Von der Europameisterschaft zurück in den Liga-Alltag

Nach dem versöhnlichen 5. Platz bei der Europameisterschaft 2020 in Schweden, Norwegen und Österreich, sind die deutschen Nationalspieler des TVB wieder im Ligaalltag angekommen. Wir haben uns mit Johannes Bitter, David Schmidt und Patrick Zieker unterhalten und die interessanten Eindrücke gesammelt. Obwohl die drei WILD BOYS das Erlebte ganz unterschiedlich verarbeiten, stehen alle vor der selben beruflichen Aufgabe: den Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga zu gewinnen.

Wie gelingt es euch nach diesem ereignisreichen Turnier zurück in das Alltagsgeschäft und in den Kampf um den Klassenerhalt im Rahmen des Heimspiels gegen Leipzig zu finden?

Jogi: Natürlich hat die EM insgesamt einen Hype ausgelöst und es gab mehr Aufmerksamkeit. Aber ich habe einfach versucht, Handball zu spielen. Genau deshalb wird es jetzt auch nicht so schwer sein, wieder im Alltagsgeschäft anzukommen. Es ist nach wie vor Handball, das was wir können und jeden Tag machen. Ob wir das im Nationaltrikot oder im Trikot des TVB machen, ist egal. Deshalb freue ich mich darauf, dass es in der Liga wieder losgeht. Ich hätte am liebsten direkt weitergespielt, weil wir gefühlt in einer guten Verfassung waren. 

Patrick: Es ist sicherlich schwer, nach so einem Turnier und auch Erlebnis kopftechnisch direkt wieder im Liga-Alltag anzukommen. Da ist man schon ein bisschen ausgebrannt nach dem Turnier und empfindet eine gewisse Handballmüdigkeit. Trotz des Ausscheidens lief das Turnier danach noch ganz gut. Und dennoch ist auch eine Enttäuschung zu spüren. Deshalb taten so ein paar freie Tage sehr gut, wenn man einmal ganz abschalten kann. Jetzt ist es einfach unsere Aufgabe als Profisportler, den Fokus wieder voll auf die Liga zu setzen, um die Herausforderungen, die vor uns stehen, gut zu bewältigen. Man muss es dann auch schaffen, das Vergangene hinter sich zu lassen und sich mit vollem Einsatz auf das Kommende zu konzentrieren.

David: Ich hatte ja echt nicht viel Zeit, mir über den Hype Gedanken zu machen. Der berufliche Alltag im Verein ging sofort wieder los. Die EM hat mental schon viel Kraft gekostet. Man muss es jetzt aber nach den Ereignissen hinbekommen, im Kopf wieder zurück zu finden. Das erste Spiel haben wir ja bereits hinter uns und das Fokussieren auf die Liga muss jetzt einfach auch schnell gehen, weil wir jeden Punkt brauchen. 

Was nehmt ihr vom EM-Erlebnis mit in die Liga und was lasst ihr bewusst zurück?

Jogi: Ich nehme mit, dass wir uns aus einer schwierigen Phase mit sehr viel Konzentration und mit einer gewissen Leichtigkeit befreit und richtig stark aufgespielt haben. Außerdem sind wir uns den Qualitäten, die wir besitzen, bewusst geworden. Ich denke mal bei uns in der Liga ist das ganz ähnlich. Wir haben ganz viel Qualität, die wir nicht immer auf die Platte bekommen. Deshalb hoffe ich, dass wir auch diese Konzentration und das Gemeinschaftsgefühl im Kampf um den Klassenerhalt finden – um dann in den Spielen eine gute Leistung zu bringen. 

Patrick: So ein Turnier ist einfach nicht mit dem Liga-Alltag zu vergleichen. Natürlich bekommt man in einem Turniermodus schneller eine Quittung, wenn man mal nicht so eine gute Leistung bringt. Weil das, ganz klar, häufig mit dem direkten Ausscheiden verbunden ist. In der Liga kann man sowas aufgrund der Länge der Saison auch mal ausgleichen. Aber wie gesagt, die Erfahrungen aus dem Turnier sind noch sehr frisch. Es fällt mir schwer, ein richtiges Fazit zu ziehen, weil es so ein Abenteuer war. In erster Linie nehme ich viel Erfahrung mit, die einen auf jeden Fall weiterbringt. Und auch, dass man nach Rückschlägen, wie nach dem Kroatien-Spiel, wieder aufstehen muss.

David: Ich nehme schon ein Stück weit Spielfreude mit. Ich durfte in der kurzen Zeit viel lernen. Auch der Umgang mit den Mitspielern war was Neues, um sich gegenseitig kennenzulernen, das Denken der anderen in kürzester Zeit auf dem Feld zu verstehen und eine Einheit zu bilden. Auch das schnelle Einstellen auf den Gegner war eine Herausforderung, was können sie gut und was können sie nicht so gut. Was ich bewusst zurücklasse ist der Reisestress bzw. auch den Lagerkoller, den man da ab und zu empfindet. 

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