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Vorbericht

Liebe Handballfreunde,

 

zum heutigen Heimspiel in der LIQUI-MOLY HBL gegen den THW Kiel heißt Sie der TVB Stuttgart recht herzlich willkommen. Begrüßen wollen wir hier in der Porsche Arena auch die Mannschaft aus Schleswig-Holstein sowie die mitgereisten Anhänger des Teams von der Ostseeküste. Grüß Gott sagen wir auch den beiden Schiedsrichtern der heutigen Partie. Wir wünschen ihnen ein glückliches Händchen und „gut Pfiff“.

 

Der TVB Stuttgart landete mit dem 28:27 Sieg bei der HSG Wetzlar einen echten Coup. Damit gelang der Mannschaft von Trainer und Geschäftsführer Jürgen Schweikardt ein wichtiger Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Das Team hat Stand 08.12.2019 (Das Spiel gegen die MT Melsungen war bei Redaktionsschluss noch nicht angepfiffen) einen Vorsprung von vier Punkten auf einen Abstiegsplatz. Bis der 28:27 Erfolg in Mittelhessen aber unter Dach und Fach war, erlebten die Anhänger der WILD BOYS ein echtes Wechselbad der Gefühle. 13:8, 15:15, 17:20, 20:20, 24:22, 25:25 aus Sicht der Gäste lauteten die Zwischenstände bei dieser Achterbahnfahrt. „Wir sind natürlich überglücklich, dass dieses ganz enge Spiel endlich einmal zu unseren Gunsten ausgegangen ist“, freute sich Jürgen Schweikardt.

 

Nun kommt heute der Tabellenführer (Stand 08.12.2019) der LIQUI-MOLY HBL in die Stuttgarter Porsche Arena, wobei das Spiel der Kieler bei den Berliner Füchsen noch nicht berücksichtigt ist. Aber auch so sind die „Zebras“ eine der besten Mannschaften der LIQUI-MOLY HBL. In der Champions League sind sie in ihrer Gruppe ebenfalls an der Spitze. Den nationalen Führungswechsel ermöglichten der Kieler 29:27 Erfolg über GWD Minden und die 25:26 Niederlage der SG Flensburg-Handewitt in Magdeburg.

 

Wie der TVB Stuttgart konnte sich auch der TBV Lemgo Lippe etwas vom Tabellenende absetzen. Dem Team von Weltmeister Florian Kehrmann gelang ein 29:24 Sieg beim Tabellenschlusslicht HSG Nordhorn-Lingen. Im Kampf um die Plätze an der Spitze gewann die TSV Hannover-Burgdorf gegen die vom Verletzungspech geplagten Füchse Berlin, die ohne die Torhüter Silvio Heinevetter und Dejan Milosavljev antreten mussten, mit 31:28. Im baden-württembergischen Derby siegten die Rhein-Neckar Löwen am Ende noch deutlich mit 28:21, nachdem das Team vom Hohenstaufen bei Halbzeit noch ein 13:13 Unentschieden behauptet hatte. Im Mittelfeldduell kam der einzige bayerische Vertreter HC Erlangen zu einem 25:22 Erfolg über den SC DHfK Leipzig.

 

Der heutige Gegner der WILD BOYS ist eindeutig das sportliche Aushängeschild der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel. Holstein Kiel, in der zweiten Fußballbundesliga beheimatet, liegt eindeutig an zweiter Stelle der Gunst der Sportanhänger an der Förde. Die großen nationalen und internationalen Erfolge des THW Kiel begründen diese Vormachtstellung. Vielfacher deutscher Meister und Pokalsieger, mehrfacher Champions League Gewinner und EHF-Cup-Sieger, Super-Globe-Sieger sind in der Vereinschronik der Zebras aufgeführt. Und auch die Sparkassen-Arena ist mit über 10.000 Besuchern pro Heimspiel immer ausverkauft. Die HANDBALLWOCHE traut den Zebras in dieser Saison auch wieder den deutschen Meistertitel zu, da die Mannschaft eingespielt und auf jeder Position mit je zwei Top-Leuten besetzt sei.

 

Doch auch den Kielern fällt der Erfolg nicht einfach n den Schoß. Auch sie müssen sich die Siege hart erarbeiten. Erst vor kurzem zeigten die WILD BOYS, was mit viel Kampfgeist möglich ist, verloren aber das DHB-Pokalspiel äußerst knapp mit 34:35. Oder aber am vorletzten Bundesligaspieltag konnte GWD Minden lange mithalten und verlor denkbar knapp mit 29:27 in der Sparkassen-Arena. Das alles sollte dem Team des TVB Stuttgart heute Mut machen. „Unser starker Pokalauftritt gegen den THW und das Unentschieden gegen Flensburg haben gezeigt, dass wir uns an einem guten Tag auch vor einer Spitzenmannschaft nicht verstecken müssen“, macht TVB-Trainer Jürgen Schweikardt seinem Team Mut, schränkt aber gleichzeitig ein: „Um heute erfolgreich sein können, benötigen wir einen absoluten Sahnetag.“ Ein lautstarkes Publikum im Rücken sollte die Mannschaft um Kapitän Johannes „Jogi“ Bitter auf jeden Fall beflügeln.  

 

Freuen Sie sich heute auf ein spannendes und faires Handballspiel.

 

Ihr Joachim Gröser

Spielbericht

Ohne die Verletzten Adam Lönn und David Schmidt trat der TVB Stuttgart gegen den THW Kiel an. Nach dem Aufeinandertreffen im Pokal, war dies bereits das zweite Spiel gegen den Rekordmeister im Dezember.

Erster Torschütze der Partie war Rudolf Faluvégi aus dem Rückraum. Patrick Zieker legte per Gegenstoß direkt nach und brachte den TVB mit 2:0 in Führung. Die Zebras zogen sofort nach, glichen in der fünften Spielminute aus und konnten durch Niclas Ekberg erstmals in Führung gehen. Nach 12 gespielten Minuten zeigte die Anzeigetafel 4:5 für die Gäste.
Der Stuttgarter Angriff blieb erfolglos, so dass der THW die Führung nach 18 Minuten auf drei Tore ausbauen konnte. Wieder netzte Ekberg per Strafwurf zum 4:9 ein.
Durch einen Doppelschlag von Zieker kam der TVB wieder auf drei Tore heran. Aufgrund einiger Fehlwürfe des Stuttgarter Angriffs gelang es den Gästen drei Minuten vor Halbzeitpfiff auf sechs Tore davon zuziehen. Beim Stand von 7:13 gingen beide Teams in die Kabinen.

Der zweite Halbzeit begann für den TVB mit zwei Toren. Dennoch fand der Kieler Angriff weiter Lösungen gegen die Stuttgarter Abwehr. Nach 35 gespielten Minuten führten die Gäste mit 10:15. Durch eine Parade von Jogi Bitter und einem Dreher von Zieker verkürzte der TVB. Zieker war es wieder, der den Anschlusstreffer zum 17:18 erzielte. Filip Jicha, der Trainer der Gäste, unterbrach aus diesem Grund die Partie mit einer Auszeit.

Ekberg brachte Kiel mit 18:20 wieder mit zwei Toren in Führung. Nach 48 gespielten Minuten stand es 19:22 für die Zebras. Zehn Minuten vor Schluss musste Steffen Weinhold nach drei Zeitstrafen bis Spielende vom Feld, allerdings konnte der TVB die daraus resultierende Überzahl nicht nutzen. In der 51. Spielminute führten die Gäste mit 20:24. Durch zu viele Fehler im Angriff und in der Abwehr fand der TVB nicht mehr zurück in die Partie.

Leider konnte der TVB nicht an die Leistungen aus den letzten Spielen anknüpfen. Aus diesem Grund gewann der THW Kiel verdient mit 21:29 und nahm damit beide Punkte mit in den Norden.