"Wir kämpfen um jeden Ball und um jedes Tor."

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2026
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Min. Lesedauer

Alle Stimmen zum Heimsieg gegen die HSG Wetzlar am 08. Oktober 2026 von TVB-Cheftrainer Misha Kaufmann, HSG-Coach Rúnar Sigtryggsson und Philipp Ahouansou.

Misha Kaufmann: "Wir hatten heute echte Probleme mit der 5:1-Deckung von Wetzlar, das haben sie wirklich super gemacht. Es gab viele Bälle und Momente im Spiel, in denen das Momentum hätte kippen können. Wetzlar hat im Gegenstoß und vor dem Tor Chancen vergeben, bei denen wir hart kämpfen mussten. Ich finde es stark, wie die Mannschaft als Team versucht hat, die Energie hochzuhalten, obwohl es ein extremer Abnutzungskampf war. Es gab heute entscheidende Schlüsselfaktoren für uns: Mo El-Tayar hat ein hervorragendes Spiel gemacht – mit zwölf Paraden und einer Quote von 35 Prozent. Und auch Philipp Ahouansou war immens wichtig, da er in den kritischen Momenten aus der zweiten Reihe – quasi im Zeitspiel aus dem Nichts – die Würfe genommen und verwandelt hat. Er besitzt diese Qualität, nicht nur das Eins-gegen-Eins zu suchen, sondern auch aus der Distanz zu treffen. In der Summe hat uns das geholfen, in einer schwierigen Phase – beim Stand von etwa 25:23 – wieder einen Puffer aufzubauen. Wenn Wetzlar da auf ein Tor herankommt, wird es für uns richtig eng. Daher bin ich froh über die zwei Punkte. Ich sage meiner Mannschaft immer: Wir kämpfen um jeden Ball und um jedes Tor. Deshalb war mir auch die letzte Aktion vor Schluss so wichtig – das war keineswegs despektierlich gegenüber Wetzlar gemeint. Mir geht es um die Kultur im Team: Wir fighten bis zur letzten Sekunde. Ich wünsche Wetzlar und Rúnar alles Gute für die kommenden Spiele. Er ist ein Top-Coach und wird die richtigen Schlüsse ziehen, um Wetzlar wieder auf Kurs zu bringen.

Rúnar Sigtryggsson: "Es war lange Zeit ein sehr intensives Spiel, das erst in der Schlussphase durch eine deutliche Schwächephase von uns entschieden wurde. Ich finde, wir haben heute eine sehr gute Abwehr gestellt – aus der Not heraus, da uns drei Spieler fehlten, darunter zwei aus dem Mittelblock: Jonas Schoch und Josip Šimić.Gefühlsmäßig hatten wir Stuttgart lange im Griff. Unsere Angriffsleistung war jedoch nicht auf der Höhe. Und wenn wir uns freigespielt hatten, war El-Tayar im Tor zur Stelle – er hatte zwölf Paraden, während wir einige Chancen ließen. Am Ende ist der Sieg für Stuttgart verdient. Es wurmt uns natürlich, dass wir nicht bis zum Schluss Paroli bieten konnten, aber Stuttgarts Torwart war in der Endphase da. Bei uns landete hingegen fast jeder Ball im Netz, den wir in der Abwehr nicht abfangen konnten."

Philipp Ahouansou: "Heute war unsere Geduld der Schlüssel. Wir haben unseren Plan bis zum Ende durchgezogen und bis zum letzten Moment dran geglaubt. Wir haben eine gute Abwehr hingestellt. Das hat uns Rückenwind gegeben, zusammen mit starken Paraden und dann holen wir uns das Spiel heute zuhause."

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