"Wir haben heute ein paar Bälle zu viel verworfen."
Die Stimmen zur 32:27-Niederlage am 4. Spieltag der OPEL Handball-Bundesliga gegen die MT Melsungen von Cheftrainer Misha Kaufmann, MT-Trainer Roberto García Parrondo und Philipp Ahouansou.
Misha Kaufmann: "Glückwunsch zu den zwei Punkten. Wenn ich mir den Spielverlauf anschaue, war das sicher nicht gestohlen. Sie führten die ganze Zeit und haben das Spiel kontrolliert. Wir haben es geschafft, dranzubleiben, und bekamen beim 26:26 unsere Chance. Bis dahin macht meine Mannschaft eigentlich einen super Job. Ich finde allerdings, dass wir heute ein paar Bälle zu viel verworfen haben – ob vom Flügel oder bei den Siebenmeter-Durchbrüchen. Da gingen heute einfach ein paar Bälle zu viel weg. In der Entscheidungsphase beim 26:26 stellen wir uns dann ein bisschen dämlich an: Wir fangen plötzlich an, aus dem Rückraum zu werfen, was wir eigentlich nicht wollen und was nicht unser Plan war. Trotzdem passiert es – und das kostet uns am Ende einen oder zwei Punkte."
Roberto García Parrondo: "Danke für die Gratulation. Wir sind natürlich sehr zufrieden mit dem Sieg. Dieser Erfolg gehört zu den wichtigsten für uns. Es stimmt, dass wir in den letzten zehn Minuten kurzzeitig Probleme hatten, aber vier Minuten später lagen wir wieder mit vier Toren vorne. Über die 60 Minuten gesehen waren wir die bessere Mannschaft, und es war ein gutes Spiel von uns. Dieser Sieg ist sehr wichtig für uns, denn es ist natürlich nicht einfach, zwei Spiele in der Woche zu bestreiten. Das ist das Problem: Die Energie fehlt ein wenig, wenn man drei Tage zuvor schon gespielt hat. Das ist immer sehr kompliziert. Aber dieses Problem ist mir ehrlich gesagt lieber, denn zwei Spiele in der Woche bedeuten auch, dass wir aktuell in einem europäischen Wettbewerb vertreten sind – im Moment in der Champions League. Also weiter so. Wir haben sehr viele Spiele und es ist niemals einfach, aber heute war es ein guter Kampf und ein sehr wichtiger Sieg."
Philipp Ahouansou: “Wir sind bis zur 55. Minute voll im Spiel. Wir schaffen es immer wieder Akzente zu setzen, verlieren dann aber in der Crunchtime in den letzten paar Minuten ein bisschen den Fokus. Wir halten uns nicht an unsere Absprachen und uns fehlt das letzte bisschen Konsequenz. Am Ende geben wir das Spiel hier viel zu deutlich her. Wir müssen jetzt alle nach den Kleinigkeiten suchen, die uns das Spiel gekostet haben. Wir waren voll drin und es ist nicht unmöglich – im Gegenteil: Wir können mithalten. Dass wir das Spiel abgegeben haben, tut natürlich jetzt sehr weh.”






