"Ich glaube, dass dieser Punkt am Ende eigentlich verdient ist für beide."
Die Stimmen der beiden Cheftrainer und Philipp Meyer zum 34:34 beim Spiel gegen den HC Hamburg.
Misha Kaufmann: Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Glückwunsch zum Punkt. Natürlich maximal bitter, dass beide Mannschaften im letzten Angriff nicht mal eine Chance haben, ein Tor zu erzielen. Das ist wahrscheinlich für Thorsten wie für mich sehr bitter. Ich sehe jetzt die letzte Situation auf dem Video und sehe, dass unser rechter Flügel eigentlich einen sehr guten Winkel hat. Aus irgendeinem Grund nimmt er ihn nicht, was uns dann auch einen Abschluss verwehrt. Das ärgert mich ein bisschen. Ich glaube, wir haben eine gute Kontrolle des Spiels. Erste Halbzeit, zweite Halbzeit schaffen wir es immer, einen Puls zu erarbeiten. Dann glaube ich, in der 40. Minute haben wir eine Phase, wo wir sehr viele Ballverluste haben, wo man spürt, dass sie langsam das Zepter in die Hand nehmen. Wir schaffen es dann irgendwie dranzubleiben und zurückzukommen. Und deswegen glaube ich, dass dieser Punkt am Ende eigentlich verdient ist für beide.
Torsten Jansen: Was soll man da groß sagen? Das war wirklich ein Spiel, das hätte nochmal in die eine oder andere Richtung gehen können. Und letztendlich geht es so aus, wie es ausgegangen ist, und letztendlich verdient für beide. Also ein gerechtes Ergebnis, wie ich finde. Wir haben in der zweiten Halbzeit so ein bisschen Oberwasser bekommen, auch aufgrund von ein paar technischen Fehlern, die Stuttgart dann unterlaufen. Aber insgesamt, war das ein wahnsinnig intensives Spiel. Gegen Stuttgart ist es noch mal besonders, weil sie mittlerweile ja nicht mehr unkonventionell spielen. Sie suchen immer wieder diese Zweikämpfe und attackieren das Zentrum. Und das ist natürlich Schwerstarbeit für die, die da auch decken, und dann wird der eine oder andere mal müde, dann müssen wir da tauschen, dann muss man erstmal gucken, welche Formation passt jetzt am besten, und dann probieren sie es nochmal mit ein bisschen Hinterziehen von außen. Das ist dann schon sehr komplex und herausfordernd, weil man es eben nicht ständig macht und weil man es nicht ständig trainiert. Und in der Kürze der Zeit jetzt nach dem Spiel am Sonntag war das natürlich eine Herausforderung, die umso größer war. Deswegen freue ich mich, dass meine Mannschaft das besser gemacht hat, insbesondere mit der ganzen Attitude.
Philipp Meyer: Hallo aus Hamburg. Es hat für einen Punkt gereicht, leider nicht für zwei Punkte. Ich glaube es war ein wirklich durchkämpftes Spiel heute mit einer sehr guten ersten Halbzeit in der Verteidigung bei uns, würde ich sagen. Zwei Halbzeit ist dann der Angriff besser und die Verteidigung leider nicht mehr ganz so stark und wir kriegen ein bisschen zu viele Tempotore. Das müssen wir fürs nächste Spiel besser machen. Mit Berlin kommt dann wieder eine Mannschaft, die auch sehr schnell angreift und dementsprechend freuen wir uns auf Sonntag, freuen uns auf die Porsche-Arena, und hoffen da die zwei Punkte einzutüten.




