"Das große Problem hatten wir im Rückzug"
Die Stimmen zur 33:34-Heimniederlage der WILD BOYS gegen die Füchse Berlin am Sonntag, den 06.09.2026.
Misha Kaufmann:
„Aus meiner Perspektive haben wir ein paar freie Bälle verworfen, so wie sie auch. Ich denke, das große Problem hatten wir im Rückzug. Wir schaffen es nicht, diese schnelle Mitte, die zweite Welle, zu bremsen. Das war wahrscheinlich auch ihr Plan, relativ schnell einfache Tore zu machen. Weil wir ein bisschen gezwungen sind, uns fallen ja zwei Spieler auf dieser Position aus, mit Philipp Ahouansou, sodass wir nur einen Wechsel haben – deswegen haben wir in der zweiten Halbzeit auch zu früh auf das 7:6 zurückgegriffen. Das war eigentlich nicht geplant, dass wir 7:6 spielen, nicht wegen taktischer Sachen, sondern mehr wegen des Wechsels, dass wir nur einen Wechsel hinkriegen. Also dass wir mit Philip Meyerr schneller im Zentrum sind. Das hat dann besser funktioniert, ab dem 7:6 haben wir weniger Tore aus der zweiten Welle kassiert. Aber im gebundenen Spiel gegen sie haben wir, wie es Nikolaj gesagt hat, Gidsel einfach nie in den Griff gekriegt. Der hat zu einfach die Zweikämpfe gewonnen und hat immer das richtige Timing, um den Ball weiterzuspielen. Das macht es natürlich brutal schwer, die Kontrolle über ein Spiel zu erlangen. Deswegen lag die Kontrolle meines Erachtens in der zweiten Halbzeit eigentlich immer bei den Füchsen. Wir schaffen es dann mit ein, zwei Paraden vom Torhüter zwar wieder heranzukommen, aber in der Summe ist es schade. Heute wäre ein Punkt drin gewesen, mit dem letzten Wurf. Ich denke aber, die zwei Punkte für die Füchse sind auch nicht unverdient."
Nicolej Krickau:
„Erstmal Danke an Misha für das Spiel und an Stuttgart natürlich. Immer schön, schöne Atmosphäre hier in eurer unfassbaren Arena. Wir sind super glücklich mit den zwei Punkten. Wir haben uns schon vor dem Spiel gewusst, dass viele Mannschaften hier verlieren werden, und deswegen sind wir natürlich unfassbar froh mit den zwei Punkten. Sie waren genauso schwer zu kriegen wie erwartet. Über das große Ganze finden wir eigentlich – das kann sein, dass es anders ist, wenn ich die Analyse mache, aber unser Gefühl ist, dass wir 6-gegen-6 in der Abwehr okay standen. Wir waren am Ende ein bisschen undisziplinierter beim Entscheidungen treffen bei unseren Abschlüssen, aber im großen Ganzen ist unser Gefühl, dass es 6 gegen 6 okay war. Klar, wir haben uns auf den 7-gegen-6-Versuch vorbereitet, aber die Anzahl an Varianten, die Anzahl an Spielern bei Stuttgart, wie sie die Zweikämpfe gewinnen und mit welcher Smartness sie sich ausgerechnet Siebenmeter im 7 gegen 6 holen – das hatten wir, glaube ich, nie richtig im Griff. Das war einfach ein bisschen enttäuschend zu sehen, dass wir 6 gegen 7 weniger aktiv waren als 6 gegen 6. Aber das ist manchmal so, weil man unsicher wird wegen der Qualität des Gegners. Dessen ungeachtet sind wir natürlich, wie gesagt, super zufrieden, dass wir aus so einem Kampf mit zwei Punkten rausgehen. Ich finde eigentlich, dass wir okay waren – man hat nie richtige Kontrolle in Stuttgart, aber okay Kontrolle über viele Strecken in der zweiten Halbzeit. Aber klar, der 3:0-Lauf in, ich weiß nicht, fünf, sechs Minuten oder so, hat natürlich ein bisschen wehgetan. So war es hektisch am Ende, ohne Uhr, und ja, es ist, wie es ist, und deswegen sind wir auch nur froh, dass wir gewinnen. Und ich muss heute auch Mathias erwähnen. Noch mal eine unfassbare Leistung von ihm, obwohl er nicht immer mit Toren belohnt wird. Dafür kriegt er natürlich viele Siebenmeter, kreiert immer die Überzahl und kommt wieder und wieder. Dass er die Verantwortung so an den Tag legt, ist keine Überraschung, aber dass er so intensiv rennt, hat mich sehr gefreut. Danke, und viel Erfolg von hier aus natürlich auch an Stuttgart."
Kai Häfner:
„Ja, das tut schon weh, muss ich zugeben. Wir kriegen es gefühlt 50 Minuten nicht hin, gut zurückzulaufen und trotzdem bleiben wir im Spiel. Zum Schluss haben wir ein, zwei Szenen und Aktionen, die wir dann nicht perfekt machen, obwohl unsere Torhüter da zum Schluss wirklich auch drei, vier Siebenmeter halten und uns zurück ins Spiel bringen. Ja, sehr ärgerlich. Wir haben sogar den letzten Wurf wieder und kriegen es nicht hin, 'n Tor zu machen.“






