Miserabler Start des TVB ins neue Jahr

Gründlich daneben gegangen ist für den Handball-Erstligisten TVB 1898 Stuttgart der Liga-Auftakt nach der WM-Pause. Nach sieben Niederlagen in Folge hatte die TSV Hannover-Burgdorf beim 33:22-Sieg (19:12) leichtes Spiel gegen den TVB, der sich in allen Mannschaftsteilen extrem schwach präsentierte. Einzig Jogi Bitter und David Schmidt erreichten Normalform.

Weil der TVB auf die angeschlagenen Robert Markotic, Lukas von Deschwanden und Max Häfner verzichten musste, machten die beiden Youngster Max Oehler und Luis Föge die Reise nach Hannover mit. Ein paar Minuten vor dem Ende der Partie durften die beiden 17-Jährigen auf die Platte – das war’s auch schon fast an positiven Nachrichten, die es aus Sicht der Stuttgarter aus der TUI-Arena zu vermelden gibt. Die 4862 Zuschauer sahen eine überraschend einseitige Partie, in der der TVB 1898 Stuttgart mit den Gedanken offensichtlich noch in der Winterpause war. Die Defensive präsentierte sich löchrig, der Angriff fahrig. 17 Fehlwürfe und 16 technische Fehler standen nach 60 Minuten in der Statistik.

Bereits der Start ging komplett daneben. Nach acht Minuten führte Hannover mit 5:2. Unter anderem, weil der TVB bis dahin viermal den Ball vertändelt hatte. Michael Kraus, im Hinspiel 18-facher Torschütze, gelang so gut wie gar nichts. Nach zehn Minuten, beim 7:3, ersetzte ihn Michael Schweikardt auf der Spielmacherposition. Nach drei Toren in Folge zum 6:7 sah’s so aus, als hätte der TVB seine anfängliche Lethargie abgelegt. Das täuschte: Mit haarsträubenden Fehlern luden die Gäste den Gegner reihenweise zu Kontern ein. Beim 11:6 (19.) waren die Recken wieder enteilt.

Beim TVB verdienten sich lediglich Jogi Bitter, der das Torhüterduell mit Martin Ziemer ausgeglichen gestaltete, und der mutige David Schmidt ordentliche Noten. Nach Manuel Späths Treffer zum 9:12 (23.) war der TVB noch auf Schlagdistanz, dann eilte Hannover bis zur Pause auf 19:12 davon. Und das, ohne übermäßig zu glänzen. Es reichte dem Team von Trainer Carlos Ortega an diesem Abend, auf die Missgeschicke des TVB zu warten.

Die Geschichte des zweiten Durchgangs ist rasch erzählt: Hannover machte binnen fünf Minuten einen Knopf an die Partie. Der gute Ex-Bittenfelder Kai Häfner sorgte beim 21:12 für die erste Neun-Tore-Führung, zum ersten zweistelligen Vorsprung traf der Recken-Keeper Ziemer ins leere TVB-Tor zum 24:14 (37.). Zu diesem Zeitpunkt stand der Sieger mehr oder weniger fest. Die Gäste machten auch nicht den Eindruck, als wollten sie sich mit aller Macht gegen die Niederlage stemmen. Hannover spielte variabler, der TVB lief sich immer wieder fest und agierte zu viel über die Mitte. Den ersten ordentlichen Angriff über Außen vollendete Sascha Pfattheicher nach 41 Minuten mit dem Tor zum 17:25.

Für den TVB ging’s in der Schlussviertelstunde lediglich darum, die Niederlage in erträglichen Grenzen zu halten. Den größten Rückstand gab’s sechs Minuten vor dem Ende, der dänische Weltmeister Morten Olsen traf zum 32:20. Einstellig schafften es die Bittenfelder nicht mehr, die in allen Belangen überlegenen Recken siegten auch in der Höhe verdient mit 33:22. Viel schlechter hätte für den TVB das neue Jahr nicht beginnen können.

Quelle: Thomas Wagner, ZVW

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