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Leipzig

TVB Stuttgart - SC DHFK Leipzig

Vorbericht

Nach dem Sieg gegen den SCM will der TVB auch gegen Leipzig alles geben

Liebe Handballfreunde,

der TVB Stuttgart landete am vergangenen Sonntag mit einem 29:30 Erfolg einen Riesencoup in Magdeburg. In der elften Partie gegen die Mannschaft von der Elbe war das der erste Sieg für den TVB Stuttgart gegen das Team von Trainer Bennet Wiegert überhaupt. Dabei überzeugten die WILD BOYS besonders im ersten Durchgang und lagen zur Pause verdient mit 18:12 vorn. In der zweiten Halbzeit kamen die Magdeburger wieder auf drei Tore heran, aber beim 27:21 und der zwölften Parade von Johannes „Jogi“ Bitter hatten die Gäste mit überaus effektivem Spiel die Ampel wieder auf Sieg gestellt. Doch es wurde noch einmal ganz eng. So musste Primož Prošt in letzter Sekunde erst noch eine Glanzparade zeigen, ehe der Sieg endgültig feststand. „Ich bin unglaublich stolz, wie die Mannschaft hier heute gekämpft und gespielt hat“, freute sich der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt nach der Partie und ergänzte: „Vor allem die erste Halbzeit war überragend.“

Eine Woche zuvor holte der TVB Stuttgart in einem jederzeit spannenden Heimspiel gegen den TBV Lemgo Lippe einen Punkt. Das 26:26 am Ende war im Prinzip leistungsgerecht, was auch TVB-Coach Jürgen Schweikardt hinterher bestätigte. Ihn ärgerte nur, dass sich seine Mannschaft für eine ganz starke zweite Halbzeit nicht belohnte. Der späte Ausgleich des TBV war auch ein Dorn im Auge von TVB-Torhüter Johannes „Jogi“ Bitter, der gegenüber Sky unmittelbar nach Spielende von einem verlorenen Punkt sprach.

Auf seinen Schlussmann kann, wie der TVB Stuttgart, auch der THW Kiel bauen. Der dänische Weltmeister und Handballer des Jahres Niklas Landlin vernagelte mit seinen Paraden im Nordklassiker gegen die SG Flensburg-Handewitt seinen Kasten und war damit neben einer starken Kieler Energieleistung unmittelbar nach dem Seitenwechsel der Garant für den Erfolg der Zebras. Ohne Zähler steht nach wie vor der HBW Balingen-Weilstetten da, der das Kellerduell gegen die Eulen Ludwigshafen knapp mit 26:27 verlor. Dabei war die Einwechselung von Torwart-Oldie Gorazd Skof der Schlüssel zum späteren Sieg für die Pfälzer. Auf seinen Kampfgeist kann sich der Bergische HC verlassen. Das Team von Trainer Sebastian Hinze machte beim 30:30 bei Hannover-Burgdorf in den Schlussminuten einen Zwei-Tore-Rückstand wett. Mit einem 26:20 Erfolg in Erlangen lösten die Rhein-Neckar Löwen am letzten Sonntag den heutigen Gegner des TVB Stuttgart an der Tabellenspitze ab. 

Die Leipziger waren sehr gut in die Runde gestartet, führten nach vier Spieltagen mit 7:1 Zählern die Tabelle an. Dabei beeindruckte vor allem der deutliche 28:23 Sieg in Mannheim bei den Rhein-Neckar Löwen und das Unentschieden gegen die Berliner Füchse. Ein positives Resultat auch gegen die Eulen Ludwigshafen runden die „tierischen“ Erfolge der Sachsen zu Beginn der Saison ab. Einen ersten Dämpfer gab es aber im Heimspiel gegen FRISCH AUF! Göppingen, denn die Göppinger gewannen nach einer hervorragenden Defensivleistung in Leipzig mit 22:25. Dabei setzten die Schwaben auf eine sehr offensive, aggressive Abwehr.

Eigentlich kommen die Erfolge der Sachsen nicht von ungefähr. Eine kontinuierliche Aufbauarbeit war der Grundstein zum achten Tabellenplatz in der vergangenen Runde des gemeinsam mit den WILD BOYS nach der Saison 2014/15 in die Bundesliga aufgestiegenen Vereins. Vor dieser Runde wechselte Erfolgsgarant Franz Semper in den hohen Norden zur SG Flensburg-Handewitt. Ihn ersetzt jetzt der dänische Nationalspieler Martin Larsen. Auch auf der Torhüterposition stellten sich die Sachsen mit dem norwegischen, internationalen Kristian Sæverås neu auf. Die laufende Runde wollen die Leipziger insgesamt mit dem besten Bundesliga Ergebnis ihrer Geschichte abschließen. Es sollen also am Ende der Saison eine Platzierung besser als der achte Rang und mehr als 37 Zähler herausspringen. Dies kann dem Team von Trainer André Haber durchaus gelingen, ist doch die Mannschaft sehr homogen besetzt und verfügt daher über viele personelle Alternativen. Auch Weltmeister Michael „Mimi“ Kraus prophezeit den Leipzigern im Test für die HANDBALLWOCHE erneut eine Platzierung im einstelligen Tabellenbereich.

TVB-Trainer Jürgen Schweikardt fordert: „Egal, ob vor Publikum oder ohne, wir wollen auf jeden Fall mit viel Engagement gegen Leipzig auftreten und dann werden wir sehen, was am Ende dabei herausspringt.“  

Freuen Sie sich heute auf ein spannendes und faires Handballspiel.

Ihr Joachim Gröser

Trainerinterview

 

Herr Haber, mit dem Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen hat ihre Mannschaft einen überragenden Saisonstart hingelegt. Was hat nun gegen FRISCH AUF! Göppingen nicht so funktioniert, wie erhofft?

Wir haben im Angriff nicht gut genug gespielt. Göppingen verteidigt meiner Meinung nach sehr gut, trotzdem sind wir schlussendlich an uns selbst gescheitert.

Was sagen ihre letzten beiden Ergebnisse über die Liga in dieser Saison aus? Sehen sie eine noch größere Ausgeglichenheit?

Dazu ist mir der Zeitpunkt in der Saison noch zu früh, um darüber etwas zu sagen. Was man an dieser Stelle sagen muss, dass sich Geisterspiele und unterschiedliche Zuschaueraufkommen durchaus auswirken können. Dieser Faktor kann die mentale Bereitschaft von Mannschaften beeinflussen. Wie sich das jedoch auswirken kann beziehungsweise was das bedeuten wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt für mich noch völlig offen.

Sie konnten ihre Heimspiele bisher alle mit einer limitierten, allerdings ordentlichen Anzahl an Zuschauern austragen. Wie haben sie trotz der Reduzierung die Unterstützung der Zuschauer empfunden?

Die Unterstützung der Zuschauer war in unseren Spiel toll. Wir hatten das Glück zweimal vor 2100 Zuschauern zu spielen und auch jetzt gegen Göppingen mit rund 1000 Zuschauern war die Unterstützung da, was wir natürlich spüren. Jeder Fan, der bei uns in der Halle ist, sorgt mit für Stimmung, wofür ich mich nur bedanken kann.

Stimmung und Emotionen sind ein wichtiger Bestandteil des Handballsports. Wie erleben sie die Spiele in dieser Saison und hat sich während des Spieles für sie etwas geändert?

Ich möchte nicht sagen, dass es gar keine Rolle spielt, jedoch ist jede Mannschaft dafür verantwortlich, dass sie emotional top eingestellt ist. Meiner Meinung nach kann unsere Mannschaft das sehr gut und wir haben dadurch keine Nachteile.

Unsere WILD BOYS dürfen sich ebenfalls über einen gelungenen Saisonstart freuen. Wie schätzen sie das Team von Jürgen Schweikardt nach den ersten Spielen ein?

Stuttgart hat einen guten Saisonstart hingelegt und zeigte insgesamt eine tolle Kampfbereitschaft, was zum Beispiel im Derby gegen Balingen zu sehen war. Für mich greift Stuttgart auf altbewährte Mittel zurück. Sie setzen auf eine stabile Defensive in Verbindung mit Jogi Bitter. Im Angriff nutzen sie immer wieder den siebten Feldspieler. Wir wissen genau, dass mit Stuttgart eine Mannschaft auf uns zukommt, gegen die wir bei 100% sein müssen, um auswärts zu punkten.

Mit dem Spiel in Magdeburg traten die Stuttgarter vier Tage vor dem Spiel noch in ihrer nächsten Nähe an. Lohnt es sich für sie eine Mannschaft im Vergleich zum Video live zu beobachten oder bietet das für sie keine besonderen Vorteile?

Ich habe das Spiel nicht vor Ort in Magdeburg angeschaut. Ich mache grundsätzlich eine Videovorbereitung auf unsere Gegner. Aus den Videos kann ich sehr viel herausziehen und das ist vollkommen ausreichend. Darüber hinaus haben wir Training und es kommt nicht in Frage.

Spielbericht