"Lemgo hat es sehr abgezockt und clever durchgezogen."

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2026
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Die Stimmen zur 27:30-Niederlage gegen den TBV Lemgo Lippe von Cheftrainer Misha Kaufmann, TBV-Coach Florian Kehrmann und Philipp Meyer.

Misha Kaufmann: "Glückwunsch nach Lemgo.Der Sieg ist völlig verdient. Natürlich stellt man sich das anders vor – keine Frage. Ich hatte das Gefühl, wir hatten heute ein bisschen Bleischuhe an. Wir haben viele technische Fehler gemacht. Ich, glaube, in der Summe waren es 14 bei uns gegenüber 6 bei Lemgo. Das ist eine hohe Differenz, zusammen mit den acht Würfen, die bei uns gar nicht erst auf das Tor kamen. Ich finde auch, dass nach der Halbzeit gleich am Anfang ein kleiner Knick reinkam mit den drei technischen Fehlern von Amine Darmoul. Das hat das Spiel für uns schwierig gemacht, weil Lemgo es danach sehr abgezockt und clever durchgezogen hat. Es gab immer wieder Freistoßsituationen bei drohendem Zeitspiel, der Kreis zog weg oder es kamen Würfe aus dem Rückraum. Wir haben weder beim Block noch beim Kreisläuferspiel richtigen Zugriff bekommen.In der Summe sind das völlig verdiente zwei Punkte für Lemgo und für uns eine bittere Niederlage. Wir haben zuvor zwei gute Auswärtsspiele gemacht, tun uns jetzt aber zu Hause gegen Lemgo schwer. Für mich heißt es jetzt: Mund abwischen. Am Donnerstag kommt die nächste Möglichkeit für zwei Punkte, und da möchten wir wieder auf die Siegerstraße zurückkehren.

‍Florian Kehrmann: "Ich finde, wir haben gerade in der ersten Halbzeit im Angriff sehr gut gespielt, dort aber leider noch einige Chancen liegen gelassen. Zu Beginn hatten wir ein paar Probleme mit den Zweikämpfen im Rückraumspiel, haben das dann aber besser gelöst. Trotz einer schwächeren Torhüterleistung in der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel weitgehend unter Kontrolle. Kurz vor der Pause machten wir dann noch einen Fehler, sodass wir statt mit einer Drei-Tore-Führung nur mit einem Tor Vorsprung in die Kabine gegangen sind.Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten wir das Momentum direkt auf unserer Seite und konnten zwei technische Fehler der Stuttgarter ausnutzen, um auf drei Tore davonzuziehen. Danach lag der Vorsprung konstant bei drei bis vier Toren. Wir haben es durch eine gute Angriffsleistung immer wieder geschafft, das Spiel zu kontrollieren. In der entscheidenden Phase, in der wir vorne ein paar Chancen ausließen, half uns die steigende Torhüterleistung von Domenico Ebner.Am Ende wurde es noch einmal eng, weil Stuttgart das 7-gegen-6 sehr gut und effektiv ausgespielt hat. Da haben wir vorne ein paar Möglichkeiten vergeben und uns nicht die ganz klaren Chancen herausgespielt. Mit ein, zwei besser herausgespielten Bällen wäre es am Ende vielleicht etwas einfacher gewesen.So waren wir darauf angewiesen, kühlen Kopf zu bewahren. Wir haben das Spiel nicht mehr aus der Hand gegeben und holen hier meines Erachtens sehr verdient zwei Punkte. Hut ab vor meiner Mannschaft für das, was sie nach dem Spiel am Donnerstag und der langen Anreise hier auf die Platte gebracht hat.Nach dem Schock um die Verletzung von Tim Suton haben wir etwas Zeit gebraucht, die letzte Woche aber gut genutzt. So langsam wächst alles zusammen. Heute hat man gesehen, dass uns Spieler wie Lenny Rubin oder Domenico Ebner wirklich guttun, um die Mannschaft zu unterstützen und den Ausfall aufzufangen.

Philipp Meyer: "Ich glaube, Symbolbeispiele sind vielleicht die Abpraller, die wir in der ersten Halbzeit nicht bekommen haben. Wir standen nicht super gut in der Verteidigung, aber hatten doch öfter mal die Möglichkeit, eigentlich auch die Abpraller zu haben, wenn der Torhüter gehalten hat oder wir auch den Ball eigentlich geklaut hatten, aber dann doch irgendwie nicht so richtig. Das ist ein Symbolbild vielleicht, warum es am Ende nicht geklappt hat. Am Ende ist das sehr ärgerlich und es tut sehr weh. Wir müssen uns, wie öfter schon in der Saison, an die eigene Nase fassen. Ich glaube, dass wir das in der Hand haben, ob wir das Spiel gewinnen oder nicht. So tut es sehr weh.“

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