"Auf beiden Seiten war das ein ziemliches Gewusel"
Die Stimmen zum 22:17-Heimsieg der WILD BOYS über den HC Erlangen am 34. Spieltag der DAKIN Handball-Bundesliga.
Misha Kaufmann: „Ich glaube, es war heute kein leichter Bissen, vor allem was das Angriffsspiel angeht. Auf beiden Seiten war das, denke ich, ein ziemliches Gewusel. Dieses Spiel hat irgendwie einen komischen Touch – zumindest vom Gefühl her. Aber ich möchte die paar Worte, die ich heute habe, für etwas anderes nutzen: Ich möchte mich zunächst bei Jens und bei Jürgen für diese Saison bedanken – für das Vertrauen, für ihre Unterstützung, für den Support. Unglaubliche Menschen, die dabei helfen, hier etwas Großes auf die Beine zu stellen. Ich möchte mich beim Staff bedanken, bei Dado, der mich seit Jahren begleitet, der mich kennt und mich aushält. Er macht einen Riesenjob, ist unglaublich wichtig für mich, und ich bin froh, ihn an meiner Seite zu haben. Auch mit Manni, mit Sandra, mit Franky, mit Tobi– meinem gesamten Staff – ist es einfach mega. Ich danke allen vielmals für die Unterstützung. Ich möchte der Geschäftsstelle des TVB danken für die unglaubliche Arbeit, die sie dort leisten, und für den Schweiß, den sie investieren. Es ist wichtig, dass das auch gesehen wird. Sie machen unglaublich viel für die Spieler und für uns, damit wir jeden Tag unserer Arbeit nachgehen können. Ich finde das nicht selbstverständlich, und ich finde, das hat auch eine Bühne verdient. Deswegen möchte ich meinen tiefsten Dank aussprechen. Die Geschäftsstelle macht einen Riesenjob, ich sehe das und ich schätze das sehr. Das hat auch einen enormen Stellenwert dafür, dass das, was wir vorhaben, überhaupt möglich ist. Ich könnte weitermachen bis hin zum Hallenwart Ludek, der uns jeden Tag unterstützt, die Halle aufschließt und schließt und alles zur Verfügung stellt, was es eigentlich gar nicht gibt. Jens auch dir– vielmals Danke, wie du uns auf diesem Weg begleitest, das ist mega. Ich finde es toll, ich liebe deine Stimme, ich höre das immer sehr gerne. Wo du überall tätig bist, hat mich wirklich überrascht. Ich finde es mega – du bist für mich ein unglaublich sympathischer Typ. Danke vielmals. Und natürlich auch an die Fans: Es war, glaube ich, eine zwiegespaltene Saison. Am Anfang war der Glaube nicht so wirklich spürbar. Aber das hat sich alles entwickelt. Ich finde, wir haben uns mit den Fans gefunden, und darauf wollen wir aufbauen. Da wollen wir die nächsten Schritte gehen. Auch dafür vielen, vielen Dank an unseren Fanclub – es ist mega, was ihr für uns macht. Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen, und wenn doch, tut es mir von Herzen leid. Ich würde hier gerne noch eine halbe Stunde weiterreden und jedem danken. Die Ehrenamtlichen, Jackson und Herbi, die für uns alles vorbereiten und organisieren – es gibt so viele Menschen, die unglaublich viel Gutes für diesen Verein tun, und ohne sie wäre das alles nicht möglich. Deswegen auch an die Stadt Stuttgart: vielen Dank. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Saison."
Johannes Sellin: „Das Hinspiel ist 24:24 ausgegangen. Dass das heutige Spiel eher über die Abwehrreihen dominiert werden würde, war uns – vor allem angesichts unserer aktuellen Situation – im Vorfeld klar. Ich glaube, 40 % unserer Torgaranten aus dem Angriff sitzen derzeit verletzt auf der Bank. Dass wir dort Probleme haben, liegt auf der Hand. Dennoch finde ich, dass wir in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt haben. Wir haben da zwar noch zwei Siebenmeter und zwei komplett freie Durchbrüche im Tempogegenstoß liegenlassen, sind aber ansonsten wirklich gut reingekommen. Unsere Abwehr stand sehr stabil und wir haben den Gegner zu einer Angriffsumstellung gezwungen. In der zweiten Halbzeit glaube ich, wenn wir dort einfach ein bisschen mehr Geduld gehabt und zwei- oder dreimal das leere Tor getroffen hätten, dann hätte sich Stuttgart deutlich schwerer getan. Hinten raus hatten sie dann natürlich die breite Brust. Sie spielen am Ende sogar noch einen Kempa-Trick, weil sie wussten: Selbst wenn der Ball nicht reingeht, das Tor ist heute für uns wie vernagelt. Ich weiß nicht, woran es lag, aber der Ball wollte einfach nicht rein. Ich glaube, wir haben fünf oder sechs Würfe auf das leere Tor vergeben. Dass man Stuttgart damit nicht noch einmal unter Druck setzen kann, ist klar. Am Ende bin ich trotzdem sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Wie gesagt, wir sind seit Wochen verletzungsgebeutelt und machen das Beste daraus. Es war eine starke Abwehrleistung – das muss man ganz klar sagen. In der Defensive waren alle hellwach und wir haben die Vorgaben hervorragend umgesetzt. Im Angriff müssen wir natürlich weiter arbeiten, aber das ist völlig verständlich. In den letzten 15 Minuten haben wir wieder mit sehr jungen Spielern agiert, die ihre Sache ordentlich gemacht haben. Ich bin mit den jungen Leuten absolut zufrieden. Wir binden sie direkt aus unserem eigenen Nachwuchs ein. Das ist der Weg, den wir gehen können und wollen, und darauf bin ich stolz. Ich wünsche allen einen schönen Sommerurlaub. Den können wir, glaube ich, alle gut gebrauchen, um mal ein bisschen durchzuatmen.“
Max Häfner: „Jetzt haben wir das Top-Team aus Flensburg im vorletzten Heimspiel geschlagen, dann der Derbysieg in Göppingen und jetzt der Heimsieg heute. Auch, wenn es kein Augenschmaus war – vor allem in der ersten Halbzeit – haben wir trotzdem nochmal zwei Punkte in der heimischen Halle geholt. So ist es am Ende definitiv ein versöhnlicher Abschluss von einer Saison, auf die wir stolz sein können!"






