Sieg gegen Melsungen: Nahe an der Leistungsgrenze

„Wenn uns jemand vor der Saison gesagt hätte, dass wir Ende März mit 22 Punkten dastehen, hätten wir’s nicht geglaubt“, sagt Jürgen Schweikardt nach dem 26:24-Sieg bei der MT Melsungen. Der Trainer und Geschäftsführer des Handball-Erstligisten TVB 1898Stuttgart freut sich über die Entwicklung des Teams. „Ich denke, wir spielen nahe an unserer Leistungsgrenze.“

Ein großes Drama wollte Heiko Grimm aus der vierten Heimniederlage in dieser Saison nicht machen. „Es gibt solche Tage, uns fehlte einfach das Spielglück“, sagte der Trainer der MT Melsungen nach dem 24:26 gegen den TVB 1898 Stuttgart. Ein bisschen schien es ihn dennoch zu wurmen, dass seine Mannschaft ausgerechnet gegen ein Team der hinteren Regionen patzte. Was auch an dessen Torhüter lag: Der Weltmeister von 2007 hielt vor allem in den zweiten 30 Minuten weltmeisterlich. „Der Torhüter des TVB wird dafür bezahlt, dass er Bälle hält – und das hat er getan“, fügte Grimm zerknirscht hinzu. Für den Melsunger Spieler Michael Müller war Jogi Bitter „die Lebensversicherung in diesem Spiel“. Am Keeper alleine indes lag’s nicht, dass der TVB nach dem 30:26-Hinspielsieg auch das Rückspiel gegen Melsungen für sich entschied und in der Tabelle von Rang 13 auf elf kletterte. Seit Wochen präsentiert sich das Team von Trainer Jürgen Schweikardt in einer ausgezeichneten Verfassung. „Ich denke, wir spielen momentan auf einem Niveau, das nahe an unserer Leistungsgrenze ist“, sagt Schweikardt. Entscheidend sei die Konstanz in den Spielen – und die bringt sein Team aktuell aufs Spielfeld.

TVB kann an Leistungen der letzten Spiele anknöpfen

In der Kasseler Rothenbach-Halle knüpfte der TVB nahtlos an die Leistungen der Spiele gegen Göppingen, Bietigheim und Kiel an – und setzte sogar noch einen drauf. „Wir haben beim Tabellenfünften gewonnen, und das meiner Meinung nach auch verdient“, so Schweikardt. Es sei ein Spiel gewesen, in dem viele Dinge sehr gut funktioniert hätten. So war nicht nur auf Jogi Bitter Verlass. Bobby Schagen, der ansonsten dem starken Sascha Pfattheicher auf Rechtsaußen den Vorzug lassen musste, blieb bei sämtlichen fünf Siebenmetern eiskalt. Zudem glänzte der TVB mit einer außergewöhnlich geringen Anzahl technischer Fehler: Derer vier sind ein hervorragender Wert.

Nach der Pause zwei Heimspiele gegen Leipzig und Berlin

Ebenso erstaunlich ist, dass sich der TVB derzeit kaum aus der Ruhe bringen lässt. Weder von Rückständen noch von der einen oder anderen Schiedsrichterentscheidung. Jürgen Schweikardt hatte bereits Mitte der ersten 30 Minuten das Gefühl, „dass wir sehr stabil sind“. Wichtig sei gewesen, dass sein Team nach dem 10:14-Rückstand nicht habe abreißen lassen und mit dem 12:14 in die Halbzeit ging.

Dabei hatte jeder Spieler seinen Anteil am Überraschungssieg. So war Lukas von Deschwanden, auf der Spielmacher-Funktion bis dato eigentlich eher die 1-b-Lösung, der Kopf des Teams. „Er hat es sehr gut gemacht“, sagt Schweikardt. Die starken Trainingsleistungen hatten den Trainer dazu veranlasst, dem Schweizer den Vorzug zu geben vor Max Häfner und – dem allerdings noch angeschlagenen – Michael Schweikardt. Gewinnbringend war auch der Einsatz des siebten Feldspielers: Vier Angriffe lang bediente sich der TVB dieses taktischen Hilfsmittels, Resultat war entweder ein Tor oder ein Siebenmeter.

Seinen Spielern hat der Trainer nun ein paar Tage frei gegeben. Erstens als Belohnung für die zuletzt guten Leistungen und zweitens, weil der TVB erst wieder in knapp drei Wochen im Einsatz sein wird. Dann geht die Punktejagd mit zwei Heimspielen gegen Leipzig und Berlin weiter.

 

Quelle: ZVW/Thomas Wagner

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