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Heimfluch beendet, Traumstart in Sicht

Kräftig durchpusten ist angesagt gewesen für die Erstliga-Handballer des TVB Stuttgart nach dem 30:28-Sieg am Donnerstag gegen Wetzlar. Am Sonntag möchte der TVB beim noch punktlosen VfL Gummersbach nachlegen. Beim Traditionsclub ist nach der 16:30-Schlappe in Lemgo bereits Feuer unterm Dach, was dem TVB-Trainer Jürgen Schweikardt nicht so recht ist.

Den Blick in die Vereins-Chronik können sich die Fans sparen: Eine so langanhaltende Durststrecke hat’s noch nie gegeben. In sämtlichen 14 Heimspielen seit dem 17. September 2017 blieb der TVB ohne Sieg. Gegen die HSG Wetzlar sah’s am Donnerstag Mitte der zweiten 30 Minuten so aus, als setzte sich diese Serie fort. Beim 18:19-Rückstand war die Sechs-Tore-Führung, die sich der TVB im ersten Spielabschnitt erarbeitet hatte, Makulatur. Das große Zittern begann, am Ende hatte der TVB beim 30:28 doch das bessere Ende für sich.

„Es war ein hochinteressantes Spiel“, sagt der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt am Tag danach. Und es habe sich wieder einmal gezeigt, dass sich kein Team sicher sein dürfe, einen größeren Vorsprung über die Zeit zu bringen. „Die Spieler auf diesem Niveau sind anpassungsfähig.“ Die HSG habe gut reagiert, ihre Taktik geändert und sein Team vor Probleme gestellt. „Wir müssen uns daran gewöhnen, dass es immer Phasen im Spiel geben wird, in denen etwas nicht so funktioniert“, so Schweikardt. „Entscheidend ist, dass wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen.“

Die Partie gegen Wetzlar lieferte überdies den Beleg dafür, wie wichtig die „Kopfarbeit“ im Handball ist. Nach der Halbzeit flutschte es im TVB-Angriff nicht mehr. Überraschenderweise jedoch spuckt die Statistik einen ganz anderen Wert aus: In den ersten 30 Minuten gelangen dem TVB 14 Tore, nach der Pause 16. „Unser Thema war ganz klar die Abwehr, wir haben uns im Kopf zu viel mit dem Angriff beschäftigt.“ Am Ende freute sich der Trainer nicht nur über die wichtigen Punkte, sondern auch für die „tollen Fans“, die endlich mal wieder jubeln durften. „Ich hoffe, es kommen noch ein paar mehr solche Spiele hinzu in dieser Saison.“

Zunächst jedoch muss der TVB am Sonntag (16 Uhr) auswärts ran, was ihn jedoch nicht übermäßig beeindrucken dürfte. Schließlich überzeugte das Team in der Fremde zuletzt öfter als in eigener Halle – auch gegen Gummersbach in der vergangenen Saison. Da setzte sich der TVB in der Schwalbe-Arena mit 26:25 durch, in der Scharrena zog es beim 22:26 den Kürzeren.

Die Handballer des VfL Gummersbach sind das, was der Hamburger SV im Fußball ist: Gründungsmitglied der ersten Liga. Beinahe hätte der VfL, wie der HSV, seinen Status des Unabsteigbaren verloren. In den vergangenen beiden Jahren schaffte Gummersbach mit Platz 15 zweimal hauchdünn den Ligaverbleib. Auch in dieser Saison sehen die Experten den VfL im Abstiegskampf.

Mit dem deutschen Nationalspieler Simon Ernst, der zu den Füchsen Berlin wechselte, verlor der VfL einen seiner wichtigsten Spieler. Sechs weitere Akteure sind nicht mehr dabei. Drei Spieler von außen kamen hinzu. Die Hoffnungen ruhen auf dem 20-jährigen iranischen Nationalspieler Pouya Norouzi Nezhad (von den Kadetten Schaffhausen), dem von etlichen Clubs umworbenen jungen Kroaten Ivan Martinovic (20/Margareten/Österreich) und nicht zuletzt auf dem Routinier und Rückkehrer Drago Vukovic (34). Der Kroate feierte nach einer Meniskusverletzung aus dem zweiten Spiel in Erlangen am Donnerstag sein überraschendes Comeback. Der Kapitän hat den Untergang des VfL bei der 16:30-Pleite in Lemgo allerdings nicht verhindern können. Die Gummersbacher zeigten eine desolate Leistung, Vukovic sprach in der Kölnischen Rundschau von der „schlimmsten Niederlage meiner Karriere“. Zuvor war der VfL beim 22:30 in Erlangen chancenlos gewesen.

Nach drei Spieltagen ziert der TVB-Gegner das Tabellenende, doch Jürgen Schweikardt will sich davon nicht täuschen lassen. Zum einen habe sich Gummersbach zum Saisonauftakt zu Hause gegen Hannover (25:26/Anmerkung der Redaktion) sehr gut präsentiert. Zum anderen habe der VfL eine prima Vorbereitung gespielt – was der TVB am eigenen Leib zu spüren bekam. Beim Esslinger Marktplatzturnier unterlag er mit 24:35.

Nach dem Debakel des VfL in Lemgo erwartet Schweikardt, dass der Gegner mit aller Macht um die ersten Punkte kämpfen wird. „Da wird ein anderes Team auf dem Feld stehen.“ Für seine Mannschaft gelte es, die Emotionen und die Aggressivität aus den Spielen gegen Leipzig und Wetzlar nach Gummersbach zu transportieren. „Dann können wir auch dort etwas holen.“

Wie schon am Donnerstag, so wird Schweikardt auch am Sonntag alle Spieler zur Verfügung haben. Das gab’s beim TVB schon lange nicht mehr. Das Spiel können Sie bei uns im Liveticker verfolgen.

Quelle: Thomas Wagner, ZVW

Erster Heimsieg seit knapp einem Jahr

Es ist vollbracht: Im achten Vergleich mit der HSG Wetzlar hat der Handball-Erstligist TVB 1898 Stuttgart zum ersten Mal gepunktet: Das 30:28 (14:9) vor 2048 Fans in der Scharrena war zugleich der erste Heimsieg des TVB seit dem 17. September vergangenen Jahres. Entsprechend groß war die Erleichterung nach dem in jeder Hinsicht heißen Spiel.

Die Fans in der „Saunarena“ waren aus dem Häuschen, als der überragende TVB-Rechtsaußen Bobby Schagen vier Sekunden vor dem Ende dem Nervenspiel ein Ende setzte und den Ball zum finalen 30:28 ins Wetzlarer Tor befördert hatte. Es war ein hartes Stück Arbeit, ehe die beiden schwarzen Serien des TVB ein Ende gefunden hatten. Mit einer starken Leistung hatte sich der TVB zur Halbzeit die Fünf-Tore-Führung herausgespielt, im zweiten Spielabschnitt stellte Wetzlar die Deckung um und brachte das Heimteam in die Bredouille. Gerade noch rechtzeitig bekam das Team von Trainer Jürgen Schweikardt die Kurve.
In den ersten 30 Minuten hatte der TVB die Partie im Griff, stellte vom Start weg eine kompakte Deckung. Die gefährlichen Wetzlarer Rückraum-Shooter Lenny Rubin und Stefan Cavor kamen nicht zum Zug. Nach Bobby Schagens Kontertreffer zum 5:1 legte der Gästetrainer Kai Wandschneider bereits nach acht Minuten die Grüne Karte auf den Tisch.

Die Bittenfelder dominierten anschließend jedoch weiter, auch wenn sich dies im Ergebnis nicht wirklich widerspiegelte. Sie leisteten sich das eine oder andere zu riskante Anspiel an den Kreis und technische Fehler. Cavor verkürzte auf 5:7 aus Sicht der Gäste (16.). Dann jedoch drehte der TVB auf: Nach drei Toren in Folge waren beim 10:5 (20.) die Verhältnisse wieder zurechtgerückt – auch, weil die Defensive vor dem guten Torhüter Johannes Bitter ihr Niveau zunächst hielt.
Mit welcher Formation die Gäste es auch aus dem Rückraum versuchten: Es war kein Durchkommen gegen das TVB-Bollwerk. Einzig über die Außenposition kam die HSG zum Erfolg – wie beim 11:8 durch Emil Frend nach 25 Minuten. Mit der verdienten 14:9-Führung ging der TVB in die Pause.

Im zweiten Spielabschnitt ließ sich Wandschneider einen klugen Schachzug einfallen, der den TVB nahezu komplett aus der Spur brachte. Gegen die 4:2- und 3:3-Deckung der Gäste fand die Heimmannschaft kaum Lösungen, schon nach vier Minuten bat Jürgen Schweikardt seine Spieler zur Besprechung. Gefruchtet hat die Ansprache allerdings nicht, Wetzlar nutzte die Hilflosigkeit des TVB-Angriffs, gepaart mit einer hohen Fehlerquote und der plötzlichen Abwehrschwäche, rigoros aus. In der 42. Minute war der Vorsprung beim 17:17 dahin.

Wetzlar spielte auch im Angriff variabel, der erste Rückraum mit Filip Mirkulovski, Cavor und Rubin fand nun immer wieder Lücken. Zudem war Bitter längst nicht mehr so stark wie im ersten Durchgang. Nach dem Ausgleich griff Michael Kraus, der bisher nur als sicherer Siebenmeterschütze aufs Feld gekommen war, ins Spiel ein – und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass der TVB zurückkam in die Partie.
Zunächst jedoch mussten die Bittenfelder beim 18:19 und 19:20 (45.) zweimal einen Rückstand wegstecken. Kraus und David Schmidt holten beim 21:20 die Führung wieder zurück, ein Zaubertor von Geburtstagskind Simon Baumgarten zum 23:21 (49.) brachte die Zwei-Tore-Führung.
Die letzten zehn Minuten wurden zum Nervenspiel, in dem sich die schwachen Schiedsrichter Christoph Immel und Ronald Klein den Unmut der TVB-Fans zuzogen mit der einen oder anderen fragwürdigen Entscheidung.

Glück hatte der TVB, als der Gästekeeper Tibor Ivanisevic beim 24:24 das leere Tor verfehlte, vier Minuten vor dem Ende waren die Gäste beim 27:26 wieder im Vorteil. Stuttgart behielt jedoch die Nerven: Kraus egalisierte zum 27:27, dann parierte Bitter seinen dritten Ball in der zweiten Halbzeit. Kraus traf zum 28:27 und hatte beim 29:28 Glück, dass er den Siebenmeter im Nachwurf versenkte. Den letzten Wurf von Cavor blockte Schmidt, Schagen machte mit dem 30:28 alles klar.

Quelle: Thomas Wagner, ZVW

Stimmen zum Wetzlar-Spiel

Nach dem 30:28-Heimsieg äußerten sich die Protagonisten zum Geschehen.

Jürgen Schweikardt: Ich bin überglücklich und sehr froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Wir haben uns ausgiebig auf das Spiel vorbereitet, was man auch vor allem in der ersten Halbzeit gesehen hat. Wir haben hervorragend verteidigt und sind mit 5 Toren in die Halbzeit gegangen. Die offene Abwehr der HSG nach der Halbzeitpause hat uns etwas aus dem Konzept gebracht, wir haben uns viel zu viel damit beschäftigt, wie wir das lösen können und haben dadurch unsere Konzentration in der Abwehr verloren. Das darf uns so nicht passieren.
Der psychologischen Faktor hat auf jeden Fall eine Rolle gespielt. Wir hatten jetzt ein Jahr lang keinen Heimsieg mehr. Für uns war es deshalb enorm wichtig, dass wir das Spiel jetzt endlich mal wieder gewonnen haben. Wir müssen uns nun schnell regenerieren damit wir am Sonntag wieder fit sind.

Kai Wandschneider: Wir waren schnell in Rückstand und sind dem TVB hinterhergelaufen. Auswärts zur Halbzeit mit fünf Toren hinten zu sein, da ist es natürlich schwer wieder ranzukommen. Die 3:3 oder 4:2 Deckung in der zweiten Halbzeit hat voll ins Schwarze getroffen. Das haben unsere Spieler bravourös gemacht. Natürlich war das ein sehr intensiver Kampf, der extrem viel Kraft kostet. Wir haben sicherlich ein paar außergewöhnliche individuelle Spieler, wie Kristian Bjornsen oder allen voran Stefan Cavor. Was uns aber gefehlt hat, sind gehaltene Bälle. Was mir große Hoffnung bereitet, ist, mit wie viel Herz wir uns wieder in das Spiel gekämpft haben.

Robert Markotic: Ich muss sagen, wir haben ein sehr gutes Spiel gespielt. Vielen Dank für den Support der Fans, es war eine tolle Atmosphäre. Wenn wir öfter so spielen wie heute, können wir noch oft Punkte einfahren

Simon Baumgarten: An meinem Geburtstag habe ich mir natürlich erhofft, dass wir endlich einen Sieg gegen Wetzlar einfahren, der Sieg heute war dringend an der Zeit. Die Fans waren überragend, so sollte es immer sein, dann können auch wir dementsprechend auf dem Feld agieren. Am Sonntag wollen wir wieder zwei Punkte holen, um unserem Ziel standzuhalten.

Lenny Rubin: „Am Schluss waren zwei, drei Schiedsrichterentscheidungen ganz speziell gegen uns. Wir hatten über 60 Minuten sicherlich auch die schlechteren Torhüterleistungen, da kommt dann einiges zusammen. Es gibt in der Rückrunde eine Revanche in Wetzlar.

TVB gewinnt gegen Wetzlar!

Fast ein Jahr und eine gefühlte Ewigkeit mussten die Fans des TVB Stuttgart auf einen Heimsieg ihrer Mannschaft warten. Gegen die HSG Wetzlar ist diese seit dem 17.09.2017 anhaltende Negativserie vor heimischem Publikum endlich beendet worden. Der TVB gewinnt gegen die HSG mit 30:28.

Der TVB Stuttgart hatte noch die eine oder andere Rechnung mit der Mannschaft aus Wetzlar offen, denn bis zur heutigen Begegnung konnte der TVB keinen Punkt aus einem Bundesligaspiel gegen die HSG mitnehmen.

Von Beginn an gelingt es den Hausherren, sich Stück für Stück von der HSG abzusetzen. Besonders an der kompakt stehenden und aggressiv agierenden Abwehr des TVB Stuttgart beißen sich die Gäste anfangs die Zähne aus. Das zwischenzeitliche 14:8 durch Robert Markotić kurz vor der Halbzeitpause ist die höchste Führung des Spiels.

Diese Überlegenheit ging dem TVB auf Grund technischer Fehler und fahrlässiger Abschlüsse zu Beginn der zweiten Hälfte verloren und so ging Wetzlar in der 45. Minute zum ersten Mal in Führung – Der Beginn einer nervenaufreibenden Schlussphase. In dieser behielt vor allem Spielmacher Michael Kraus die Nerven. Sein verwandelter 7-Meter und der anschließende Fehlwurf der Gäste aus Wetzlar brachten die Entscheidung. Zum Einen gewinnt der TVB Stuttgart erstmals gegen die HSG Wetzlar und beendet zum Anderen die negative Heimspielserie.

TVB will schwarze Serie gegen Wetzlar beenden

Zum achten Mal treffen die Erstliga-Handballer des TVB 1898 Stuttgart auf die HSG Wetzlar – und damit auf einen Angstgegner: Noch kein Pünktchen holte der TVB gegen das Team von Trainer Kai Wandschneider. An diesem Donnerstag soll die schwarze Serie ein Ende haben. Der TVB muss voraussichtlich noch einmal auf Michael Kraus verzichten.
Der Spielplan hat es nicht gut gemeint mit der HSG Wetzlar, deren „englische Woche“ nur drei Tage dauert: Am Dienstag erst musste sie gegen den SC Magdeburg ran, an diesem Donnerstag reist das Team ins Schwabenland. Verstehen muss das keiner, für den TVB dürfte die enorme Belastung des Gegners jedenfalls kein Nachteil sein. „Ob’s allerdings ein Vorteil für uns sein wird, ist die Frage“, sagt Jürgen Schweikardt. Die Vergangenheit habe gezeigt, „dass man zwei Spiele innerhalb so kurzer Zeit schon mal kompensieren kann“.

Schlechte Bilanz gegen die HSG Wetzlar

Dem TVB-Trainer wär’s sicher nicht unrecht, wenn die Wetzlarer ein bisschen schwere Beine hätten in der Scharrena. Schließlich gibt es kaum einen Kontrahenten, abgesehen von den Partien gegen die Top-Clubs, gegen den der TVB eine schlechtere Bilanz aufweist: Alle sechs Vergleiche in der ersten Liga verlor der TVB, zweimal mit zehn und einmal mit acht Toren Differenz. In der vorigen Saison scheiterte er zudem im Viertelfinale des DHB-Pokals auswärts mit 21:25. Im finalen Punktspiel kassierte der TVB in der ausverkauften Scharrena eine schmerzliche 26:36-Schlappe, hatte bereits zur Pause aussichtslos mit 11:20 im Hintertreffen gelegen. Bis auf den zehnfachen Torschützen Michael Kraus war die gesamte Mannschaft neben der Spur.

Bestmögliche Leistung muss abgerufen werden

Die üble Statistik kennt natürlich auch Schweikardt. „Es gibt einfach Teams, die einem nicht so liegen“, sagt er. Weil irgendwann jede Serie ein Ende findet, gibt sich der Trainer vorsichtig optimistisch. „Wir müssen allerdings unsere bestmögliche Leistung abrufen.“ Sprich: Das Niveau aus der Partie gegen die Rhein-Neckar Löwen dürfte kaum reichen, um Wetzlar in die Knie zu zwingen.

Schweikardt: „Wetzlar hat eine grundsolide Mannschaft“

Was die HSG draufhat, zeigte sie am Dienstag: Gegen die Spitzenmannschaft aus Magdeburg schnupperte sie bei der 26:31-Niederlage an der Überraschung. Am zweiten Spieltag unterlag Wetzlar nach einer starken Leistung mit dem letzten Wurf mit 24:25 in Lemgo. Zum Auftakt hatte es beim 24:21-Erfolg gegen den Aufsteiger Bietigheim etwas Mühe. „Wetzlar hat eine grundsolide Mannschaft“, sagt Schweikardt, der sich vom jüngsten Auftritt des Gegners gegen Magdeburg beeindruckt zeigt. „In der Abwehr hat es Wetzlar noch nicht so hingekriegt, aber der Angriff war richtig gut.“

HSG stets im sicheren Mittelfeld

Viel Anerkennung hat die HSG Wetzlar für ihre Leistungen in den vergangenen Jahren bekommen. Obwohl sie regelmäßig wichtige Spieler abgeben musste, bewegte sich die HSG stets im sicheren Mittelfeld. Großen Anteil daran hat Kai Wandschneider, der seit 2012 das Kommando hat und der von seinem Stuttgarter Kollegen in höchsten Tönen gelobt wird. „Er ist ein sehr, sehr guter Trainer.“

Fünf Neuzugänge bei Wetzlar

Zur aktuellen Saison verlor die HSG Wetzlar etliche Top-Spieler: Benjamin Buric, Jannik Kohlbacher, Kasper Kvist, Philipp Pöter, Nikolai Weber, Evars Klesniks und Miroslav Volentics. Die große Frage vor dem Saisonstart war, ob die fünf Neuzugänge die Abgänge halbwegs ersetzen können: Als Buric-Ersatz holte die HSG den serbischen Nationaltorhüter Tibor Ivanisevic, der Lübbecker Nils Torbrügge soll Kohlbacher am Kreis ersetzen. Für den linken Rückraum sicherte sich Wetzlar das vielleicht größte Talent aus der Schweiz: Lenny Rubin spielte in der vergangenen Saison noch gemeinsam mit dem Bittenfelder Neuzugang Lukas von Deschwanden bei Wacker Thun. Emil Frend Öfers vom THW Kiel und Lars Weissgerber (HG Saarlouis) verstärken die Außenpositionen.

Kopf des Wetzlarer Teams ist der mazedonische Nationalspieler Filip Mirkulovski, an dessen Seite mit Lenny Rubin und Stefan Cavor zwei wurfgewaltige Shooter stehen. Spielstarke Alternativen auf den Halbpositionen sind Alexander Hermann und Joao Ferraz. „Es ist nicht ganz einfach, sich auf Wetzlar einzustellen, es spielt sehr variabel“, sagt Schweikardt.

Kraus wieder im Kader – längerer Einsatz dennoch ungewiss

Schwerer auszurechnen wäre der TVB, wenn Michael Kraus wieder mitwirken könnte. Nach der Bänderverletzung im Knöchel geht’s dem Spielmacher täglich besser. Er wird, wie schon gegen die Rhein-Neckar Löwen, wieder im Kader stehen. Schweikardt glaubt aber nicht, dass es zu einem längeren Einsatz kommen wird. Max Häfner trainiert wieder komplett mit der Mannschaft, für ein Comeback ist es allerdings noch zu früh.
Quelle: Thomas Wagner / ZVW

TVB empfängt Wetzlar

Seit seiner Zugehörigkeit zur DKB Handball Bundesliga hat der TVB 1898 Stuttgart gegen die HSG Wetzlar noch nie gewonnen. 27:28, 20:24, 18:28, 25:33, 26:36, 23:29 lautet die Bilanz gegen diesen Gegner, und im DHB-Pokal der letzten Runde gab es an der Lahn ein 21:24. Auch in der Vorbereitung auf die diesjährige Runde kamen die WILD BOYS beim Sparkassen Cup in Altensteig mit 22:33 gewaltig unter die Räder. „Da wird es jetzt einmal Zeit, dass wir dies ändern“, meint TVB Torwart Johannes „Jogi“ Bitter, dem aber auch klar ist, dass dies kein leichtes Unterfangen ist. Das Ergebnis vom Turnier im Schwarzwald gibt ihm in dieser Hinsicht sicherlich Recht. Allerdings: Der TVB 1898 Stuttgart hatte damals einige Verletzungssorgen und war nur mit einem Rumpfteam am Start. So gesehen war dieses Resultat ein Muster ohne Wert.

Im Spiel am Donnerstag sind die Karten aber neu gemischt. Während TVB-Coach Jürgen Schweikardt nur zwei Akteure integrieren musste, hatte die HSG Wetzlar immerhin sieben Spielerwechsel zu verkraften. Sieben Neuzugänge mussten sieben Abgänge ersetzen. Darunter mit Benjamin Buric und Jannik Kohlbacher immerhin zwei Hochkaräter. Der eine (Buric) ging zur SG Flensburg-Handewitt und der andere (Kohlbacher) wechselte zu den Rhein-Neckar Löwen. Aber auch Nikolai Weber, ebenfalls in der letzten Runde Torhüter bei den Mittelhessen, ging zurück zum TV Hüttenberg, seinem alten Verein. Wiedersehen feiern können in Stuttgart übrigens Lenny Rubin und Lukas „Uri“ von Deschwanden, die beide in der letzten Runde noch bei Wacker Thun in der Schweiz unter Vertrag waren. Damit das Saisonziel, frühzeitiger Klassenerhalt, nicht gefährdet wird, kommt bei den Lahnstädtern vor allem Tibor Ivanisevic eine Schlüsselrolle zu. Der serbische Nationaltorhüter kam zur aktuellen Saison aus Dänemark und spielte in der letzten Runde dort in der Champions League. Er tritt in Wetzlar in große Fußstapfen, die Andreas Wolf und Daniel Buric dort hinterlassen haben.

Schwer zu ersetzen sein wird wohl auch der deutsche Nationalspieler Jannik Kohlbacher, der sich aber im „Löwenrudel“ schon sehr wohl fühlt. Somit muss es wohl wieder Trainer Kay Wandschneider, dem auch Stefan Kretzschmar in der HANDBALLWOCHE großen Anteil am Erfolg der Mittelhessen beimisst, richten und die HSG Wetzlar in der Spur halten. Dies scheint dem Coach auch in der dieser Saison wieder zu gelingen. Im ersten Saisonspiel gab es gegen den starken Aufsteiger SG BBM Bietigheim einen 24:21 Erfolg, den der neue Torhüter Tibor Ivanisevic in kritischen Phasen der Partie mit 15 Paraden festhielt. Hier scheint man an der Lahn auf das richtige „Pferd“ gesetzt zu haben. Am zweiten Spieltag mussten die Mittelhessen beim TBV Lemgo Lippe indes die erste Niederlage hinnehmen. Bis in die Schlussphase hinein führten die Lahnstädter, ehe die Lipper das Spiel noch drehten und mit 25:24 für sich entschieden. Eines scheint nach diesen beiden Partien aber festzustehen.

Der TVB 1898 Stuttgart trifft am Donnerstag auf eine Mannschaft mit einer starken Abwehr und einem routinierten Torhüter. Den haben die WILD BOYS in Johannes „Jogi“ Bitter ebenfalls und auch die Abwehr wurde von den Rhein-Neckar Löwen insgesamt nur 26 Mal geknackt. Dies kann sich durchaus sehen lassen. Wo es bei beiden Teams noch etwas hapert, ist die Durchschlagskraft im Angriff. TVB 1898 Stuttgart Trainer Jürgen Schweikardt: „Wir müssen unsere Fehlerquote im Angriff wesentlich minimieren und noch disziplinierter agieren, dann haben wir im am Donnerstag eine Chance.“ Und er setzt auch wieder auf das Heimpublikum. „Mit unseren starken Anhängern im Rücken sollte es gegen eine starke HSG Wetzlar zu den ersten zwei Punkten unserer gemeinsamen Bundesliga-Zugehörigkeit reichen“, so der WILD BOYS Coach.

 

Quelle: Joachim Gröser / TVB

Lukas von Deschwanden im Portrait

Lukas von Deschwanden wechselte im Sommer von Wacker Thun zum TVB Stuttgart. Der TVB ist für den Schweizer Nationalspieler, mehrmaligen MVP und Torschützenkönig der Swiss Handball League die erste Auslandstation in seiner Karriere.  

 

Du lebst seit ca. 8 Wochen in Stuttgart. Wie hast du dich mittlerweile eingelebt?

Ich habe mich hier sehr gut eingelebt. Die Mannschaft hat es mir aber auch sehr leicht gemacht und mich toll aufgenommen. Ich habe nun nach intensiver Suche eine Wohnung im Stuttgarter Osten gefunden und werde diese am 01. September beziehen – darauf freue ich mich sehr!

 

Wie sieht deine Vorbereitung am Spieltag aus? Hast du besondere Gewohnheiten oder Rituale auf die du vertraust?

Besondere Rituale habe ich eigentlich nicht. Ich bin in dieser Hinsicht ziemlich klassisch gestrickt. Vor den Spielen versuche ich vor allem genügend zu schlafen und gut zu essen.

 

Gibt es einen Gegner auf den du dich besonders freust?

Gerade auf das Spiel in der Porsche-Arena gegen die Rhein-Neckar Löwen habe ich mich sehr gefreut. Erstens, weil es meine Heimspielpremiere in der Porsche-Arena war und ich mich auf die Stimmung gefreut habe und zweitens, weil es gegen meinen Nationalmannschaftskollegen Andy Schmid ging. Bereits diese Woche geht es gegen die HSG Wetzlar, bei denen mein Ex-Mannschaftskollege Lenny Rubin seit dieser Saison spielt. Mit ihm habe ich letzte Saison noch in Thun zusammengespielt.

 

Hast du bereits einen persönlichen Stuttgarter Hotspot?

Hier habe ich leider noch Nachholbedarf. Aufgrund des straffen Terminplans in der Vorbereitung habe ich bisher vorwiegend den Kraftraum und die Sporthalle gesehen. Ich hoffe aber, dass sich das bald ändern wird. Ich denke vor allem Tobias Schimmelbauer, David Schmidt und Jogi Bitter sind hier die richtigen Ansprechpartner. Sie wohnen alle ziemlich zentral und können mir bestimmt den ein oder anderen Tipp geben.

 

Wie hast du das Trainingslager empfunden?

Wir hatten eine sehr anstrengende, aber auch erfolgreiche Woche in Südtirol. Karsten hat uns da ganz schön durch die Berge gejagt – alles in allem war es aber eine gute Woche die uns sicherlich weitergebracht und als Mannschaft untereinander näher zusammengebracht hat. Durch die vielen Teambuildingmaßnahmen hatte ich zudem die Möglichkeit meine neuen Mitspieler von einer anderen Seite kennenzulernen und konnte mich dadurch schnell ins Team zu integrieren.

 

Ihr spielt in der Mannschaft das Fußballmanagerspiel Comunio. Wie bist du hier aufgestellt?

Micha hat die Runde letztes Jahr souverän gewonnen. Ich versuche ihm den Titel in der kommenden Saison mit meinen Landsleuten strittig zu machen.  Aus diesem Grund habe ich bisher versucht, vor allem Spieler aus der Schweiz bzw. Spieler mit einer fußballerischen Vergangenheit in der Schweiz zu kaufen.

 

Warum bist du zum TVB Stuttgart gewechselt?

Ich suchte nach 9 Jahren in der Schweiz bei Wacker Thun eine neue sportliche Herausforderung und war von Anfang an begeistert vom Weg des TVB. Ich finde es extrem beeindruckend, wie es ein Verein aus einem kleinen Dorf geschafft hat, sich in der stärksten Liga der Welt zu behaupten. Ich bin mir auch sicher, dass der Weg des TVB noch lange nicht am Ende ist.

 

Traum 7

TW: Marc Winkler

RR: Nicolas Raemy

RA: Jonas Dähler

KM: Reto Friedli

RL: Thomas Rathgeb

LA: Luca Linder

RM: Roman Caspar

 

 

Lukas privat:

Idol:

Lieblingsreiseziel: Am liebsten verbringe ich meinen Urlaub in den Schweizer Bergen

Glücksnummer: 14

Größter Traum: eine Familie gründen

Bester Mitspieler:  Andy Schmid

Größte Macke: Ich bin überhaupt kein Morgenmensch und brauche morgens immer etwas Zeit

Lieblingsessen: Definitiv Rösti!

Hobbies neben dem Handball: Am liebsten verbringe ich meine Freizeit mit meiner Familie und meinen Freunden

 

Quelle: TVB Stuttgart

 

Ergebnis in Ordnung, Leistung nicht

Mit sechs Toren gegen den Deutschen Vizemeister und Supercup-Sieger zu verlieren, ist keine Tragödie. „Das Ergebnis ist in Ordnung“, sagt Jürgen Schweikardt, Trainer des Handball-Erstligisten TVB 1898 Stuttgart nach der 20:26-Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen. „Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass wir das Spiel länger offen halten können.“

20 eigene Tore in einem Spiel reichen in der Bundesliga in den seltensten Fällen zu einem Sieg – und schon gar nicht gegen ein Team mit einer derartigen Offensivkraft, wie sie die Rhein-Neckar Löwen aufs Spielfeld bringen. Die neutralen Fans in der Porsche-Arena – und natürlich die Mannheimer –, erfreuten sich an der spielerischen Leichtigkeit und Raffinesse, mit der die Löwen ihre Angriffe vortrugen. Initiiert in der Regel vom genialen Schweizer Nationalspieler Andy Schmid. „Die Löwen spielen auf den Punkt genau, und Andy ist mit das Beste, was es auf der Welt gibt“, sagt der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt.

Schweikardt: Der Respekt war zu spüren

Es war Pech für den TVB, dass der Löwen-Regisseur an seinem 35. Geburtstag die Trickkiste ganz weit öffnete und sein Team schon früh auf die Siegerstraße brachte. 7:2 stand’s nach zwölf Minuten für den Favoriten. „Wir hatten uns vorgenommen, nicht zu viel Respekt zu zeigen“, sagt Schweikardt. „Er war aber doch zu spüren.“ Der Match-Plan jedenfalls war rasch Makulatur: „Wir wollten an unsere Leistungsgrenze und schauen, was möglich ist.“

Siebter Feldspieler bringt kurzzeitig Erfolg

Die klaren Verhältnisse waren auch der Grund dafür, dass die Stimmung unter den über 5800 Fans in der Porsche-Arena eher gedämpft war. „Wir haben es nicht geschafft, die Fans mitzunehmen“, so Schweikardt, der sich mit der Zuschauerresonanz in der Ferienzeit „sehr zufrieden“ zeigte.

Weniger schmeckte dem Trainer dagegen, wie seine Spieler über weite Strecken der Partie die Angriffe aufzogen. „Wir sind nicht in den Spielfluss gekommen und haben den Ball nicht am Laufen gehalten.“ Die Löwen-Deckung hatte so meist leichtes Spiel. In der Not „opferte“ der TVB seinen Torhüter Johannes Bitter und brachte den siebten Feldspieler. „Das war eigentlich nicht geplant, aber es hat uns geholfen, ein bisschen besser ins Spiel zu finden.“

Aus dem Rückraum kam viel zu wenig

Auf Dauer freilich funktionierte dieses taktische Mittel nicht, weil die meisten TVB-Spieler ein gutes Stück weg waren von ihrem Leistungsvermögen. Viel zu wenig kam beispielsweise aus dem Rückraum. Robert Markotic und Dominik Weiß erwischten einen schwachen Tag. Dem Neuzugang Lukas von Deschwanden fehlt noch die Bindung. Und weil Michael Kraus noch geschont wurde, lag die Last auf den Schultern von Michael Schweikardt und David Schmidt. Beide hatten gute Aktionen, in Summe war dies allerdings viel zu wenig, um den Löwen ein halbwegs gleichwertiger Gegner zu sein.

Sechs Zeitstrafen für den TVB

Erschwerend hinzu kam, dass die Schiedsrichter Stefan Schneider und Colin Hartmann nach Schweikardts Geschmack bei der Verteilung der Zeitstrafen hier und da zweierlei Maß anlegten. Vor allem bei den Zweikämpfen der TVB-Abwehr mit Kreisläufer Jannik Kohlbacher hätten die Unparteiischen zu schnell zugunsten des Löwen entschieden. „Kohlbacher kämpft ja auch mit allen Mitteln.“ Am Ende standen beim TVB sechs Zeitstrafen auf dem Zettel, bei den Badenern lediglich zwei.

Bitter parierte 24 Prozent der Würfe

Nicht nur in diesem statistischen Wert hatte der TVB das Nachsehen. Die knapp 53 Prozent gehaltener Bälle von Mikael Appelgren sind ein Weltklassewert, Johannes Bitter parierte 24 Prozent der Würfe. „Wir haben neun freie Würfe vergeben und leisteten uns vier einfache Fehler“, sagt Schweikardt. „Das ist natürlich gegen einen Gegner wie die Löwen viel zu viel.“

Quelle: Thomas Wagner/ZVW

Handball-Bundesliga terminiert das Schwaben-Derby

Die Handball-Bundesliga hat die Partien bis Ende September terminiert. In Absprache mit dem Fernsehsender Sky wurde das Schwaben-Derby zwischen Frisch Auf Göppingen und dem TVB 1898 Stuttgart am Sonntag, 16. September, auf die frühe Anwurfzeit auf 13.30 Uhr gesetzt.

Am sechsten Spieltag erwartet der TVB am Sonntag, 23. September, um 16 Uhr den Aufsteiger Bergischer HC in der Scharrena. Noch nicht terminiert ist das Spitzenspiel zwischen THW Kiel und Rhein-Neckar Löwen, das im Oktober nachgeholt werden wird. Ebenfalls um 16 Uhr tritt der TVB am Sonntag, 30. September, beim TSV GWD Minden an.

 

Quelle: ZVW

Fanbus nach Göppingen

Am Sonntag, den 16.09. steht das Baden-Württemberg Derby gegen Frisch Auf! Göppingen an. Der TVB Stuttgart spielt um 13:30 Uhr in der EWS-Arena in Göppingen.

Hierzu bieten wir für alle Fans und Supporter zwei Fanbusse zum Spiel an. Neben einem Familienbus wird es einen „Party-Bus“ für alle jungen und junggebliebenen Fans geben. So ist für jeden das passende Angebot dabei!

Die Busse starten um 11:45 Uhr in Bittenfeld am Vereinsheim und fahren über Schorndorf. Die Kosten für die Fahrt belaufen sich momentan noch auf 10€ pro Person. Ebenso können Sitz- oder Stehplatztickets reserviert werden.

Sitzplatz 26€
Sitzplatz Schüler unter 16 Jahre 21€
Stehplatz 14€
Stehplatz ermäßigt 10€
Stehplatz Schüler unter 16 Jahre 7€

Rückmeldungen bei Interesse bitte per Mail an supporters@tvb1898.de. Seid dabei, mit eurer Unterstützung gelingt hoffentlich, wie letzte Saison, ein Sieg in Göppingen.