Sport

"Wir tun uns schwer, solche Spiele souverän nach Hause zu bringen."

Mar 29, 2026
5
min read

Die Stimmen zum 32:32-Unentschieden gegen den TBV Lemgo Lippe am 26. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga.

Misha Kaufmann: "Für mich waren wir heute die bessere Mannschaft. Wir schaffen es aber nicht, dieses Spiel in trockene Tücher zu bringen. Am Ende stellen wir uns in den letzten fünf Minuten ein bisschen selbst ein Bein mit technischen Fehlern, bei denen wir zu überhastet agieren, Bälle verlieren oder sie dem Gegner direkt in die Hände spielen. Da machen wir es uns unnötig schwer. Irgendwie ziehen sich die vielen Unentschieden durch unsere Saison. Wir tun uns schwer, solche Spiele über die vollen 60 Minuten souverän nach Hause zu bringen. Trotzdem finde ich, dass wir über weite Strecken einen sehr, sehr guten und abgeklärten Handball gespielt haben – das zeigt auch der Spielverlauf. Jetzt müssen wir daran arbeiten, die Crunchtime noch etwas cooler zu spielen. Dann wäre das heute, denke ich, auch ein Sieg gewesen."

Florian Kehrmann: "Es war ein heißer Fight. Zwei Mannschaften, die sehr intensiv um jede kleine Ecke in der Porsche Arena gekämpft haben. Wir haben in der ersten Halbzeit eine gute Abwehr gestellt, hatten dann aber eine Phase, in der wir ein, zwei Fehler gemacht haben. Dadurch geben wir ein bisschen das Heft des Handelns aus der Hand. Dann hatten wir wieder Momente, in denen wir ihnen zu viel Kontrolle überlassen und immer ein Stück hinterherlaufen. Anfang der zweiten Halbzeit gibt es eine Phase, in der das Spiel beim Stand von 21:16 relativ schnell hätte weggehen können. Dann schaffen wir es aber wieder, auf drei Tore heranzukommen. In der Schlussphase, glaube ich, helfen uns viele Automatismen – gerade auch im 7-gegen-6. Wir haben es dann geschafft, Stuttgart zu Fehlern zu zwingen, sodass wir nicht nur hinterherlaufen, sondern selbst Druck erzeugen. Am Ende passt dann vieles zusammen, sodass wir den Punkt noch mitnehmen. Wir wussten, dass es hier eine sehr schwere Aufgabe wird. Ich glaube, Stuttgart hat sich mit vielen Spielern, die stark im Eins-gegen-eins sind, sehr gut entwickelt. Deshalb bin ich stolz, dass wir einen Punkt mitnehmen konnten."

Lenny Rubin: "Ich würde es auch eher als Punktverlust betiteln. Ich glaube, wir sind das ganze Spiel vorne, sind in meinen Augen 59 Minuten und 50 Sekunden die bessere Mannschaft und belohnen uns dann nicht, weil wir in der Crunchtime vorne zu viele Fehler machen, die uns nicht passieren dürfen. Sonst würden wir das Spiel relativ souverän nach Hause bringen. Lemgo hat aber auch gezeigt, dass sie eine Top-Mannschaft sind, die nie aufsteckt und immer weitermacht. Am Ende machen sie dann den Ausgleich. Wir sind schon enttäuscht, dass wir die zwei Punkte nicht hier behalten haben."