“Ein offenes Match in beide Richtungen”

Gästetrainer Jens Bürkle hat uns im Vorfeld des Derbys Rede und Antwort gestanden. Am kommenden Sonntag reist er mit dem HBW Balingen-Weilstetten nach Stuttgart in die Porsche-Arena.

Herr Bürkle, Gratulation zum wichtigen Sieg gegen Hannover. Was hat Ihre Mannschaft in diesem Spiel ausgezeichnet, was Ihnen am Ende den Sieg beschert hat? 

Wir haben im Spiel gegen Hannover extrem viele Dinge sehr gut gemacht. Wir haben stark geworfen, hatten gute Quoten der Torhüter und haben eine gute Abwehr gestellt. Außerdem haben wir in vielen, entscheidenden Situationen als es eng war Mut bewiesen und diese Phasen gemeistert. Die einzige Ausnahme war dabei die Anzahl unserer technischen Fehler, welche leicht über unserem Schnitt lag.

Wie sieht nach 4:8 Punkten Ihr Fazit zum Saisonstart des HBW aus?

Wir hatten mit dem Heimspiel gegen Minden ein Match, welches wir gewinnen mussten. Hinzu kamen mit den Heimspielen gegen den Bergischen HC und Hannover sowie den Spielen in Lemgo und Nettelstedt einige „Kann“-Spiele, in welchen man gute Chancen hat, Punkte zu holen, welche man jedoch nicht immer alle gewinnt. Davon haben wir die Punkte gegen Hannover gewonnen, was okay ist. Dies ist auch gleichzeitig das Fazit.

Mit dem HSV Hamburg Handball sorgt ein Aufsteiger zu Saisonbeginn nicht ganz unerwartet für Furore. Schrillen da bei Ihnen als Trainer von Balingen-Weilstetten automatisch die Alarmglocken?

Ohne das Programm von Hamburg zu kennen, bin ich im Vorfeld nicht davon ausgegangen, dass sie zu diesem Zeitpunkt schon so viele Punkte haben werden. Das Team macht es sehr gut, wobei dies angesichts der Transfers und des Etats auch nichts völlig Ungewöhnliches ist. Grundsätzlich bin ich jedoch davon abgekommen, ständig auf die anderen Teams zu schauen. Ich konzentriere mich auf uns und darauf, dass wir Spiele für uns entscheiden und Punkte sammeln. Auf andere zu schauen, sehe ich eher als ein Zeichen von Schwäche. Wir fokusieren uns auf die Dinge, welche wir beeinflussen und kontrollieren können.

Die WILD BOYS haben mit Roi Sánchez seit dieser Saison einen neuen Cheftrainer. Welche Veränderungen im Spiel des TVB konnten Sie bereits ausmachen?

Ich habe bereits extrem viele Kleinigkeiten und Details im Spiel der Stuttgarter beobachtet, welche seine Handschrift tragen. Es geht dabei um viele individuelle Aktionen, Fallen, Momente, in denen Druck erzeugt wird und so weiter. Auch die Situation im Rückraum in Folge der verletzungsbedingten Ausfälle der Linkshänder wurde sehr gut und kreativ gelöst. Insgesamt ist es für Roi ein schwerer Start unter diesen Bedingungen. Wie gesagt, sehe ich schon viele Veränderungen und wir müssen aufpassen, dass wir nicht in die Fallen der Stuttgarter treten. Die Spielweise gefällt mir gut und ich schaue den Handball gerne an, wobei der Entwicklungsprozess noch Zeit brauchen wird.

Trotz des Heimsieges gegen die Rhein-Neckar Löwen tun sich die WILD BOYS in der neuen Saison bisher sehr schwer. In der vergangenen Saison konnten die Blau-Weißen beide direkten Duelle gegen Ihr Team gewinnen. Wie sehen Sie die Favoritenrolle im heutigen Derby verteilt?

Betrachtet man die Voraussetzungen, müsste Stuttgart das Spiel gewinnen. In dem kommenden Derby gibt es jedoch eine spannende Drucksituation für den TVB. Die Frage wird sein, wer im Spiel richtig heiß sein wird und gleichzeitig einen kühlen Kopf bewahren kann. Wer also die richtige Einstellung zu diesem Derby finden wird, hat gute Chancen das Spiel in der Porsche-Arena zu gewinnen. Damit ist für mich das Match in beide Richtungen offen mit der leichten Favoritenrolle für Stuttgart.

Bei dem Heimsieg gegen das Topteam der Löwen gelangen den Stuttgartern 35 Treffer, obwohl im Rückraum beide etatmäßigen Linkshänder verletzungsbedingt fehlten. Wie unangenehm ist für Sie ein Spiel, welches durch die seltene taktische Besonderheit – Rechtshänder im rechten Rückraum – gekennzeichnet ist?

Wie immer gibt es hier zwei Seiten. Zum Einen nimmt es dem Spiel einige Optionen und gleichzeitig ergeben sich daraus auch Möglichkeiten. Die Situation ist zunächst sehr selten und zum Beispiel das Abräumen auf Rechtsaußen wird erleichtert. Hingegen ist es für den Spielfluss eher hinderlich, wenn kein Linkshänder im Rückraum auf dem Feld ist. Insgesamt gilt es für uns abzuwägen, was wir dabei zulassen, denn ich muss sagen, dass die Stuttgarter insgesamt gute Lösungen mit hoher Präzision in dieser Konstellation gefunden haben.

Tickets für das Derby am 17.10.2021 um 16 Uhr in der Porsche-Arena gibt es hier: https://bit.ly/TicketsTVBHBW

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