"Wir lassen zu viele freie Würfe liegen."
Die Stimmen der beiden Cheftrainer Misha Kaufmann und Børge Lund sowie TVB-Kapitän Patrick Zieker nach der 33:22-Niederlage gegen den THW Kiel am 11. Spieltag der OPEL Handball-Bundesliga.
Misha Kaufmann: "Ich denke, wir hatten heute in dem Angriffsspiel, was unser Verhältnis ist von Abschlussquoten, einfach zu viele Freie liegen lassen. Wir haben eine Unzahl von freien Bällen, die wir in der ersten Halbzeit nicht ins Tor kriegen aus Top-Situationen, aus Top-Chancen. Ich denke, das zieht uns in der ersten Halbzeit so ein bisschen den Stecker. Dass dann irgendwann mal anfängt, das Kopfkino, dass wir den Ball einfach nicht reinkriegen, egal was wir tun, macht's dann für das Ganze ein bisschen schwierig. Ich finde, wir haben gute Chancen, wir haben uns gute Situationen kreiert, ob das vom Flügel, vom Durchbruch ist, spielt gar keine Rolle. Ich denke, dass uns das am Ende das Bein stellt. Ich gehe ganz klar auf diese Abschlussschwäche, die wir heute hatten von guten Situationen, die uns dann das nicht erlauben, dass wir hier nur annähernd irgendwie über etwas Zählbares sprechen können. Deswegen vollkommen verdient.“
Børge Lund: "Wir wussten, das wird für uns ein schwieriges Spiel. Ich finde, das Ergebnis ist vielleicht etwas zu hoch. Ich finde, wir haben uns 60 Minuten lang richtig guten Chancen herausgespielt, haben sehr lange auch die Chancen gut ausgenutzt. Deswegen hatten wir auch in der ersten Halbzeit 17 Tore erzielt. Unser Defensivspiel war im ersten Durchgang noch nicht so gut. Wir sind so oft stehen geblieben, haben in der Abwehr zu viel Raum gelassen. Das habe ich dann zur zweiten Halbzeit geändert. Auch Perez de Vargas hat das ganze Spiel super gespielt, das hat uns dann auch einen Push gegeben das ganze Spiel über. So konnten wir freier spielen. Von daher sind wir sehr zufrieden mit den zwei Punkten, aber auch mit der gesamten Leistung, vor allem weil Stuttgart die letzte Zeit gezeigt hat, wie schwer das ist gegen sie zu spielen. Die haben eine super klare Identität und wie die das lösen wollen, auch ohne Kreisläufer. Das kann man mögen oder nicht mögen, aber die machen das gut und es ist auch sehr interessant für uns diesen Schritt dann in unseren Abwehrverhaltens lösen zu können."
Patrick Zieker: "Das ist natürlich ein absolutes Brett heute. Ich glaube, vor allem die zweite Hälfte und die damit verbundene Art und Weise, wie wir heute hier auftreten, ist schon auch beschämend und enttäuschend. Da haben wir einiges zu analysieren, vor allem, wie wir mit diesen Negativoptionen umgehen, die phasenweise natürlich passieren. Fehlwürfe gehören dazu, aber wenn wir uns davon so umhauen lassen und auch keinen Zugriff mehr in der Abwehr bekommen, dann ist das deutlich zu wenig und darüber müssen wir sprechen."







