„Der Weg des TVB ist noch nicht am Ende“

Hallo Simon, als du damals zum TV Bittenfeld gekommen bist, war es da abzusehen, dass sich der Verein derartig entwickeln wird?

Das war eine sehr junge Gruppe, die damals direkt aus der BWOL in die Regionalliga aufgestiegen ist. Für mich waren das alles Freunde und Bekannte aus den Auswahlmannschaften hier in der Region. Wenn man mir damals gesagt hätte, dass wir mit dem TVB in die erste Liga aufsteigen, dann hätte ich das zwar schön gefunden aber vermutlich gesagt, dass man die Kirche im Dorf lassen soll. Dass es dann so eine Entwicklung genommen hat, war damals nicht abzusehen. 

Du hast ja insgesamt drei Aufstiege mit dem TVB mitgemacht. Welche Bilder kommen dir in den Kopf, wenn du an das Spiel um den Einzug in die Bundesliga in Hüttenberg denkst?

Als allererstes muss ich daran denken, wie wir kurz vor Schluss ein Gegentor bekommen und ich zum Anspiel laufe. Das Spiel ging noch vier oder fünf Sekunden. Ich habe Micha Schweikardt gesehen, wie er den Ball wegwirft und dann auf mich zu gerannt kommt. Das ist das, was mir am meisten in Erinnerung geblieben ist und außerdem, dass das Spiel nicht sonderlich gut war aber das Ergebnis natürlich gepasst hat.

Ihr habt euch letztlich für die gesamte Entwicklung des Vereins belohnt. Es war ja wirklich ein Stamm an Spielern, der über lange Zeit zusammengespielt hat. War das – auch im Vergleich zu den Jahren davor – das Besondere, dass dieses Team ausgemacht hat?

Ich denke, am Ende war es der ausschlaggebende Punkt, dass wir uns einfach über Jahre hinweg weiterentwickelt haben und keinen großen Personalwechsel hatten. Wir haben wirklich mit einem Stamm von sechs oder sieben Spielern über fast ein ganzes Jahrzehnt zusammengespielt.

Im Jahr vor dem Aufstieg war doch die Enttäuschung recht groß, dass es da eben nicht gereicht hatte. Wenn man sich die gesamte Entwicklung anschaut, war 2015 letztlich genau das richtige Jahr, um aufzusteigen?

Im Endeffekt gibt es kein gutes oder schlechtes Jahr. Sondern man spielt gut genug oder nicht. Man hatte sich ja relativ schnell oben etabliert, sodass der Aufstieg recht schnell das Ziel war.

Du hast die weitere Entwicklung des TVB in der ersten Liga damals noch vier Jahre als Spieler weiter begleitet und auch jetzt noch sicherlich weiterhin verfolgt. Was denkst du, wohin wird dieser Weg den TVB noch führen?

Ich gehe fest davon aus, dass der Weg des TVB noch nicht am Ende ist. Jetzt muss man wegen Corona erstmal abwarten, wie es weitergeht in der Bundesliga und wie sich die Etats entwickeln. Da wird sich jetzt vermutlich einiges tun – auch was Spielergehälter angeht. Ich glaube, dass der TVB mit dem 12. Platz gezeigt hat, dass auch mit dem TVB auf einem einstelligen Tabellenplatz zu rechnen ist. Das muss auch über kurz oder lang das Ziel sein. Dies gibt dann auch wieder die Möglichkeit Spieler längerfristig zu halten. In den letzten drei oder vier Jahren gab es immer wieder einen größeren Personalwechsel. Eine eingeschworene Mannschaft ist, glaube ich, auch in der ersten Liga, das, was den Erfolg ausmacht.

Nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch darum herum hat sich der TVB über die Jahre weiterentwickelt. Wie beurteilst du diese Entwicklung fernab vom Spielgeschehen?

Ich kenne ja noch die Geschichten aus der dritten Liga. Da sind wir noch mit gemieteten Sprintern selbst zum Auswärtsspiel gefahren und jeder hat sich sein eigenes Essen mitgebracht. Mittlerweile gibt es Busreisen mit richtig gutem Essen oder Hotelübernachtungen und Flugreisen. Es war am Anfang wahrscheinlich so, dass die sportliche Entwicklung der Entwicklung im Hintergrund voraus war. Aber am Ende des Tages gleicht sich das so langsam an und natürlich geht es auch dort in großen Schritten voran. 

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