Unser Rechtsaußen “Pfatti” im Interview

Sascha Pfattheicher, auch bekannt als „Pfatti“, trägt seit 2017 das Trikot des TVB Stuttgart. Der gebürtige Karlsruher besticht vor allem durch seine Schnelligkeit auf der Platte. Wir konnten ihn dennoch für ein spannendes Gespräch einfangen. Der 23-jährige Rechtsaußen verrät uns interessante Details zu seiner Spielweise und aus seinem Privatleben. 

Hallo Sascha, die Saison neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Wie würdest Du die Spielzeit 2020/21 bewerten?

Wir haben eine sehr gute Hinrunde gespielt, in der wir auch überraschend viele Spiele gewonnen haben. Wir waren eine relativ neue Mannschaft. Das haben wir wirklich sehr gut gemacht. In der Rückrunde haben wir nachgelassen und waren nicht mehr so konstant. Wir haben leider einige Spiele gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellenabschnitt, die wir hätten gewinnen müssen, verloren. Insgesamt war das, trotz der fehlenden Fans in den Hallen, eine gute Saison. Nun gilt es, diese bestmöglich zu beenden. 

In dieser Saison waren aufgrund der Pandemie die Hallen leer. Ihr habt dennoch durch verschiedene Fanaktionen, wie beispielsweise einem virtuellen Training für die Vereinspartner, den Kontakt zu Euren Fans gesucht. Wie haben Dir persönlich die Aktionen gefallen?

Diese Aktionen haben mir sehr gut gefallen! Sei es das virtuelle Training oder die Aktion für unsere Dauerkartenbesitzer, bei der wir kleine Geschenke an deren Haustüren vorbeigebracht haben. Es ist sehr wichtig, dass wir da den Kontakt zu den Fans, die jetzt nicht in der Halle dabei sein können, halten. 

Seit 2017 trägst Du das Trikot des TVB Stuttgart. Fühlst Du Dich mittlerweile in Stuttgart zuhause?

2017 habe ich ja noch mit einem Zweitspielrecht hier gespielt. Da habe ich dann zunächst noch daheim gewohnt. Ich bin dann 2018 nach Stuttgart gezogen und das ist mittlerweile auch schon drei Jahre her. Natürlich ist das hier für mich ein zweites Zuhause geworden, aber Gott sei Dank ist mein anderes Zuhause in Karlsruhe auch nicht weit entfernt. Da lässt sich der Kontakt gut halten. 

Mal ganz unter uns: Als gebürtiger Karlsruher ist Stuttgart doch wahrlich ein heißes Pflaster. Wen siehst Du Dir in deiner freien Zeit im Fernseher lieber an – den VfB oder den KSC?

Natürlich könnte man meinen, dass das etwas schwierig ist. Von so einer Feindschaft oder Rivalität habe ich jedoch nie groß etwas gemerkt. Das war wirklich immer sehr human. Im Fernsehen schaue ich weder die eine noch die andere Mannschaft an, da ich kein riesiger Fußballfan bin. 

Du hast einige einprägsame Spitznamen. Unter anderem „Pfatti“ und „Der rote Blitz“. Auf welchen Spitznamen reagierst Du am liebsten und warum? 

„Der rote Blitz“ war ja eigentlich nie so wirklich mein Spitzname. So wurde ich in meiner Leutershausener-Zeit in einem Zeitungsartikel ein Mal genannt und der Name wurde dann ständig übernommen. So hat mich aber nie jemand richtig genannt. Deshalb gibt es eigentlich nur „Pfatti“, was ich auch am liebsten mag.

Deine Trikotnummer ist die 30. Gibt es einen speziellen Hintergrund für die Wahl dieser Nummer?

Die 30 habe ich vor einigen Jahren mehr oder weniger aus der Not heraus genommen, weil meine damalige Nummer bei Leutershausen nicht verfügbar war. Mein Lieblings-NBA-Spieler Steph Curry hat die 30 und dann habe ich mich für diese Nummer entschieden. 

Mit über 70 Treffern gehörst Du in dieser Saison zu den treffsichersten Akteuren des TVB und genießt das Vertrauen des Trainerstabs. Wo siehst Du dennoch Verbesserungspotential in Deinem Spiel?

Ich sehe mein Verbesserungspotential darin, dass ich eine höhere Wurfquote erreichen muss. Das zählt zu meinen wichtigen Aufgaben auf Außen. Da ist noch Luft nach oben und da muss ich mich in den nächsten Wochen und Monaten weiterentwickeln. 

Dein Vater war selbst als professioneller Handballspieler für den TSV 1896 Rintheim in der 2. Handball-Bundesliga aktiv. Kann er Dir noch Tipps geben und gibt es eigentlich neben dem Handball noch andere Gesprächsthemen?

Dadurch, dass meine Familie sehr handballaffin ist und ich schon sehr früh in den Hallen dabei war, ist es natürlich so, dass Handball immer ein Gesprächsthema ist. Mein Vater hat, wie bereits erwähnt, auch schon höherklassig Handball gespielt und hat daher immer ein offenes Ohr für mich – auch wenn es mal nicht so gut läuft. Er kann mir da als „alter Hase“ weiterhelfen und einige Tipps geben. Es gibt aber auch noch genug andere Gesprächsthemen, die ich mit meiner Familie habe. Das ist wichtig, dass man sich in seiner freien Zeit auch mal mit anderen Themen beschäftigt, um den Kopf freizubekommen.