schwung und stellte in der fünften Minute auf 3:0. In der Folge fanden die Füchse besser in die Begegnung. Zwei leichte Ballverluste der WILD BOYS ermöglichten den Gästen ihre ersten Treffer über das Tempospiel. Nach einer verbesserten Berliner Abwehrleistung erzielte Hakun West av Teigum in der zwölften Minute schließlich den Ausgleich zum 5:5. Auch danach begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Kai Häfner und Tobias Grøndahl trafen von der Siebenmeterlinie, sodass sich weiterhin kein Team absetzen konnte. Amin Darmoul und Kasper Lien sorgten mit sehenswerten Treffern für weitere Stuttgarter Akzente, während Welthandballer Mathias Gidsel zunehmend seine Mitspieler in Szene setzte. In der 24. Minute stand es folgerichtig 13:13. Nach einer Zeitstrafe gegen Samuel Röthlisberger geriet der TVB kurz darauf in Unterzahl, verteidigte diese Phase jedoch stark. Die WILD BOYS zwangen Berlin ins Zeitspiel, eroberten den Ball und hielten die Partie beim 15:15 ausgeglichen. Nach einer Auszeit stellten die Gäste im Angriff auf sieben Feldspieler um und erarbeiteten sich kurz vor der Pause einen knappen Vorteil. Beim Stand von 15:16 ging es in die Kabinen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte forcierten die Füchse ihr Tempospiel und setzten sich beim 16:18 in der 33. Minute erstmals auf zwei Tore ab. Wenig später musste Patrick Zieker für zwei Minuten auf die Bank. El-Tayar parierte in Unterzahl jedoch bereits den zweiten Siebenmeter des Nachmittags und hielt die WILD BOYS in Schlagdistanz. Berlin gelang es nun häufiger, die Stuttgarter Defensive unter Druck zu setzen und Ballverluste konsequent über das Tempospiel zu bestrafen. In der 43. Minute führten die Gäste mit 22:26. Gleichzeitig bekamen beide Abwehrreihen immer weniger Zugriff auf die gegnerischen Angriffe. Der Abstand blieb deshalb zunächst bestehen, Amin Darmoul traf in der 50. Minute zum 26:30. Pünktlich zum Beginn der Crunchtime fiel der Videowürfel in der Halle aus, sodass die entscheidenden Minuten ohne sichtbare Anzeige fortgesetzt werden mussten. Die WILD BOYS ließen sich davon nicht beirren und starteten ihre Aufholjagd. Nach mehreren Ballgewinnen trafen Kai Häfner und Amin Darmoul, bevor Kai einen von Simone Mengon herausgeholten Siebenmeter sicher zum 31:32 verwandelte. Drei Stuttgarter Treffer in Folge zwangen Füchse-Trainer Nicolej Krickau in der 54. Minute zur Auszeit. In der Schlussphase entwickelte sich ein echter Handballkrimi. Berlins Lasse Ludwig parierte zwei wichtige Stuttgarter Abschlüsse, ehe Misha Kaufmann beim Stand von 32:34 seine letzte Auszeit nahm. Torben Matzken verkürzte anschließend auf 33:34. Auf der Gegenseite entschärfte Mateusz Kornecki in der letzten Minute wieder einmal einen berliner Siebenmeter und eröffnete den WILD BOYS damit die Chance auf den Ausgleich. Wenige Sekunden vor dem Ende kam Darmoul noch einmal zum Schlagwurf, scheiterte jedoch am stark aufgelegten Ludwig. Somit blieb es beim knappen 33:34.

Der TVB verlangte dem Vizemeister über die gesamte Spielzeit alles ab und überzeugte mit einer stabilen Mannschaftsleistung. Einige kleine Fehler und die starke Schlussphase von Füchse-Torhüter Lasse Ludwig, der insgesamt 13 Paraden verbuchte, verhinderten einen verdienten Punktgewinn. Besonders Kasper Lien glänzte auf Stuttgarter Seite und verwandelte alle seiner sieben Würfe. Kai Häfner war mit acht Treffern bester TVB-Torschütze. 

Weiter geht es für den TVB am Sonntag, den 13. September 2026, auswärts bei der MT Melsungen. Anwurf in der Rothenbach-Halle ist um 18:00 Uhr. Das nächste Heimspiel des TVB Stuttgart findet im DHB-Cup am 24. September 2026 gegen den HC Erlangen in der SCHARRena statt. Hier gelangst Du zu den Tickets:

Kai Häfner (8), Kasper Thorsen Lien (7), Simone Mengon (5), Mohamed Amine Darmoul (4), Max Häfner (3), Torben Matzken (3), Patrick Zieker (3), Max Heydecke, Samuel Röthlisberger, Linus Schmid, Philipp Meyer, Malte Donker, Jakob Nigg, Mohamed El-Tayar, Mateusz Kornecki.