Erste Saison des Next Gen Performance Centers erfolgreich abgeschlossen

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2026
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Die Premierensaison des Next Gen Performance Centers beim TVB Stuttgart ist für die U17 und U19 erfolgreich zu Ende gegangen. Strukturelle Weichenstellungen, neue Förderformate und die gezielte Weiterentwicklung der sportlichen Leistungsfähigkeit prägten die Nachwuchsrunde 2025/26. Beide Teams gehen gestärkt in die kommende Spielzeit.

Bereits im Frühjahr 2025, noch unter dem Namen TV Bittenfeld, stellten sich U17 und U19 richtungsweisenden Qualifikationsturnieren, die sie erfolgreich meisterten. Nachwuchskoordinator Jens Bürkle blickt auf diese wichtigen Erfolge zurück: „Beide Teams haben in dieser Phase nicht nur sportlich geliefert, sondern auch Charakter und Zusammenhalt bewiesen. Das war ein starkes Signal für den gesamten Standort und essenziell für unser weiteres Projekt.“

Die U17 überzeugte in der Quali trotz minimaler Vorbereitungszeit mit mannschaftlicher Geschlossenheit und variabler Offensive und sicherte sich in Schutterwald den Gruppensieg – aufgrund der Ergebnisse an den anderen Spielorten gleichbedeutend mit der JBLH-Qualifikation. Ein wichtiger Erfolg für das neue Trainerduo Henning Fröschle und Jakob Schauer. In der Jugendbundesliga-Saison ab September konnte die U17 ihre guten Trainingsleistungen zu selten in Punkte ummünzen, zeigte jedoch in der Pokalrunde eine positive Reaktion. Unter anderem eine deutliche Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen hatte die Mannschaft zeitweise aus dem Tritt gebracht. Cheftrainer Henning Fröschle zieht ein entsprechend gemischtes Fazit: „Entscheidend für eine positive Entwicklung wird es sein, zukünftig Rückschläge schneller überwinden zu können. Die anspruchsvolle Saison hat der Mannschaft die Möglichkeit gegeben, wichtige Lernschritte zu machen und in diesem Bereich Erfahrung zu sammeln.“

Auch die U19 bestand ihre Bewährungsprobe in der Qualifikation unter anspruchsvollen Voraussetzungen. Verletzungsbedingte Ausfälle bedeuteten ein hohes Maß an Verantwortung für den jüngeren Jahrgang. Nach zwei dramatischen Unentschieden musste beim Turnier in Rimpar ein Sieg im letzten Spiel für das Erreichen der JBLH her. In dieser Partie sicherte ein nervenstarker Auftritt des Teams um Dodo Oprea die Qualifikation für die 2. Jugendbundesliga. Zum Rundenbeginn im Herbst 2025 unnötig eingehandelte Punktverluste wurden im Saisonverlauf durch eine starke Rückrunde (13:3 Punkte im Jahr 2026) und einen klaren Aufwärtstrend wettgemacht. Insgesamt stand nach Platz 9 im Vorjahr mit Rang 5 nun ein deutlicher Schritt nach vorne, der Hoffnung auf mehr macht. Trainer Danijel Grgic, der durch seine Doppelfunktion als Co-Trainer der Profis die Verzahnung zwischen Nachwuchsbereich und Bundesligateam stärkt, resümierte zufrieden: „Die Entwicklung der Mannschaft über die Saison hinweg war deutlich sichtbar. Wir konnten gegen jeden Gegner mindestens auf Augenhöhe agieren und haben den Jungs zudem die wichtigen ersten Schritte in den Aktivenbereich geebnet.“ So sammelten bereits sieben U19-Akteure Spielpraxis beim TVB 2 in der 3. Liga, ein weiterer Beleg für die Durchlässigkeit im Ausbildungskonzept.

Mit der hart erkämpften sportlichen Ausgangslage wurde der Sommer 2025 für strukturelle Weiterentwicklungen genutzt. Die Gründung des Next Generation Performance Centers powered by Wolff & Müller markierte einen Meilenstein in der TVB-Nachwuchsarbeit. Neben dem mit dem Profiteam vereinheitlichten Auftritt unter dem Namen TVB Stuttgart wurden medizinische Betreuung und Förderstrukturen weiter ausgebaut. Mit dem TVB Talent Hub entstand zudem ein innovatives Format zur Anschlussförderung unter Leitung von Bundesliga-Cheftrainer Misha Kaufmann, bei welchem Talente des TVB und der Region an den Bundesliga-Bereich herangeführt werden. Diese Maßnahme trug schnell Früchte, neben zahlreichen HBL-Einsätzen unterzeichneten mit Max Heydecke und Linus Schmid zwei Talente Profiverträge für die kommende Saison.

Mit Blick auf die kommende Saison richtet sich der Fokus nun nach vorne. Durch die Kombination aus der sportlichen Perspektive beider Teams sowie den strukturellen Anpassungen ergeben sich neue Möglichkeiten. Nachwuchskoordinator Jens Bürkle hat dafür eine klare Vorstellung: „Wir haben in vielen Bereichen die Grundlage für nachhaltigen Erfolg gelegt. Jetzt gilt es, die Erfahrungen dieser Saison in die Vorbereitungsarbeit einfließen zu lassen.“ Während die U19 dank des erreichten Tabellenplatzes ohne Qualifikation planen kann, steht für die U17 erneut der Weg über die JBLH-Quali an. Hier lautet das klare Ziel, mit den nächsten Entwicklungsschritten weiter zur Spitze aufzuschließen.

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