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Banner 2. Spieltag

TVB Stuttgart - TUSEM Essen

Vorbericht

Erstes Heimspiel nach langer Corona-Pause

Liebe Handballfreunde,

endlich wieder Handball. Die Corona-Pandemie hatte im März den Sport und auch die Wirtschaft in eine Krise gestürzt. Auch die Saison der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga wurde abgebrochen, der THW Kiel als Tabellenführer zum Meister erklärt, es gab keine Absteiger und die beiden Erstplatzierten der zweiten Handball-Bundesliga, der HSC 2000 Coburg und unser heutiger Gast aus Essen, stiegen in die LIQUI MOLY Handball-Bundesliga auf. Diese wird deshalb in dieser Saison mit 20 Vereinen an den Start gehen. Meisterschaftsfavorit ist auch in dieser Runde wieder der THW Kiel.

Die Corona-Pandemie brachte die Vereine der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga und der zweiten Handball-Bundeliga aber auch wieder ein Stück weit enger zusammen. Die Mannschaften aus Baden-Württemberg starteten die Vorbereitung gemeinsam mit dem Turnier um den BGV Handball Cup, welches die Rhein-Neckar Löwen vor dem HBW Balingen-Weilstetten und dem TVB Stuttgart gewannen. „Es war ein sehr positiver Test, vor allem konnten wir alle wieder Handball spielen“, freute sich ein sichtlich erleichterter TVB-Kapitän Johannes „Jogi“ Bitter. Das einzige Manko: Es fehlte die große Anzahl an Zuschauern, die das Spiel mit der Harz-Kugel erst zu einem richtigen Erlebnis werden lassen. 

Bei allem Respekt vor der Leistung des Bergischen HC, der am ersten Spieltag beim heimstarken SC Magdeburg gewann, es fehlte etwas die Atmosphäre in der GETEC Arena. Wo ansonsten über 6.000 Besucher das Team von Trainer Bennet Wiegert anfeuern und nach vorne  peitschen, hielt sich die Stimmung doch in Grenzen. Dies hat den Gästen aus dem bergischen Land sicherlich auch in die Karten gespielt. Auch der TVB Stuttgart war am vergangen Wochenende aktiv. In Mannheim gegen den aktuellen Tabellenführer gab es aber mit 30:20 eine deutliche Neiderlage. Bereits in der ersten Halbzeit (17:9) dominierten die Gastgeber. Löwen-Coach Martin Schwalb lobte hinterher bei Sky seine Abwehr und auch Torhüter Andreas Palicka nach einem hervorragenden Spiel. „Wir müssen jetzt diese Niederlage schnell aufarbeiten und vor allem verarbeiten, weil am Mittwoch und am Samstag zwei ganz wichtige Spiele auf uns zu kommen“, blickte TVB-Coach Jürgen Schweikardt bereits nach Spielende in die Zukunft.   

Beim TVB Stuttgart waren in Mannheim auch die neuen Spieler um die beiden Linkshänder Jerome Müller und Viggó Kristjánsson und Torhüter Primož Prošt im Einsatz. „Wir haben in der letzten Runde den Umbruch in der Mannschaft gewagt und wurden mit einem verjüngten Team Zwölfter“, freut sich Trainer und Geschäftsführer Jürgen Schweikardt über die hervorragende Abschlussplatzierung der vergangenen Saison und fügt an: „Vor dieser Saison mussten wir lediglich aufgrund von Abgängen auf der halbrechten Position reagieren. Zwischen den Pfosten konnten wir mit Primož einen hervorragenden und erfahrenen Schlussmann hinzugewinnen.“ Die Mannschaft ist eingespielt und wird laut Michael „Mimi“ Kraus, der für die HANDBALLWOCHE alle Teams der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga bewertete, nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Drei vom fünf möglichen Bällen vergab der ehemalige Nationalspieler für das Team von Trainer Jürgen Schweikardt.

Am Mittwoch kommt zum ersten Heimspiel der neuen Saison der Turn- und Sportverein Essen-Margarethenhöhe in die baden-württembergische Landeshauptstadt. Der Aufsteiger hat sich mit Dimitri Ignatow von der MT Melsungen verstärkt, alle anderen Neuzugänge kommen von unterklassigen Vereinen, haben aber sehr großes Potenzial. Mit einem Durchschnittsalter von 23,2 Jahren haben die Essener eines der jüngsten Teams in der Liga. „Aber die Mannschaft ist hungrig und motiviert“, stellt der neue Trainer Jamal Naji fest, der den zu den Berliner Füchsen abgewanderten Jaron Siewert ersetzt.

TVB-Trainer und Geschäftsführer Jürgen Schweikardt konnte sich noch kein Bild über die Stärke des heutigen Gegners unter Wettbewerbsbedingungen machen, da das Heimspiel der Essener gegen FRISCH AUF! Göppingen in den November verlegt wurde. So muss er sich auf Videoanalysen aus der Vorbereitung verlassen. Allerdings strebt Gästetrainer Naji eine deutliche Verbesserung der Abwehrarbeit bei seiner Mannschaft an. „Das hat oberste Priorität“, betont er gegenüber der HANDBALLWOCHE.

Freuen Sie sich heute auf ein spannendes und faires Handballspiel.

Ihr Joachim Gröser