Knackt der TVB den nächsten Rekord?

Auf stressige Wochen folgen nun ruhigere Tage für den Handball-Erstligisten TVB Stuttgart. Bevor der jedoch in die zweiwöchige Spielpause geht, möchte er am Sonntag (16 Uhr) in der bereits ausverkauften Scharrena noch einmal die Muskeln spielen lassen. Mit dem Tabellendritten SC Magdeburg kommt allerdings nicht nur ein Top-Team der Liga, sondern auch ein Gegner, gegen den die Stuttgarter in sämtlichen neun Vergleichen leer ausgegangen sind. Sollte der TVB die gruselige Serie beenden, hätte er zugleich einen Rekord aufgestellt: Noch nie hat er in der Liga vier Spiele in Folge gewonnen.

Der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt hat sich noch nie gerne mit irgendwelchen Serien beschäftigt. Also tut er das auch vor der Partie gegen die Magdeburger nicht. „Wir möchten es ihnen so schwer wie möglich machen und unsere zuletzt guten Leistungen bestätigen“, sagt Schweikardt. Wohl wissend, dass sein Team stärker gefordert sein wird als gegen Erlangen, Göppingen und Balingen.

Gegenüber Magdeburg hat der TVB den kleinen Vorteil, dass er sich die komplette Woche auf den Gegner vorbereiten konnte. Der SCM war, wie fast alle anderen Bundesligateams, unter der Woche im Einsatz. Und er hatte mit dem HC Erlangen beim 24:20-Sieg mehr Mühe als erwartet. Es war im Übrigen ein Spieltag ganz nach dem Geschmack des TVB: Die Abstiegskonkurrenten Eulen Ludwigshafen, Minden und eben Erlangen ließen Federn.

Magdeburg steht nach 26 Spieltagen da, wo ihn viele Experten erwartet hatten: auf Rang drei, mit zwei Punkten Rückstand auf den Zweiten SG Flensburg-Handewitt. Nach vier Siegen zum Saisonauftakt musste das Team von Trainer Bennet Wiegert ein paar Rückschläge verkraften und steckte zwischenzeitlich mit 10:8 Punkten im Mittelfeld fest – und ließ 20:2 Zähler folgen. Mit zwei Siegen gegen den französischen Spitzenclub HBC Nantes buchte der SCM vorige Woche vorzeitig das Viertelfinale im EHF-Cup.

Die Magdeburger trotzen derzeit auch dem Verletzungspech: Gisli Kristjansson und der Spielmacher Marko Bezjak mussten sich an der Schulter operieren lassen. Das fällt kaum ins Gewicht, weil der SCM etliche weitere außergewöhnliche Spieler im Kader hat: Der norwegische Nationalspieler Christian O’Sullivan ist einer der komplettesten Handballer überhaupt. Der dänische Internationale Michael Damgaard ist für Schweikardt „der möglicherweise weltweit beste Eins-gegen-eins-Spieler“. Beim TVB kehrt der zuletzt erkrankte Elvar Asgeirsson zurück in den Kader. Noch nicht sicher ist, ob es für David Schmidt reichen wird.

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