Kniffliges Programm vor der Brust

Fünf Punkte aus acht Spielen, Kontakt zu den Abstiegsrängen und ein kniffliges Programm vor der Brust: Von seinem Ziel, eine sorgenfreie Saison zu erleben, ist der Handball-Erstligist TVB Stuttgart ein gutes Stück entfernt. „Damit beschäftigen wir uns nicht jede Woche“, sagt der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt. „Aber natürlich ist das nicht das, was wir uns erhofft haben.“

Erlebt der TVB ein Déjà-vu? In der vergangenen Saison war er mit 6:6 Punkten gestartet und holte in den verbleibenden elf Spielen bis zur Winterpause nur noch drei Punkte. Quittung war der 15. Platz – mit zwei Zählern Abstand zum Abstiegsplatz.

Auch in dieser Saison lief’s zu Beginn bei 4:2 Punkten gut, nach acht Spieltagen indes tritt der TVB auf der Stelle: Fünf Punkte stehen auf der Habenseite, ein Punkt weniger als zur selben Zeit im Vorjahr. Ein wenig besorgniserregend ist die Ausbeute auch deshalb, weil der TVB im Vorjahr mit Melsungen, Magdeburg und den Füchsen Berlin bereits drei Hochkaräter hinter sich hatte. Aktuell hat es das Team von Trainer Jürgen Schweikardt nur mit einem Top-Team zu tun gehabt, gegen die RN Löwen verlor es mit 20:26.

Die dicken Brocken rollen in den nächsten Wochen auf den TVB zu: SG Flensburg-Handewitt, TSV Hannover-Burgdorf, Füchse Berlin, SC Magdeburg. Es ist schwer vorstellbar, dass die Bittenfelder in der derzeitigen Form in diesen Partien etwas reißen werden. Und wenn’s ganz dumm läuft, könnte der TVB zur Winterpause wieder im Tabellenkeller stecken. Womit das Saisonziel, Planungssicherheit zu haben, ad acta gelegt werden müsste.

„Die Gefahr besteht sicherlich“, sagt Schweikardt, der aber so weit noch nicht vorausblicken möchte. „Wir konzentrieren uns jetzt aufs Tagesgeschäft.“ Da gilt’s zunächst, das 26:26 gegen die Eulen aufzuarbeiten. „Es läuft derzeit einfach zu vieles gegen uns, es fehlt uns in den entscheidenden Momenten auch das Glück.“

In den Spielen gegen Göppingen, Gummersbach, den Bergischen HC und die Eulen sei sein Team nicht weit davon entfernt gewesen, sich eine gute Ausgangsposition für die weitere Saison zu verschaffen. „Es hat aber leider nicht gereicht“, so Schweikardt. Auch nicht gegen Ludwigshafen, das als punktloser und ersatzgeschwächter Tabellenletzter nach Stuttgart angereist war und eigentlich kein Maßstab für den TVB sein sollte auf dem Weg, sich dem Mittelfeld der Liga anzunähern. „Die Eulen sind kein Kanonenfutter“, sagt Schweikardt. „Und in unserer derzeitigen Verfassung ist jeder Gegner unser Maßstab.“

Quelle: Thomas Wagner, ZVW

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