Chance auf Rekord-Punktzahl

Mit einem Sieg gegen Leipzig hätte der TVB 24 Punkte gesammelt – so viele wie noch nie

 

14 Punkte Polster bei noch acht ausstehenden Partien: Der Abstieg ist für den TVB längst kein Thema mehr. Es ist also an der Zeit, sich neue Ziele zu setzen. So liegen die Stuttgarter nur einen Zähler hinter dem Tabellenneunten TBV Lemgo, ein einstelliger Tabellenplatz ist demnach noch drin. Zumal das Restprogramm des TVB durchaus Hoffnung macht auf den einen oder anderen weiteren Erfolg.
Bereits an diesem Sonntag kann das Team von Trainer und Geschäftsführer Jürgen Schweikardt eine spezielle Leistung vollbringen: Schlägt es den Tabellenfünfzehnten SC DHfK Leipzig, hätte es 24 Punkte gesammelt und damit mehr denn je in vier Jahren erste Liga. 23 waren’s in der Saison 2016/2017, welche der TVB auf dem 14. Platz abschloss. „Das ist sicherlich unser Ziel“, sagt Schweikardt. Abgesehen von der neuen Rekordmarke hätte der TVB den Gegner distanziert, der bei 16 Punkten sitzenbliebe. „Ich denke, dann hätten wir den 14. Platz sicher.“ So einfach, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag, dürfte die Aufgabe am Sonntag allerdings nicht werden – auch wenn’s für das Team von Trainer André Haber nach zwei achten Rängen in dieser Saison eher durchwachsen läuft. Phasenweise musste sich der SC gar mit dem Abstieg beschäftigen. Schweikardt warnt allerdings davor, die Leipziger am Tabellenplatz zu messen. „Zwischen Rang fünf und 15 unterscheiden sich die Mannschaften nicht allzu sehr“, sagt er. Sein Team müsse eine ähnliche Leistung zeigen wie in Melsungen, um die Punkte zu behalten. Nicht nur einmal bewiesen die Leipziger, was sie draufhaben. Zuletzt zwangen sie die Füchse Berlin mit 32:27 in die Knie, gegen die Top-Teams SC Magdeburg (24:25) und SG Flensburg-Handewitt (20:21) schnupperten sie an der Überraschung. Den Rhein-Neckar Löwen klauten die Leipziger beim 24:24 einen Punkt.

 

Leipzig habe das Potenzial für einen einstelligen Tabellenplatz, sagt Schweikardt. Der Rückraum ist mit vier deutschen Nationalspielern besetzt: Niclas Pieczkowski, Philipp Weber, Maximilian Janke und Franz Semper. International erfahren sind auch der Torhüter Milos Putera (Slowakei), der Rechtsaußen Patrick Wiesmach (Dänemark) und der Schweizer Kreisläufer Alen Milosevic, der auf seine Nationalmannschafts-Kollegen Lukas von Deschwanden und Samuel Röthlisberger treffen wird.

 

Bis auf Robert Markotic, der nach einer Knorpelabsprengung operiert worden ist und für den Rest der Saison ausfällt, tritt der TVB in Bestbesetzung an. Es gibt noch rund 150 Tickets.

 

Quelle: ZVW / Thomas Wagner
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