"Zu viele Kleinigkeiten haben nicht gepasst."

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2026
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Min. Lesedauer

Die Stimmen zum 29:29-Unentschieden gegen den SC DHfK Leipzig am 15. März 2026.

Misha Kaufmann: "Ein bisschen Flashback: Ich hatte das Gefühl, es ist eine ähnliche Partie wie bei uns zu Hause. Leipzig hat lange geführt, eigentlich permanent. Keine Ahnung, wie wir das heute wirklich geschafft haben – da bin ich auch gespannt auf die Auswertung. Wir schaffen es irgendwie, dranzubleiben und gehen dann mit einem Gleichstand in die Pause. Ich denke, da könnte Leipzig – so wie ich das Spiel empfunden habe – schon mit drei, vier Toren führen. Wir schaffen dann den Buzzer-Beater, was immer so ein bisschen ein Nackenschlag ist. Leipzig kommt dann gut aus der Kabine raus. Wir schaffen es aber auch da wieder dranzubleiben, lassen uns nicht abschütteln und irgendwann dreht sich das Spiel. Wir wussten, dass es – wenn wir dranbleiben – ab der 45. Minute auch ein bisschen ein Kopfspiel für Leipzig wird. Ich denke, dann kommt die Phase bei 24:26, in der sie zwei Siebenmeter liegen lassen und wir einen freien Flügel sowie einen Gegenstoß haben, den wir nicht sauber ausgespielt bekommen. Da denke ich, dass wir das Spiel eigentlich zu unseren Gunsten entscheiden könnten. Das tun wir dann auch nicht, und am Ende resultiert daraus ein Unentschieden. Grundsätzlich bin ich nicht so zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft. Für mich waren heute zu viele einfache Kleinigkeiten dabei, die einfach nicht gepasst haben. Pässe in die Beine gespielt – das hatten wir heute sicher sieben, acht Mal –, wo einfach die nötige Präzision und der nötige Fokus meiner Mannschaft nicht da waren. Am Ende holen wir glücklich einen Punkt und natürlich sind wir in dieser Situation froh über diesen Punkt."

Frank Carstens: "Ich habe mal gelernt: Wenn der gegnerische Trainer einigermaßen zufrieden ist, dann sollte ich unzufrieden sein – und so fühle ich mich im Moment auch. Ein bisschen Zufriedenheit habe ich herausgehört, zumindest über das Ergebnis. Vielleicht nicht über die Leistung, aber über das Ergebnis auf jeden Fall. Deswegen muss man sagen: Über weite Strecken haben wir die Vorlage, können uns besser absetzen, machen das aber nicht. Zur Halbzeit steht es unentschieden – das kann ich alles so wiederholen, das passt alles. Aber wenn ich mir anschaue, in welcher Besetzung wir heute dieses Spiel hier spielen, dann muss ich meiner Mannschaft ein riesiges Kompliment machen, wie das Ding gelaufen ist. Wer in unserer Situation in der 53., 54. Minute mit drei Toren hinten liegt – nach einer vorherigen Führung –, für den kann dieses Spiel tatsächlich auch sehr schnell weggehen. Da bin ich sehr stolz auf dieses Team, dass sie da wieder aufgestanden sind, sich dagegen gestemmt haben und diesen Punkt noch mitgeholt haben. Wir haben zum Schluss sogar noch einen Abschluss gehabt, der zumindest vom Zeitmanagement hervorragend gepasst hätte, aber eben nicht mehr erfolgreich war. Warum gewinnen wir das Spiel nicht? Warum bringen wir die Vorteile, die wir in diesem Spiel haben – das sehe ich auch so –, nicht nach Hause? Das liegt sicherlich an der Chancenverwertung, vor allem in der zweiten Halbzeit. In der ersten Halbzeit waren es wirklich ein paar einfache Fehler in der Verteidigung. Das machen wir in der zweiten Halbzeit deutlich besser, indem wir technische Fehler durch gute Aktionen auf den Ball erzwingen. Das haben wir in der ersten Halbzeit nicht hinbekommen, und das war so ein bisschen der Gamechanger für die zweite Halbzeit. Leider hat uns dann ein bisschen die Qualität in der Offensive gefehlt. Das kann ich der Mannschaft aber auch nicht großartig vorwerfen. Wie gesagt: Nach dem Ausfall von letztlich fast allen Rückraumlinken, die wir im Kader haben – oder zumindest den klassischen Rückraumlinken –, war das heute eine moralisch sehr gute und emotional sehr starke Leistung. Wofür dieser Punkt am Ende reichen wird, wissen wir heute noch nicht. Es sind noch zehn Spiele zu spielen. Aber anfühlen tut es sich natürlich wie ein Punktverlust."

Torben Matzken: "Wir sind leider sehr schwer reingekommen in die Partie, haben uns dann aber gut rein gekämpft. Haben dann zur Pause eigentlich ein positives Ergebnis. Unterm Strich kassieren wir zu viele Gegentore in der ersten Hälfte, 17 Stück sind zu viele. In der zweiten Hälfte dann dasselbe Bild, auch einen schweren Start erwischt, sind dann wieder voll im Spiel und müssen uns eigentlich um die Fünfzigste absetzen. Das schaffen wir nicht und dann reicht es am Ende nur für ein Unentschieden. Den Punkt nehmen wir aber mit nach Hause."

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