Von den ersten Gesprächen bis zum Release – Die Entwicklung der TVB-App

Nach gut einem Jahr umfangreicher Ideensammlung, Entwicklungsarbeit, Feinjustierung und zahlreichen Probeversionen ist die TVB-App nun im Apple App- und Google Play-Store verfügbar. Die App wurde von der in Stuttgart ansässigen Firma Zoi umgesetzt. 

Steffen Ivanowitsch und Benjamin Hermann haben die Entwicklung der TVB-App gemeinsam mit ihrem Team betreut und verantwortet. Im Interview lassen sie den Ablauf bis zum Release Revue passieren, geben Einblicke in die Arbeit von Zoi und stellen die App der Stuttgarter Handballer vor.

Guten Tag Herr Ivanowitsch, Herr Hermann, zu Beginn des Jahres 2020 begann die Umsetzung der Idee des TVB Stuttgart, eine eigene App zu entwickeln. Nehmen Sie uns bitte mit auf den Weg von den ersten Gesprächen mit dem TVB bis zum Release. Wie kann man sich diesen Prozess vorstellen?

(Steffen Ivanowitsch): Die ganz grundlegende Idee war, dass wir die Fans näher an das Spiel ran bekommen – Nicht nur in der Halle, sondern auch die Fans, die das Spiel wegen Corona von Zuhause verfolgen. Die App flankiert also das Spielgeschehen und sorgt für mehr Interaktion. Das ist aktuell nur ein erster Schritt, wir haben noch mehr Ideen. 

Zu Ihrer Frage nach der App: Wir haben diese entworfen und entwickelt, wie es am Markt üblich ist. Unter Verwendung von agilen Entwicklungsmethoden und regelmäßigem Feedback des TVB haben wir uns Stück für Stück dem aktuellen Stand genährt. Damit unsere Kollegen ein gutes Bild von den Anforderungen bekommen, haben wir sie auch dorthin geschickt, wo unter anderem später die Benutzer sitzen: In die Halle zu einem Spiel des TVB. Die Kollegen waren offensichtlich beeindruckt. 

Ganz salopp gefragt: Was kann die App des TVB Stuttgart?

(Steffen Ivanowitsch):  Die TVB-App bietet die Möglichkeit, jedes Spiel des TVB Stuttgart live und mit allen Spielhighlights zu verfolgen. Es besteht die Möglichkeit, mit dem TVB direkt in Kontakt zu treten und vor jedem Heimspiel Fragen an den Trainer zu stellen oder während des Spiels eine Nachricht auf die Bande in der Porsche-Arena zu senden. Zudem sendet die App Push-Benachrichtigungen zum Spielbeginn, informiert über das Halbzeitergebnis und den Endstand. Ach ja, richtig, sind wir nicht alle ein bisschen Trainer? In der App kann man mit seinem Handball-Fachwissen glänzen, jedes Spiel des TVB tippen und sich mit anderen Nutzern messen. 

Nach dem Release ist vor dem ersten Update. Woran wird jetzt nach dem Release gearbeitet? 

(Steffen Ivanowitsch): Der TVB und wir haben schon noch einige Ideen. Die aktuelle Version ist also nur ein erster Schritt. Interaktion in der Arena, Auswertung von Daten: warten wir es ab. Nun nach der ersten Veröffentlichung werden wir das Feedback der Anwender einarbeiten, die App stabilisieren und pflegen. Dann startet die nächste Phase, in der es dann wieder um zusätzliche Funktionen geht.

Viele Sportclubs und auch erstklassige Handballvereine besitzen bereits eigene Apps für deren Fans. Worin unterscheidet sich die App des TVB Stuttgart von denen anderer Sportclubs?

(Steffen Ivanowitsch): (Lacht) Das kann man so von außen natürlich nur bedingt sagen. Unser Anspruch war mehr Informationen zum eigentlichen Spiel und hier auch mehr Interaktion. Also nicht die klassische mobile Webseite als App verpackt. Wir wollten einen echten Mehrwert für die Zuschauer im Spielgeschehen erzeugen. Von der technischen Architektur ist die App sicher State-of-the-art, vielleicht auch ein bisschen zu groß gedacht. So sind wir aber auf alles vorbereitet. Und die App hat in der Erstellung euch deutliche weniger gekostet als die Corona-Warn-App. Böse Zungen behaupten auch, dass unsere App mehr kann.

Die Appentwicklung ist nur ein Teilbereich der Arbeit von Zoi. Welche weiteren digitalen Produkte und Dienstleistungen bietet ihr an?

(Benjamin Hermann): Im Wesentlichen entwickeln wir Software und helfen unseren Kunden auf deren Weg in die Public Cloud. Dabei fokussieren wir uns in erster Linie auf große Mittelständler und insbesondere Konzerne aus der Industrie. Wir begleiten unsere Kunden von der Evaluierung neuer Geschäftsmodelle, UX bis hin zu Daten und IoT-Projekten und Marktauftritten. Wir können sicher nicht alles, aber das was wir können, machen wir glaube ich schon ziemlich gut.

Zoi steht abgekürzt für „Zero One Infinity“. Was darf man sich darunter vorstellen?

(Benjamin Hermann): Es ist ein Paradigma aus der IT. Uns hat das bei der Namenssuche sehr gut gefallen. Klare Entscheidungen treffen. Nicht rumeiern. Null oder Eins. Klar Digital. Das muss man nicht erklären. Aber in Kombination mit „Unendlich“, fanden wir die Kombination ziemlich gut: wenn man etwas macht, dann macht man es richtig. Geschäftsmodelle und IT skalieren. Unendlich eben. Für uns ein Zielbild und unsere Kunden finden sich in diesem Ansatz auch wieder. Wie gesagt: Klare Entscheidungen machen. Liefern. Groß Denken. Machen. Das passt doch in die Region.

Mit Standorten in Stuttgart, Berlin, Lissabon und Ho Chi Minh City agiert Zoi international. Wie funktioniert die Zusammenarbeit über Ländergrenzen und Zeitzonen hinweg?

(Benjamin Hermann): Wir integrieren die Talente, die bei uns arbeiten nahtlos in die jeweiligen Projekte. Wir unterscheiden nicht nach Standorten, sondern einzig nach Fähigkeiten und Verfügbarkeit. Wir sind ja erst vier Jahre alt, sind mit 20 Mitarbeitern in Bad Cannstatt gestartet, mit dem Anspruch, einen neuen Arbeitgeber hier in der Region aufzubauen. Einen etwas nerdigen Arbeitgeber. Flache Hierarchien, wirklich divers und eben international. Eine Beratung mit Start-up Attitüde. Wir bringen die spannenden Projekte aus der IT mit den nötigen Talenten zusammen und uns war klar, dass wir diese Talente nicht nur in Stuttgart findet werden. Deshalb haben wir von Anfang an internationale Standorte ergänzt. Dort gehen wir bisher nicht an den Markt, wir suchen vor Ort ausschließlich Talente für unsere Projekte hier in Stuttgart. Inzwischen sind wir in Europa mehr als 140 Kollegen, die meisten davon in Stuttgart. Es kommen noch ein paar Standorte dazu … Wenn ich Steffen so anschaue: Ich denke wir schaffen zeitnah die über 250 Mitarbeiter, richtig? 

(Steffen Ivanowitsch): Bestimmt, in Asien haben wir aktuell ca. 50 Mitarbeiter im Einsatz, die auch bei der TVB-App mitgeholfen haben. Der Bedarf ist da. Das Wachstum ist nicht immer einfach, aber wir haben ein tolles Team und auch sehr wichtig: Wir haben Kunden, die unsere Story unterstützen. Sie sehen, dass es Zoi hier in Stuttgart braucht und uns auch wirklich coole Projekte geben. 

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