Flensburg-Coach Maik Machulla im Gespräch

Herr Machulla, bei den beiden Heimspielen gegen Magdeburg und Hannover durften erstmals wieder wenige Zuschauer in die FLENS-ARENA. Was hat dieser erste kleine Schritt für Sie bedeutet? 

Maik Machulla: Es ist für uns alle ein erster kleiner Schritt in Richtung Normalität. Die Fans gehören in die Arenen. Wir waren sehr froh, dass sie gegen Magdeburg und Hannover die FLENS-ARENA zur Hölle Nord  gemacht haben, auch wenn es nur 125 waren. Aber sie alle haben deutlich gezeigt, wie sehr sie die Mannschaft vermisst haben. 

Eine außergewöhnliche Schlagzeile der letzten Wochen war mit Sicherheit die kurzfristige Verpflichtung von Henning Fritz (Karriereende 2012) als Ersatz für den verletzten Benjamin Buric im SG-Tor. Welche Impulse und welche Art von Unterstützung erhoffen Sie sich von diesem Transfer in der Endphase der Saison?

Maik Machulla: Henning bringt eine unglaubliche Erfahrung mit, die er an die Spieler und besonders Torbjørn weitergeben kann. Außerdem erhoffe ich mir, dass er ihm im Training und auf der Bank Sicherheit gibt und insgesamt einfach eine gute Energie in die Mannschaft bringt. 

Ihre Mannschaft steht nach über 30 Spielen mit einem Zähler Rückstand hinter dem Dauerrivalen THW Kiel auf dem zweiten Tabellenplatz. Auf dem SG-Konto stehen dabei eine Niederlage und vier Unentschieden. Wie denken Sie an diese vier extrem knappen Unentschieden zurück, wenn Sie diesen einen Punkt Rückstand in der Tabelle sehen?

Maik Machulla: Die LIQUI MOLY Handball-Bundesliga ist mit Abstand die schwierigste Liga, die man gewinnen kann. Mit allen Problemen, die wir in dieser Saison hatten, mit der hohen Belastung durch mehr Spiele in der Liga und in der Champions League hat meine Mannschaft eine außergewöhnliche Leistung gezeigt. Da ist es beachtlich, so wenig Minuspunkte zu haben. 

Ohne Zuschauer und den starken Heimvorteil haben sich sehr viele Spiele in dieser Saison offener gestaltet. Die Liga hat sich somit sehr ausgeglichen und jedes Spiel umkämpft präsentiert. Wie sehen Sie das Leistungsniveau der Liga in dieser Runde mit den 20 Teams?

Maik Machulla: Die Liga war schon immer ausgeglichen und sehr eng. Jede Mannschaft ist in der Lage, jede andere Mannschaft zu schlagen. Durch die 20 Teams hat sich das Leistungsniveau aus meiner Sicht noch einmal verbessert. 

Die WILD BOYS konnten nach einer sehr schwierigen Phase zu Beginn des Jahres 2021 in den Heimspielen im Mai Frisch Auf! Göppingen und die Rhein-Neckar Löwen schlagen. Auswärts gelang in vier Spielen gegen Minden, Lemgo, Coburg und Hannover kein Sieg. Wie schwierig wird die Aufgabe gegen Stuttgart für Ihr Team?

Maik Machulla: Stuttgart hat im Spiel in Flensburg deutlich gezeigt, wie gut die Mannschaft harmoniert und wie sehr sie zusammengewachsen ist. Wie jedes Spiel in der Liga, wird auch das Auswärtsspiel in Stuttgart ein schweres für uns. 

Am Ende einer sehr langen Saison wird die Deutsche Meisterschaft wieder unglaublich knapp entschieden und Vereine ohne direkte Beteiligung und ohne sportlichen Druck am Saisonende spielen das Zünglein an der Waage. Wie interessant oder bedenkenswert finden Sie Playoffs und Finalspiele, um den Deutschen Handballmeister zu küren?

Maik Machulla: Ich bin kein Freund von Playoffs. Die ganze Saison verliert aus meiner Sicht an Wert, wenn am Ende eine Mannschaft Deutscher Meister werden kann, die im Verlauf der regulären Spielzeit kein konstantes Niveau erreicht hat. Oder auch wenn eine Mannschaft die gesamte Saison dominiert, kann es sein, dass sie aufgrund von Verletzungen oder ähnliches trotzdem die Meisterschaft verspielt. 

Bildquelle: Ingrid Anderson-Jensen

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