"Wir haben uns heute mehr vorgestellt als nur einen Punkt."
Alle Stimmen zum 32:32 Unentschieden zwischen GWD Minden und dem TVB Stuttgart.
Misha Kaufmann: "Wir haben uns heute mehr vorgestellt als nur einen Punkt. Wir wollten unbedingt zwei mitnehmen, das war unser klares Ziel. Ich glaube, Minden hatte dasselbe Ziel. Wir sind gut in die Partie gestartet, dann hatten wir allerdings einen kleinen Hänger, standen uns teilweise selbst auf den Füßen und taten uns gegen diese offensive Abwehr schwer. Trotzdem sind wir mit einem Vorsprung in die Halbzeit gegangen, was etwas überraschend kam, weil sich dieser in sehr kurzer Zeit ergeben hat. In der zweiten Halbzeit mach Semisch dann den Unterschied, vor allem in den ersten 15 Minuten macht er uns das Leben richtig schwer. Wenn wir uns die Quote unserer Flügel anschauen, sieht man einen entscheidenden Faktor. Wir haben 19 oder 20 Würfe herausgespielt, aber nur acht Tore erzielt. Zunächst einmal ist es natürlich positiv, dass wir überhaupt so viele Würfe generiert haben. Sicherlich war nicht jeder Winkel optimal, aber 20 Würfe zeigen schon, dass wir viel in die Breite gearbeitet haben. Ich gehe davon aus, dass Minden genau das wollte und uns zu Abschlüssen zu zwingen, bei denen wir unter 50 Prozent Trefferquote bleiben. Über die gesamte Saison hinweg war unsere Quote von den Außenpositionen deutlich besser als heute. Deshalb tut es natürlich besonders weh."
Aaron Ziercke: "Wie Misha es gesagt hat, war es bei uns ähnlich: Auch wir wollten natürlich den einen Punkt mehr. Allerdings hat man gesehen, wie Stuttgart mit sieben Feldspielern agiert hat, das kostet enorm viel Kraft. Für mich war es der Drei-Tore-Vorsprung der Stuttgarter zur Pausenicht überraschend. Wir haben ein, zwei einfache Fehler gemacht, schnelle Gegentore kassiert und direkt nach der Halbzeit noch ein weiteres bekommen, weil wir im Zweikampf nicht gut standen. Plötzlich lagen wir mit vier Toren zurück. Dann kam Malte Semisch ins Spiel und wir haben in der Defensive umgestellt. Wir standen aggressiver, sind höher herausgegangen und haben die Zweikämpfe intensiver geführt, sodass der Ball gar nicht mehr bis auf die Außenpositionen durchgespielt werden musste. Genau das war eigentlich schon unser Ziel für die erste Halbzeit. Dort haben wir zu viele Durchbrüche zugelassen, das war in der zweiten Halbzeit deutlich besser. Wir wissen, dass Malte gegen Würfe von außen auch Spiele entscheiden kann. Ab dem 26:26 hätte das Spiel in beide Richtungen kippen können. Beide Mannschaften hatten Chancen, sich deutlicher abzusetzen. Wir haben zwischenzeitlich wieder die Führung verloren. Wenn ich auf die Schlussphase schaue mit der Auszeit bei 59:44, dann das Tor, wir bei 59:54 mit der Antwort durch Mats, dann muss man am Ende von einem Punktgewinn für uns sprechen. Und diesen Punkt nehme ich gerne mit."
Jakob Nigg: "Gerade ist es sehr schwierig. Das fühlt sich wie eine Niederlage an, muss ich sagen. Zumindest haben wir einen Punkt, aber das haben wir heute selbst verbockt mit der Chancenverwertung. Wir hatten auf jeden Fall die Chance, das Spiel zu gewinnen, fighten bis zum Ende und dann war es der letzte Fehler, der das Spiel gepaart mit den Fehlwürfen, entschieden hat."






